
essence Jelly Grip Hydrating Primer
Transparent

Primer müssen bei mir viel Überzeugungsarbeit leisten, bevor ich sie in meiner Routine willkommen heisse. Schliesslich kosten sie mich einen Step mehr beim Schminken. Ob sich Essence' «Jelly Grip Extreme Hydrating Primer» qualifiziert?
Allein schon, wenn ich den Namen höre, schreit alles in mir nach einem Test: «Jelly Grip Extreme Hydrating Primer». Die neue, stärkere Version von Essence' beliebter Base ist seit Dezember erhältlich. Die Marke beschreibt sie folgendermassen:
«Die transparente Jelly-Textur erfrischt und pflegt die Haut, während sie einen ultra-starken Grip verleiht, der das Make-up fixiert. Die erfrischende Formel pflegt, hydratisiert und sorgt für ein strahlendes Finish – den ganzen Tag lang. Ideal für alle Hauttöne, maximal in der Performance – ein Sticky-Star mit Suchtpotenzial. Same jelly vibe, but extra.»
Nehme ich zur Kenntnis. Mal sehen, wie extra das Zeug ist.

Der erste Dämpfer kommt gleich zu Beginn: Der Pumpspender streikt. Egal wie oft ich drücke oder den Aufsatz neu ausrichte – nichts kommt raus. Dabei wirkt die Kunststoffverpackung äusserst hochwertig und robust. Dann halt anders. Ich schraube den Kopf ab und verwende das Steigrohr als Applikator. Nicht gerade hygienisch.
Dosierung
Ich folge den Instruktionen: auftragen und anschliessend ein paar Sekunden warten, bevor die Foundation folgt. Das Gel kühlt, riecht nach Gurke und fühlt sich dick und schwer an. Da keine Mengenangaben gemacht werden, trage ich die ersten paar Mal viel zu viel auf. Meine Finger kleben regelrecht an meinem Gesicht und die Make-up-Applikation läuft alles andere als rund. Ein fleckiges Ergebnis ist die Folge. Von Mal zu Mal nehme ich weniger Primer, bis ich bei einer hauchdünnen Schicht angelange. Darunter trage ich wie immer mein Vitamin-C-Serum und eine Sonnencreme. Für mich unverhandelbar.

Finish und Halt
So wirklich schlau werde ich aus dem Primer nicht. Um es in einen plumpen Wortwitz zu packen: Er lässt sich einfach nicht greifen. Bei jeder Anwendung erhalte ich ein anderes Ergebnis. Ich teste zwei verschiedene Foundations. Mit einer dicken, deckenden Stick-Foundation hat die Base tendenziell mehr Mühe als mit der leicht pigmentierten, flüssigen Variante. Erstere sieht bereits nach kurzer Zeit cakey aus und verbindet sich überhaupt nicht mit meiner Haut.
Stehen Sonne, Mond und Sterne richtig, sieht das Ergebnis auch mal wirklich toll aus – vorausgesetzt du stehst auf extremen Glanz. Aber in drei von fünf Fällen lässt er mein Make-up einfach nur dick und maskenhaft aussehen, weil der extreme Grip es mir erschwert, die Foundation ebenmässig und dünn aufzutragen.
Pudern? So klebrig, wie die Haut ist, lieber nicht. Selbst Stunden nach dem Auftragen der Foundation fühle ich mich wie ein angelutschter Lolly, an dem Staubfusseln und Co. hängen bleiben. Bei leichtem Wind sind es meine Haarsträhnen, die mit meinen Wangen auf Kuschelkurs gehen. Doch hält das Make-up denn wenigstens länger? Ich finde nicht. Das könnte daran liegen, dass jedes Mal, wenn ich mir versehentlich ins Gesicht fasse oder sonst etwas mein Gesicht berührt, meine Schminke daran haften bleibt und sich abträgt.
Zu allem Überfluss geht nichts ohne ein gründliches Peeling vor der Anwendung. Mit Primer werden Hautschüppchen durch die Foundation nämlich stärker hervorgehoben als ohne.
Direkt mit der Extrem-Variante einzusteigen war wohl nicht meine beste Idee. Vielleicht probiere ich es künftig mal mit diesen milderen Alternativen und taste mich vorsichtig an Essence' Primer-Linie heran:

essence Jelly Grip Hydrating Primer
Transparent

Pro
Contra

essence jelly GRIP EXTREME HYDRATING PRIMER
Transparent
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.
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