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Know-how

Tipps vom Profi: Dieses Grillzubehör braucht es wirklich

Hat man sich einen Grill zugelegt und für den schon eine Menge Kohle auf den Tisch gelegt, so ist hier noch längst nicht Ende. Das meiste Geld fliesst letzten Endes doch in die verschiedensten Zubehör-Artikel für den Grill – aber welches braucht es?

Der Markt für Grillzubehör ist schier unüberschaubar und für jeden noch so kleinen Einsatzzweck bieten unzählige Anbieter unzählige Lösungen. Dabei braucht es an und für sich zunächst einmal nicht wirklich viel, um am Grill effektiv zu hantieren und in der Regel alles anstellen zu können. Gerne möchte ich euch an dieser Stelle einen Einblick geben in das Zubehör, welches aus meiner Sicht wirklich unverzichtbar ist. Kohle lass ich jetzt mal aussen vor, die sollte sich von selbst verstehen.

Grillthermometer

Spätestens wenn die Dicke eures Fleischstücks über das für Koteletts übliche Maß hinaus geht, macht ein vernünftiges Grillthermometer Sinn. Die in den Deckeln der gängigen Grills eingebauten Gradmesser sind im Normalfall nur als Schätzeisen zu bezeichnen.

Thermometer gibt es in verschiedensten Ausführungen: Vom ganz einfachen Edelstahl-Piekser mit Thermostat am oberen Ende über das schnell-messende Einstichthermometer bis hin zum Funkthermometer ist alles drin.

Meine klare Empfehlung geht tatsächlich zum Funkthermometer. Hierbei hängen ein oder mehr Fühler an einem Sender, der die Temperatur dann an einen Empfänger sendet, den ihr bequem mit euch herumtragen könnt. Gerade im Winter werdet ihr euch freuen, wenn der Braten draussen im Grill vor sich hin gart und ihr schön vom Warmen aus die Kerntemperatur eures Fleischklopses im Blick habt.

Für die schnelle Temperaturmessung ist ein Einstichthermometer prima, allerdings ist dann tunlichst drauf zu achten, dass die Temperatur wirklich innerhalb von Sekunden ermittelt werden kann. Ob ein Einstichthermometer wirklich schnell misst, offenbart sich zumeist auch ganz schnell am Preis.

Grillhandschuhe

Ich denke, ihr habt es schon selbst mitbekommen: So ein Grill kann verdammt heiss werden. Im, um und am Grill herrschen nun mal entsprechende Temperaturen. Ob beim Fleischwenden, beim Kohle umschichten, beim Ausschütten des Anzündkamins oder vielen anderen Tätigkeiten in der Outdoorküche kommt man immer wieder mit enormer Hitze in Berührung.

Um sich selbst zu schützen, kann ich euch die Anschaffung vernünftiger Grillhandschuhe nur empfehlen. Auch bei den Grillhandschuhen gilt: Kauft euch vernünftige Qualität. Aus dickem Material, allenfalls mit Kevlar verstärkt. Handschuhe, mit denen ihr für ein paar Sekunden auch mal ein Stück glühende Kohle in der Hand halten könnt.

Handschuhe nur mit separiertem Daumen - ähnlich einem Topfhandschuh - tun es zwar auch, aber Handschuhe mit einzelnen Fingern geben euch wesentlich mehr Flexibilität wenn es ums Agieren am Grill geht.

Kleiner Geheimtipp: Sucht nicht nach Grillhandschuhen, sondern nach Schweisser-Handschuhen. Diese gibt es oft für einen sehr günstigen Kurs und diese sind mehr als geeignet.

Grillbesteck

Zwei Dinge benötigt ihr aus meiner Sicht. Nicht mehr und nicht weniger:

  • Eine Grillzange (unv vielleicht eine zweite für die Kohlen)
  • einen Wender für Burger

Schaut bei der Grillzange danach, dass sie einen Griff hat, der lang genug ist, damit ihr der Hitze selbst nicht so nah kommt. Idealerweise eine geriffelte Zange, damit ihr beim Fleisch und der Wurst mehr Grip habt.

Und wenn ihr Burger machen möchtet (und ihr möchtet Burger machen) braucht ihr in jedem Fall einen Burgerwender. Nehmt da einen vernünftigen aus Edelstahl, denn kann man auch mal getrost in die Spülmaschine geben.

Anzündkamin

Der Anzündkamin ist und bleibt die einfachste Art und Weise, seinen Grill anzuzünden. Natürlich nur wenn ihr auf Kohle oder Briketts setzt.

Wenn ich mal auswärts unterwegs bin und woanders zum Grillen eingeladen bin, habe ich schon einiges erlebt, was Menschen unternehmen, um ihren Grill heiss zu bekommen. Da wurde mit Blechen vor der Kohle gewedelt. Gepustet bis der Kopf blau anläuft. Oder mit dem Fön reingeblasen. Sogar nen Laubbläser hab ich schon gesehen :-)

Zu flüssigen Grillanzündern und Benzin muss ich jetzt nichts sagen, oder?

Dabei kann es doch so einfach sein: Einen Anzündkamin mit Kohle füllen, Zeitungspapier oder Grillanzünder drunterlegen, anzünden und zehn Minuten warten. Fertig ist die Glut.

Gemüsekorb

Ein Gemüsekorb ist einfach ultra-genial für alles, was euch ansonsten durch den Rost fallen würde. Kleine Kartoffeln, Pilze, diverses Grillgemüse. Einfach in den Gemüsekorb geben und darin ab und an schwenken.

Ich wette, ihr habt euch auch schon das ein oder andere Mal geärgert, dass euch die kleinen Nürnberger durch den Rost in die Glut gefallen sind. Auch diese können easy im Korb gegrillt werden.

Achtet bei der Anschaffung auf die Grösse des Korbes, diese sollte schon in Relation zu eurem Grill stehen, damit ihr auch noch die Hauptspeisen auf den Rost bekommt.

Grillbürste

Ja. Auch das Reinigen eines Grills gehört mit dazu. Wobei eine Grillbürste für mich kein Utensil ist, in das ich viel Geld stecken muss. Für mich ist und bleibt die Bürste Verbrauchsmaterial, dass regelmässig erneuert werden muss. Um den Grill zu reinigen, wird dieser nach dem Grillieren noch einmal richtig hochgeheizt und geschlossen, so dass auch der Rost heiss wird. Anschliessend wird der heisse Rost mit der Bürste gut abgebürstet.

Beachtet, dass der Stiel der Grillbürste lang genug ist, ansonsten kann es sehr schnell sehr heiss werden an den Handgelenken. Der Stiel als Kriterium entfällt natürlich, wenn ihr die oben beschriebenen Grillhandschuhe habt. Die Borsten sollten stabil sein und nicht bereits nach ein paar Reinigungsgängen abknicken

Mit diesen sechs Basics sollte beim ersten Angrillieren schon mal nix schief gehen. Mehr geht wie gesagt immer, doch ohne diese Dinge geht es aus meiner Sicht nicht.

User

Daniel Haupt

Ich bin gebürtiger Rheinländer, Projektleiter in der IT und Familienvater. Abseits von Einsen und Nullen und spätestens mit dem Einzug in unser Eigenheim habe ich allerdings mein einzig wahres Projekt gefunden: Das Barbecue!

Seit 2015 schreibe ich hierzu auf meinem Blog. Dort gebe ich meinen Lesern allerhand Kniffe und Tricks rund um das Grillen mit Holzkohle an die Hand und stelle meine neusten Kreationen und Ideen vor.

Hier findet ihr mehr von mir: project-bbq.de

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