«Schnitz und drunder»: Martini-Poulet mit Knödel und Rotkraut

Simon Balissat
Zürich, am 12.11.2020
Jede Woche koche ich im Livestream – und du bist dabei. Montags und donnerstags gibt es Essen aus der Ego-Perspektive und meiner Küche. Heute gibt es Martini-Poulet mit Knödel und Rotkraut.

Martini war mir bisher bloss als Cocktail bekannt. Ich verbitte mir an dieser Stelle einen James Bond-Witz mit einer Anspielung auf «geschüttelt, nicht gerührt». Martini ist in Österreich und Teilen Deutschlands auch der Martinstag am 11.11. Traditionell kommt an diesem Tag eine gestopfte Gans auf den Tisch, serviert mit Knödel und Rotkraut. «Tönt geil», denke ich mir, eine Gans ist mir aber zu viel des Guten. Daher habe ich sie durch ein Poulet ersetzt. Die Grundlage für meine Variante ist ein Rezept von Marcella Hazan. Statt mit Zitronen fülle ich das Huhn traditionell mit Apfelstücken.

Rezept

Zutaten

Poulet

  • 1 Bio Poulet, ganz
  • 2 Äpfel, säuerlich, geachtelt
  • 1 EL Honig in 1 EL Wasser gelöst zum Bestreichen

Rotkraut

  • 1 Rotkabis, mittelgross
  • 1 Koblauchzehe, gepresst
  • 3 dl Rotwein
  • 1 TL Zimt

Knödel

  • 500 g altes Brot
  • 5 dl Milch
  • 3 Eier
  • 1 Bund Peterli, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, gerieben

Sauce

  • 1 Apfel, geschält und in Würfeli geschnitten
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Triple Sec, zum Beispiel Grand Marnier
  • 1 dl Bouillon
  • 1 EL Tomatenmark

Zubereitung

Poulet

  • Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen
  • Das Poulet innen und aussen gründlich waschen und auf einem schräg gestellten Brett zehn Minuten abtropfen lassen, dann mit Küchenpapier trockentupfen
  • Poulet innen und aussen gründlich mit viel Salz und Pfeffer einreiben
  • Äpfel ins Poulet stopfen und mit Zahnstochern verschliessen
  • Das Poulet mit der Brustseite nach unten circa 30 Minuten rösten, danach drehen und auf der Rückenseite noch einmal 30 Minuten weiterrösten
  • Ofen auf 200 Grad Celsius erhöhen und Poulet immer wieder mit Honigwasser bestreichen, bis es schön braun ist
  • Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen

Rotkraut

  • Kabis fein hobeln und in einem schweren Topf mit etwas Olivenöl auf mittlerer Hitze andünsten
  • Knoblauch dazupressen und kurz weiterdünsten
  • Mit Rotwein ablöschen und den Alkohol etwas verdunsten lassen
  • Zimt dazugeben und zugedeckt 30 Minuten fertig garen

Semmelknödel

  • Milch erwärmen, aber nicht kochen
  • Altes Brot in Würfel schneiden
  • Zwiebel und Peterli in einer Pfanne etwas anschwitzen
  • Milch über das Brot giessen und die Zwiebelmischung dazugeben, zehn Minuten ziehen lassen
  • Wasser in einem grossen Topf zum Kochen bringen und salzen
  • Eier verquirlen und zum Brot geben, zu einem homogenen Teig verarbeiten
  • Mit nassen Händen tennisballgrosse Knödel formen
  • Knödel ins kochende Wasser geben und sofort auf mittlere Stufe stellen. Das Wasser darf nicht mehr kochen. Die Knödel sollen darin 20 Minuten lang gar ziehen

Sauce nach Zuschauer Sandro

  • In einer Saucenpfanne den Apfel leicht karamellisieren, Butter dazugeben und schmelzen
  • Mit Triple Sec ablöschen, Alkohol verdampfen lassen und Bouillon dazugiessen
  • Tomatenmark zugeben und zu einer Sauce verkochen

Weitere Folgen gibt es hier:

«Schnitz und drunder» mit Fried Chicken! *Livestream ab 11.00 Uhr**Video
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«Schnitz und drunder» mit Fried Chicken! Livestream ab 11.00 Uhr

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Simon Balissat
Simon Balissat

Teamleader Editorial, Zürich

Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.

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