Mit diesem Trick sollen deine Pelati noch besser werden

Mit diesem Trick sollen deine Pelati noch besser werden

Simon Balissat
Zürich, am 13.02.2019
Dass Pelati ausserhalb der Tomatensaison schmackhafter sind, ist bekannt. Nun bin ich auf einen Trick gestossen, der die Büchsentomaten noch schmackhafter machen soll. Das musste ich testen.

Die Idee von «Bon Appetit» ist simpel: Die abgetropften Tomaten zuerst in der Pfanne anbraten und so karamellisieren. Das soll mehr Geschmack aus der Tomatenfrucht holen. Die Tomaten sind in der Dose nämlich etwas vorgekocht. Das reicht aber nicht, um den Zucker richtig zu entwickeln. Sie sind in einem Zustand zwischen roh und gekocht. Wenn du die Tomaten jetzt zunächst ohne Wasser erhitzt, verflüchtigt sich das Wasser und der Geschmack kann sich entfalten. Das Dosenwasser darfst du übrigens auf keinen Fall wegleeren! Die gekochten Tomaten löschst du mit dem Wasser ab. Eine einleuchtende Methode, aber lohnt sich der Extraaufwand?

Links: Tomaten mit Saft. Rechts: Tomaten beim Anbraten.
Links: Tomaten mit Saft. Rechts: Tomaten beim Anbraten.

So habe ich getestet

Für meinen Test habe ich mir eine grosse Dose Tomaten besorgt und diese in zwei gleich grosse Portionen aufgeteilt. Um das Ergebnis möglichst gut beurteilen zu können, koche ich die simpelste und zugleich leckerste Tomatensauce der Welt: Marcella Hazans «Tomatensauce mit Butter und Zwiebeln». Einmal kommen die Tomaten direkt in die Pfanne, in der zweiten Pfanne röste ich die Tomaten erst an, wie bei «Bon Appetit» beschrieben. Hitze und Kochdauer sind aber bei beiden Saucen gleich. 45 Minuten. Butter und Zwiebel kommen auch zur selben Zeit rein. Meine Wahl der Pasta: Spaghetti. Klassisch.

Die beste Tomatensauce der Welt: Butter, Zwiebel und Tomaten
Die beste Tomatensauce der Welt: Butter, Zwiebel und Tomaten

Mein Fazit

Schliesslich kochen beide Saucen so weit ein, dass sie eindicken. Bei der klassischen Version ohne Vorkochen sind noch deutliche Tomatenstücke vorhanden. Die Stücke sind bei der vorgekochten Variante nicht ganz verschwunden, aber deutlich kleiner und schmackhafter. Die Sauce ist ausgewogener. Ich mag diese Methode, auch wenn sie die Tomaten nicht «zehnmal» besser schmecken, wie das im ursprünglichen Artikel angepriesen wird.

Die Stücke sind bei der traditionellen Variante (links) noch klar zu erkennen
Die Stücke sind bei der traditionellen Variante (links) noch klar zu erkennen
Pomodori Pelati (800g)
Pomodori Pelati (800g)
Die klassische italienische Küche (Marcella Hazan)
58.–
Die klassische italienische Küche (Marcella Hazan)

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Simon Balissat
Simon Balissat
Senior Editor, Zürich
Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.

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