Aloe Vera hat mein mein Hautbild verbessert
Review

Aloe Vera hat mein mein Hautbild verbessert

Natalie Hemengül
Zürich, am 11.03.2019
Ist dir aufgefallen, dass in immer mehr Kosmetikprodukten Aloe Vera steckt? Nun weiss ich auch wieso. Ich habe mir das Gel der Pflanze eine Woche lang täglich ins Gesicht geschmiert und wurde positiv überrascht.

Du möchtest die schön machenden Vorteile der Aloe Vera nutzen, ohne viel Geld dafür auszugeben? Das geht, indem du dir wie ich die Pflanze nach Hause holst und sie bei Bedarf pur anwendest. Quasi aus dem Blumentopf direkt auf Haar, Gesicht und Körper. Im Internet bin ich über zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten gestossen: Aloe Vera als Haarmaske, Abschminkmittel, Depuff-Mittel gegen geschwollene Augen, Narbenpflege, Wundermittel gegen Hyperpigmentierungen und so weiter und so fort.

Ich möchte in erster Linie aber wissen, wie sich das Gel dieser Pflanze als tägliche Feuchtigkeitspflege macht und, ob ich mit ihr herkömmliche Cremes ersetzen kann. Bisher haben sich in der Hinsicht Argan-, Kokosöl und Shea-Butter bewährt. Jetzt möchte ich mein Portfolio an natürlichen Alternativen erweitern. Dazu habe ich mir die Sukkulente bei uns bestellt. Laut Beschreibung scheint sie keine besonderen Ansprüche zu haben. Meinen nicht allzu grünen Daumen freut's. Nur blöd, dass mir die Pflanze schon in den ersten paar Minuten daheim zweimal umkippt. Ich hab mich wohl zu früh gefreut. Und während die Überlebenschancen meines neuen Mitbewohners von «niedrig» auf praktisch «nicht existent» sinken, wage ich mich an einen Selbstversuch.

Und Schnitt

Dazu schneide ich mir ein grosses Aussenblatt vom Stamm ab. Aus der Schnittfläche tropft eine gelbliche Flüssigkeit, die etwas unangenehm riecht und die ich gute zwei Stunden ausbluten lasse. Dafür stelle ich das Blatt aufrecht mit der Schnittfläche nach unten in ein hohes Glas. Diesen Schritt solltest du nicht auslassen, da dieser bittere Saft zu allergischen Reaktionen führen kann.

Im Hintergrund siehst du bereits die zweite (Baby) Aloe Vera, die ich mir besorgt habe. Das Blatt vorne stammt von einer grösseren Pflanze.
Im Hintergrund siehst du bereits die zweite (Baby) Aloe Vera, die ich mir besorgt habe. Das Blatt vorne stammt von einer grösseren Pflanze.

Dann schneide ich die Stacheln entlang des Blattes auf beiden Seiten ab und halbiere es längs. Der Einfachheit halber schnipple ich die zwei Hälften anschliessend in kleine «Pads», die ich mir ins Gesicht reiben kann. Alternativ kannst du das Fruchtfleisch vom Blatt trennen, indem du es herausschneidest und durch den Mixer jagst, bevor du es in ein Behältnis abfüllst. Wenn du es kühl lagerst, sollte es bis zu zwei Wochen haltbar sein. Für mich sind die kleinen, viereckigen Pads jedoch einfacher zu handhaben. Darum schneide ich sie vor und packe sie in eine Tupperdose, die ich im Kühlschrank aufbewahre.

Zuerst entferne ich die Stacheln an den Seiten ...
Zuerst entferne ich die Stacheln an den Seiten ...
... anschliessend schneide ich das Blatt längs auf.
... anschliessend schneide ich das Blatt längs auf.

Schleimgesicht

Die schleimige Textur verursacht bei mir Würgegeräusche. Ich fasse mich aber schnell wieder, fahre mit den vorgeschnittenen Aloe Vera Stückchen über meine gereinigte Haut und lasse das Gel wie eine Gesichtsmaske trocknen, bis es leicht spannt. Der kühlende Effekt des Gels hält knapp 30 Minuten an. Dann wasche ich mein Gesicht und bin überrascht, wie erholt meine Haut aussieht.

Meine kleinen «Face Pads».
Meine kleinen «Face Pads».

Der Teint strahlt und meine Poren scheinen sich zusammengezogen zu haben. Ich wiederhole die Prozedur über die nächsten vier Tage täglich und habe das Gefühl, dass sich mein Hautbild verändert hat. Es wirkt geglättet, leichte Unebenheiten scheinen verschwunden zu sein. Alles in allem wirkt mein Gesicht erholter, praller und frischer, was auch meinen zwei Redaktionsgspänli auffällt. Eine tägliche Anwendung kommt für mich trotzdem nicht in Frage. Nicht zuletzt, weil ich mir dann alle paar Wochen eine neue Pflanze kaufen müsste. Als Kur für zwischendurch eignet sich das Ganze aber auf jeden Fall.

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Editor, Zürich
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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