Ich trage als Frau Stoppeln im Gesicht
Review

Ich trage als Frau Stoppeln im Gesicht

Natalie Hemengül
Zürich, am 05.06.2019
Immer mehr Frauen in meinem Umfeld rasieren ihr ganzes Gesicht. Vor vier Wochen habe ich selbst den Kahlschlag gewagt und es bisher nicht bereut.

Ich habe mich endlich rasiert. Im Gesicht wohlgemerkt. Und nein, einen sichtbaren Damenschnauz hatte ich auch vor dieser Aktion nicht. Noch vor einem halben Jahr habe ich hin und her überlegt, ob ich meinen Flaum ablegen soll und meine Gedanken dazu in folgendem Beitrag festgehalten:

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Ich entschied mich damals dagegen, aus Angst davor, dass meine Haare dunkler nachwachsen könnten. Kürzlich stiess ich jedoch auf dieses Video von Beauty YouTuberin Jaclyn Hill und beschloss, den Selbstversuch zu wagen. Ich kaufte mir einen «Face Shaver», also eine Rasierklinge, die extra fürs Gesicht konzipiert ist, und setzte auf meiner gereinigten Haut zum Kahlschlag an. Dabei folgte ich penibel den Instruktionen aus Jaclyns Tutorial.

Nun möchte ich meine Erfahrungen mit dir teilen, denn der Mut hat sich gelohnt.

Und Schnitt

Hätte ich gewusst, dass in meinem Gesicht so viel Flaum wuchert, hätte ich wohl schon früher zum Rasierer gegriffen. Während ich die Klinge zum ersten Mal über meine Haut gleiten lasse, merke ich sofort einen positiven Nebeneffekt: die gepeelte Haut. Denn mit dem Shaver schabe ich nicht nur meine Härchen ab, sondern auch tote Hautschüppchen. Bisher die effektivste Art von Peeling, die ich je an mir selbst vorgenommen habe. Besonders auf meiner Nase und an den Wangen ist der Unterschied markant. Gleich nach der Prozedur ist meine Haut leicht gerötet und fühlt sich wund an, weshalb ich sie sofort mit Sheabutter einschmiere. Mein Gesicht ist nun babyweich.

Vorsicht: Wenn du empfindliche Haut hast, würde ich dir von der Rasur abraten.

Hier ist die Klinge noch sauber.
Hier ist die Klinge noch sauber.
Schon nach kurzer Zeit sammeln sich die Härchen daran.
Schon nach kurzer Zeit sammeln sich die Härchen daran.

Warum ich es wieder tun würde

Am Tag danach spüre ich schon die ersten Stoppeln. Etwas ungewohnt, aber nicht tragisch. Die Haut wirkt gestrafft, geglättet und scheint sogar mehr zu strahlen. Das liegt vermutlich daran, dass die feinen Härchen für einen mattierenden Effekt verantwortlich waren. Das Make-up, das ich auftrage, sieht auf der rasierten Haut um einiges ebenmässiger aus, als ich es mir gewohnt bin. Auch lässt es sich viel einfacher auf der Haut verteilen und einarbeiten. Der Nachteil an der Sache: Ich merke, wie meine Foundation weniger lange auf der Haut hält, weil sie sich nicht mehr an den Härchen «festhalten» kann. Dieses Manko gleiche ich aus, indem ich zu mehr Puder greife, um alles zu fixieren.

Nach etwa einer Woche sind die Härchen so weit gewachsen, dass von den Stoppeln nichts mehr zu spüren ist. Mittlerweile habe ich das Prozedere bereits wiederholt. Von dunkler nachwachsenden Haaren fehlt bei mir bis heute, vier Wochen nach dem ersten Kahlschlag, jede Spur. Also alles noch im blonden Bereich. Für mich ist klar: Die Klinge in meinem Gesicht wird zu einem festen Bestandteil meiner Hautpflegeroutine. Denn frisch rasiert gefalle ich mir neuerdings ein klein wenig besser.

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Editor, Zürich
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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