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Die acht Wachstumsschübe eines Babys

In den ersten 14 Monaten wächst ein Baby in rasanter Geschwindigkeit. Es entwickelt sich von einem hilflosen Wesen in Liegeposition zu einem aktiven und neugierigen Kleinkind. Diese acht Wachstumsschübe macht dein Baby die ersten 55 Wochen durch.

Während eines Wachstumsschubs braucht dein Baby besonders viel Nähe, ist weinerlicher als normal und sucht mehr Halt bei dir. Je nach Phase sind schlechter Schlaf, Launenhaftigkeit, Angst, Fremdeln oder Überforderung auch Konsequenzen davon. Das Baby muss lernen, mit den neuen Fähigkeiten zurechtzukommen. Die Entwicklungsschübe dauern meistens eine Woche und gehen mit mehr Nahrungsaufnahme einher. Begleite dein Kind währenddessen mit viel Liebe und Verständnis, dann gehen die Phasen schnell vorüber. Denk dran. Dein Kind ist einzigartig und es kann sein, dass die Wochen nicht ganz genau stimmen. Vor allem bei Frühchen oder zu spät Geborenen stellen sich die Wachstumsschübe oft etwas später oder früher ein. Das heisst, wenn dein Kind drei Wochen zu früh geboren ist, ist der erste Schub in der achten Woche. Kam das Kind eine Woche zu spät, kann die erste Phase mit vier Wochen eintreten.

Die acht Wachstumsschübe im Detail:

1. Wachstumsschub: 5. Woche
In den ersten Wochen scheint es so, als ob das Neugeborene kaum etwas wahrnimmt. Es liegt da, schläft viel und trinkt zwischendurch. Ungefähr in der fünften Woche nimmt dein Baby die Welt allerdings anders wahr. Es erkennt dich langsam, ist aufmerksamer als zu Beginn und das erste Lächeln erscheint. Aufgrund der ungewohnten Umgebung sucht das Kleine vermehrt deine Nähe, ist weinerlich, in der Nacht häufiger wach und trinkt mehr.

2. Wachstumsschub: 8. Woche
Schon drei Wochen später folgt der nächste Schub. Die Sinne wie Sehen, Hören, Schmecken, Riechen oder Tasten werden aktiver. Dein Kind beginnt, sich durch Laute bemerkbar zu machen, dich nachzuahmen, dir zuzuhören und Geräuschen zu lauschen. Kopf heben, zappeln, greifen, fühlen, Gesichtszüge nachmachen, all das lernt dein Baby in diesem Entwicklungsschub. Der eigene Körper oder Spielzeug wird nun interessant und es kann sich damit eine Zeit lang beschäftigen. Gib ihm Sicherheit und Geborgenheit, um mit der überfordernden Situation klar zu kommen.

3. Wachstumsschub: 12. Woche
In dieser Woche wird dein Sprössling noch aktiver, interaktiver, neugieriger, agiler und will unterhalten werden. Die eigene Stimme wird ausprobiert. Das heisst, das Baby kreischt und quietscht vor sich hin und macht mit verschiedenen Lauten auf sich aufmerksam. Körperlich versucht es, sich öfters auf den Bauch zu drehen, reckt seinen Kopf und will jetzt schon möglichst viel von der Umwelt mitbekommen. Biete deinem Kind besonders in dieser Zeit feste Rituale. Sie geben ihm Halt und Orientierung. Das aktive Verhalten fordert mehr Nahrung, deshalb hat das Baby mehr Hunger.

