Wie du deinen Couchtisch zum Hingucker machst
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Wie du deinen Couchtisch zum Hingucker machst

Pia Seidel
Zürich, am 22.09.2020
Manchmal braucht es statt brandneuer Möbel nur gute Ideen, um Räume zu verschönern. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Update für den Beistelltisch? Mit wenigen Tricks ist er alles andere als beiläufig.

Wie der Name schon sagt, spielen Beistelltische oft eine Nebenrolle. Dabei haben sie das Potenzial, zum Mittelpunkt des Raumes zu werden. Ob vor der Couch oder an der Seite vom Sessel – die kleinen Tische können dem Raum mit der richtigen Inszenierung einen neuen Ausdruck verleihen. Dafür genügt bereits ein bewusst gestaltetes Arrangement auf der Tischfläche.

Stilles aufleben lassen

Stillleben heisst das Zaubermittel, um dem Couchtisch mehr Schönheit zu verleihen. Es stammt aus der Malerei und bezeichnet die künstlerische Darstellung verschiedener regloser Objekte. Du kannst es in wenigen Schritten umsetzen und nicht nur dem Bücherregal, sondern auch einem Beistelltisch das gewisse Etwas verleihen.

Dynamik erzeugen

Ein gutes Stillleben «lebt» von Gegensätzen. Spiel mit der Höhe und Grösse deiner Objekte, wenn du den Couchtisch stylst. Arbeite dich von hinten nach vorne und platziere den höchsten Gegenstand hinter allen anderen. Falls deine Sachen gleich hoch sind, kannst du nachhelfen: zum Beispiel mit einem Stapel aus Büchern oder Zeitschriften. Besonders geeignet dafür ist ein «Coffee table book», das genau aus diesem Grund so heisst. Das Cover ist so ansprechend gestaltet, dass es zur Dekoration und Bühne für andere Objekte wird.

Für ein schnelles Update lässt sich der Bücherstapel immer wieder auswechseln. Bild: Hübsch
Für ein schnelles Update lässt sich der Bücherstapel immer wieder auswechseln. Bild: Hübsch

Um Abwechslung in der Höhe zu kreieren, kannst du auch Pflanzen und Blumen einsetzen. Hohe Sträucher und Kletterpflanzen ragen über jeden Kerzenständer hinaus. Es muss sich auch nicht alles oben abspielen. Hängepflanzen bringen bis unter die Tischkante Bewegung ins Spiel.

Frédéric Chaubin. CCCP
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Frédéric Chaubin. CCCP

Farbschema etablieren

Ähnliche Farben bringen den Couchtisch und deine Sachen in Einklang. Bleib innerhalb einer Farbfamilie und entscheide dich entweder für warme oder kühle Farbtöne. Das wirkt harmonischer. Brauntöne passen beispielsweise besonders gut mit Rot, Orange, Senfgelb und Beige zusammen.

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Augen schmeicheln

Ein Trio wirkt besonders harmonisch. Bild: House Doctor
Ein Trio wirkt besonders harmonisch. Bild: House Doctor

Eine ungerade Anzahl von Objekten ist fürs Auge oft angenehmer als eine gerade. Drei Objekte genügen für den wohltuenden Effekt. Solltest du nur Platz für zwei haben, ist die oben erwähnte Abwechslung in der Höhe besonders wichtig.

Natur einbringen

Etwas Grün macht das Stillleben komplett. Integriere Pflanzen oder frische und getrocknete Blumen. Wenn der Platz begrenzt ist, genügt auch ein einziger Zweig. Das Schöne an den natürlichen Elementen ist, dass sie die Saison widerspiegeln.

Sträucher und Co. bringen Abwechslung.Bild: House Doctor
Sträucher und Co. bringen Abwechslung.Bild: House Doctor

Die Alternativen zu blumigen und grünen Akzenten sind zeitlose Muscheln und Steine. Oder aber formschöne Schalen, die du regelmässig mit diversen Obstsorten bestückst.

Thema wählen

Die Objekte können auch nach einem Thema ausgesucht werden. Bringe die Jahreszeit ein oder Souvenirs deiner letzten Reise und verleih dem Set-up eine persönliche Note. Genau diese ist es nämlich, die deine Einrichtung von einem Katalogbild unterscheidet.

Festlich: Stilleben können auch ein Motto haben. Bild: House Doctor
Festlich: Stilleben können auch ein Motto haben. Bild: House Doctor

Stilbrüche wagen

Sowohl in der Mode als auch in der Innenarchitektur ist alles, was das gewohnte Bild bricht, der Schlüssel zum perfekten Gesamtbild. Trau dich, unterschiedliche Stile miteinander zu kombinieren. Stelle beispielsweise ein modernes Designobjekt neben das Flohmarkt-Fundstück. Der Kontrast bringt Spannung.

Geben ein gutes Bild ab: Ein Marmor- und ein Holztisch. Bild: Hübsch
Geben ein gutes Bild ab: Ein Marmor- und ein Holztisch. Bild: Hübsch

Dieselbe Wirkung erzielst du, indem du Gegenstände aus unterschiedlichen Materialien wählst. Oder aber einen zweiten Couchtisch aus einem anderen Werkstoff ergänzt. Kombiniere raue, matte Metalle mit glatter und bemalter Keramik. Oder mixe runde, organische Formen mit geometrischen. Der Kontrast wirkt reizvoll, solange du ihn in Massen einsetzt.

Hässliche Gebrauchsgegenstände verstecken

Unschöne Dinge, die du aber auf dem Beistelltisch brauchst, kommen in eine Box. Zur Auswahl stehen dir Keramikdosen bis hin zu gemusterten Schachteln. Auch Vorratsdosen lassen sich zweckentfremden. Besonders, wenn sie blickdicht sind.

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Atmosphäre schaffen

Wie beim Esstisch macht das flackernde Kerzenlicht am Ende das Setting auf dem Couchtisch rund. Da hier nicht gegessen wird, kommen auch Duftkerzen gut. Weniger romantisch als Kerzenständer – aber genauso wirkungsvoll – sind akkubetriebene Tischlampen. Sie sind kabellos und brennen mehrere Stunden lang. Positiver Nebeneffekt: Sie dienen bei Bedarf als Leselicht auf dem Sofa.

Fläche erweitern

Wer sagt, dass ein Beistelltisch Solist sein muss? Zwei Couchtische anstelle von einem geben dir mehr Spielraum zum Kreieren eines Stilllebens. Greife zu Modellen, die unterschiedlich hoch und breit sind. So kannst du sie ineinander stellen und zur Einheit machen. Unterschiedliche Materialien und Strukturen sind kein Problem.

Vor einer Wand wird das Tischchen zur Präsentationsfläche für Bilder. Bild: House Doctor
Vor einer Wand wird das Tischchen zur Präsentationsfläche für Bilder. Bild: House Doctor

Probier einmal den Beistelltisch oder gleich eine ganze Gruppe von Beistelltischen an die Wand zu stellen. Dort werden sie zum Display für Bilderrahmen und andere Skulpturen. Wenn du den Beistelltisch mit Kunstwerken versiehst, bekommt er automatisch die Hauptrolle.

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Pia Seidel
Pia Seidel
Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein


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