

Mach’s dir selbst: veganer Rührtofu und mediterraner Aufstrich
Veganes «Rührei» aus Tofu ist DER Klassiker in der pflanzlichen Küche. Und lässt sich ganz einfach selber machen. Und wenn du schon Tofu kaufst, kannst du ihn auch für hausgemachten Aufstrich verwenden.
Kann man ganz ohne tierische Produkte – also vegan – lecker essen? Oh ja! Und dabei auf hochverarbeitete Ersatzprodukte verzichten? Aber klar doch. Der Januar ist eine gute Gelegenheit, das auszuprobieren: Für den «Veganuary» bieten viele Unternehmen neue Produkte oder spezielle Aktionen für den ersten Ausflug in die vegane Küche.
Selbst den Kochlöffel zu schwingen, ist auch gar nicht schwer. Es geht beim veganen Kochen hauptsächlich darum, kein Fleisch, Ei oder Milchprodukte ins Essen zu rühren. Zum Frühstück gibt es «Rührei» aus Tofu und selbstgemachten mediterranen Aufstrich, ebenfalls aus Tofu. Dazu presse ich mir gern Apfelsinen für frischen Orangensaft und meinen Latte Macchiato kröne ich mit pflanzlichem Schaum.
Die meisten Gewürze und Zutaten für die beiden Rezepte hast du wahrscheinlich sowieso schon in der Küche. Zusätzlich brauchst du Tofu und ein paar bestimmte Gewürze, die ihm Geschmack verleihen.
So geht’s: mediterraner Aufstrich
Diesen tomatig-würzigen Aufstrich kannst du dir aufs Brot schmieren oder auch als Dip für Tortillas oder frische Gemüse-Snacks nutzen. Du bereitest ihn am besten schon am Abend vor dem Frühstück vor, damit er etwas durchzieht.
Der Tomatengeschmack kommt von getrockneten Tomaten, die aromatischer sind als ihre frischen Pendants. Basilikum, Knoblauch und Olivenöl sorgen für die weitere Würze, Sonnenblumenkerne fügen noch etwas Crunch hinzu.
Neben Tofu brauchst du als veganes Ersatzprodukt nur etwas pflanzliche Milch. Du kannst zum Beispiel einen Liter Barista-Haferdrink kaufen und diesen für den Latte, den Aufstrich und den Rührtofu nutzen. Ich nutze einen Stabmixer, um die Zutaten zu einer cremigen Masse zu zerkleinern.

Zutaten für den Aufstrich
- 200 g Natur-Tofu
- 50 ml pflanzliche Milch
- 1 Handvoll frischen Basilikum
- 1 Zitrone (ausgepresst)
- 1 große Knoblauchzehe
- 5-6 getrocknete Tomatenhälften
- 50 g Sonnenblumenkerne
- 2 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer


Du ziehst den Knoblauch ab, zerkleinerst die Zutaten ein wenig und wirfst alles zusammen mit einer guten Prise Salz und Pfeffer in den Mixer. Der macht den Rest. Dabei solltest du zwischendurch abschmecken, ob dir noch Gewürze fehlen. Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich eine gute Woche.

So geht’s: Rührtofu
Scrambled Tofu ist Rührei ohne Eier – und trotzdem genauso gut. Der Geschmack, die Optik und auch die Konsistenz von Rührei lassen sich problemlos nachahmen. Ich starte jeden Sonntag mit Rührtofu und kann mir ein Wochenende ohne gar nicht mehr vorstellen.
Beim Tofu greife ich gern zur geräucherten Variante, Naturtofu geht aber auch. Für die gelbliche Eierfarbe nehme ich gemahlenes Kurkuma, eine Ingwersorte aus Asien. Hefeflocken kommen als natürlicher Geschmacksverstärker ebenfalls in das «Rührei». Sie schmecken leicht käsig und verleihen dem Tofu einen herzhaften Geschmack.
Damit der Scrambled Tofu saftiger wird, rühre ich gerne ein paar Kleckse Sojajoghurt unter. Alternativ geht auch Hafermilch, aber taste dich langsam vor, sonst wird es schnell zu flüssig.
Die eigentliche Wunderwaffe für vegane «Eierspeisen» ist das Schwefelsalz Kala Namak. Nur ein wenig davon reicht für den typischen Eiergeschmack schon aus.

Zutaten für Scrambled Tofu
Die Zutaten sind für zwei Portionen gedacht.
- 200 g Tofu (geräuchert oder Natur)
- 1 Zwiebel
- 1 große Knoblauchzehe
- etwas Olivenöl zum Anbraten
- 2 TL Kurkuma
- 2-3 EL Hefeflocken
- getrocknete Tomaten (oder 2-3 frische Champignons)
- 1 Handvoll Petersilie
- 2-3 EL Sojajoghurt (oder 2-3 EL Haferdrink)
- Salz und Pfeffer
- Kala Namak
Tupfe den Tofublock mit Küchenpapier trocken und zerbrösle ihn mit der Hand in kleine Stückchen. Alternativ kannst du das auch mit einer Gabel erledigen. Ziehe Zwiebel und Knoblauchzehe ab und schnipple beide klein. Erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne und brate Zwiebeln und Knoblauch an.
Füge den zerkleinerten Tofu hinzu. Streue Kurkuma und die Hefeflocken darüber und verrühre alles gut, bis der Pfanneninhalt wie Rührei aussieht.

Während der Tofu auf mittlerer Hitze weiter vor sich hin brutzelt, schneide die getrockneten Tomaten in schmale Streifen und hacke die Petersilie klein. Pack beides auf den Rührtofu, lass aber noch etwas Petersilie als Deko übrig. Würze den Pfanneninhalt mit normalem Salz und Pfeffer nach Belieben. Bei mehrmaligem Umrühren ist der Rührtofu nach 6-7 Minuten fertig.
Diese Zeit nutze ich, um Brötchen im Ofen aufzubacken und vier Orangen und zwei Zitronen zu frischem Saft für zwei Personen zu pressen. Für den Latte Macchiato nehme ich am liebsten Barista Kokos von Alpro. Den haben wir leider nicht im Shop, aber dafür gibt es andere Milchdrinks zum Aufschäumen.
Rühre direkt vor dem Servieren noch Sojajoghurt unter – nicht vorher, weil die Flüssigkeit sonst wieder verkocht. Richte den Rührtofu in zwei Schälchen an und bestreue ihn mit der restlichen Petersilie. Mein Geheimtipp: Würze den Rührtofu erst beim Essen mit Kala Namak. Dann kommt der Eiergeschmack richtig deutlich hervor.

Dazu passt auch selbstgemachte vegane Marmelade. Statt Kuhbutter nutze ich Margarine oder etwas Sojajoghurt.
Guten Appetit!
Wenn du Lust auf mehr bekommen hast: Bei uns im Sortiment findest du einige vegane Kochbücher.
Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.
Praktische Lösungen für alltägliche Fragen zu Technik, Haushaltstricks und vieles mehr.
Alle anzeigen