4. Wachstumsschub: 19. Woche
Die 19. Woche ist eine der längsten Entwicklungsschübe und dauert vier bis sechs Wochen. Kleider werden zu klein, die Nächte werden unruhiger und der Hunger kaum gesättigt. Ab dem vierten Monat kannst du Schritt für Schritt mit der Beikost beginnen. Es tut sich eine neue Welt für Gaumen, Magen und Darm des Kindes auf. Mit der Umstellung auf Schoppen und Beikost wird dem Kind meist die Brust entzogen, welche für viele Babys als Quelle für Nähe und Trost vertraut ist. Versuche die Nähe, Geborgenheit und Rituale trotzdem beizubehalten. In diesen Wochen beginnt auch die orale Phase. Haare, Fusel, Kleinteile, Haushaltsartikel, Spielzeug. Alles was mit den kleinen Fingerchen geschnappt werden kann, wird in den Mund gesteckt und erforscht. Sei wachsam und räume alle Gegenstände und Kleinteile weg, die für dein Baby gefährlich werden können. Abfolgen von Ereignissen können sie mittlerweile erkennen und nachahmen. Das heisst, die Rassel wird nicht nur gegriffen, sondern auch hin und her bewegt. Die Kinder warten bis ein verschwindender Gegenstand wieder auftaucht, schauen interessiert, wenn sie ihr Spiegelbild sehen und drehen sich vermehrt um, um mehr von der Umwelt zu sehen.

5. Wachstumsschub: 26. Woche
Die Möglichkeit, sich fortzubewegen ist zwar beschränkt, dennoch ist dein Baby sehr aktiv und versucht alles Mögliche in unmittelbarer Umgebung zu erreichen. Gegenstände werden genauer erkundet und fallen gelassen, um zu schauen, was passiert (Ursache-Wirkung-Prinzip). Die Neugierde und die Kommunikationsfähigkeit werden grösser. Dein Kind brabbelt vor sich hin, versucht zu winken oder zu klatschen, ist den Personen gegenüber aber wesentlich skeptischer und quengelt mehr. Selbst bei bekannten Gesichtern kann dein Baby in dieser Wachstumsphase vermehrt fremdeln. Du als Mama wirst wichtiger und kannst kaum den Raum verlassen, ohne dass Geschrei ertönt.

6. Wachstumsschub: 37. Woche
Die meisten Babys werden nun mobil und beginnen langsam mit dem Krabbeln. Falls der Wohnraum noch nicht kindersicher ist, wäre jetzt höchste Zeit dafür. Denn dein Kind erkundet und erforscht sein ganzes Zuhause. Gefahren erkennt es noch nicht. In dieser Phase kannst du allmählich mit der Erziehung beginnen, denn es versteht dich sowie das Wort «Nein» mittlerweile besser. Es kann durchaus vorkommen, dass die ersten Trotzphasen in Erscheinung treten. Vor allem, wenn es nicht nach seinem Willen geht oder das Essen plötzlich nicht mehr schmeckt. In dieser Zeit ändert sich oftmals der Geschmack der Kleinen. Lass dein Kind zwischendurch selber die Welt entdecken. Das hilft ihm Erfahrungen zu machen, Gegenstände zu bewerten und sie richtig einzuordnen.

7. Wachstumsschub: 46. Woche
Zusammenhänge und bestimmte Reihenfolgen werden für das Baby immer klarer. Jetzt ist deine Chance für die Einführung eines geregelten Tagesablaufes. Lass dein Kind vermehrt am Alltag teilhaben, denn es will von dir alle Abläufe lernen. Das Krabbeln und Sitzen beherrscht es mittlerweile. Nun will das Kleine überall hoch- und runterklettern. Ausserdem wird oft der erste sprachlich relevante Meilenstein in dieser Phase gelegt – das erste Wort.

8. Wachstumsschub: 55. Woche
Es kann sein, dass dein Kind schon die ersten Gehversuche gemacht hat. Die Mehrzahl fängt aber erst jetzt damit an. Taschen und Schränke ausräumen, ist jetzt eine beliebte Beschäftigung der Kleinen. Es wird eigenständig und versteht Abläufe viel besser. So zum Beispiel, dass vor und nach dem Essen die Hände gewaschen werden. Langsam entwickelt sich dein Baby zu einem Kleinkind mit eigenem Willen, den es durchzusetzen gilt. Trotzanfälle und Wutausbrüche sind häufig an der Tagesordnung. Mit (Einschlaf-)ritualen sorgst du für die nötige Struktur im Alltag.

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Myrtha Erni, Zurich

  • Editor
I’m the cook, cleaner, police officer, nurse, entertainer, motivator, author, storyteller, coach, organiser, chauffeur, lawyer and judge. To put it simply, I’m a mum to a daughter and not just a (Content) Manager at the office but also at home.

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