Weg mit dem Plastik im Garten

Weg mit dem Plastik im Garten

Carolin Teufelberger
Zürich, am 20.03.2019
Dass es in Supermärkten und Küchen nur so von Plastik wimmelt, ist momentan ein grosses Thema. Aber auch im Garten und auf dem Balkon ist der Kunststoff überall. Dabei sollten wir gerade in unserer grünen Oase auf Natürlichkeit setzen.

Das Wörtchen «Plastik» ist in aller Munde. In den letzten Jahren fiel der Kunststoff immer mehr in Ungnade, weil er gesundheitsschädigende Additive enthält und die Meere verschmutzt. Erst vor ein paar Tagen wurde in Indonesien ein Wal mit sechs Kilo Plastik im Bauch angespült. Solche Meldungen rütteln auf.

Ich merke, dass sich in den Köpfen meiner Freunde sowie in meinem eigenen was tut. Ich gehe immerhin mit der eigenen Tüte einkaufen, nehme mein Obst und Gemüse unverpackt mit und kaufe keine neue Tupperware mehr. Auch meine Redaktionskollegen beschäftigen sich mit dem Thema. Kollege Raphi hat sich erst kürzlich nach plastikfreien Alternativen für die Küche umgesehen. Kollegin Natalie will seit ihrem Besuch bei «Zero Waste»-Verfechterin Carla Opetnik Plastik aus ihrer Beauty-Routine verbannen.

So verbannst du *Plastik** aus der Küche
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Woran ich bislang kaum gedacht habe: Auch Garten und Balkon sind betroffen. Ironischerweise türmt sich gerade an dem Ort, der für viele von uns als Oase der Natur dient, das Plastik. Überall fliegen Verpackungen aus Kunststoff herum, auch Bioprodukte sind da nicht besser. Genau wie im Supermarkt, wo fast das gesamte Bio-Gemüse einzeln in Plastikfolie verpackt ist. Das muss nicht sein. Ich habe in unserem Sortiment nach Alternativen gesucht und habe auch in fast jedem Bereich etwas gefunden.

Werkzeug

Schöne Gärten und Balkone kommen nicht von ungefähr, in ihnen steckt viel Herzblut und Arbeit. Die meisten Gartenwerkzeuge haben aber einen hohen Gummianteil. Bei Handwerkzeug ist dieser oft im Griff zu finden. Setze daher lieber auf Schaufeln, Harken und Co. mit einem Holzstiel.

Blumentöpfe

Blumentöpfe geben deinen Pflanzen den letzten Schliff. Es gibt sie in allen möglichen Formen, Farben und Materialien, darunter auch Plastik. Auf diesen kannst du aber ganz einfach verzichten, weil Holz, Stein und Zement eh besser aussehen als die Töpfe aus Kunststoff.

Pflanzenschutz

Wer seine Pflänzchen pflegt und hegt, will sie auch vor äusseren Einflüssen schützen. Dabei kannst du auf natürliche Materialien zurückgreifen. Benutze natürliche Vliesstoffe oder Jute als Frostschutz. Schafwollvlies hält nicht nur deine Pflanzen warm, sondern schützt sie auch vor Schnecken. Auch Cortenstahl wirkt abschreckend auf die Weichtiere. Die geringe Menge an Kupfer im Material oxidiert durch den Schneckenschleim und bewirkt Hautirritationen bei dem Tier.

Samen und Pflanzschilder

Viele Samenverpackungen sind schon plastikfrei. Die von Gorilla Gardening sind es ganz bestimmt. Die Kärtchen kannst du einfach zerreissen und einpflanzen. Auch Pflanzschilder müssen keinen Plastikanteil enthalten. Nimm einfach solche aus Holz oder Kreidetafel.

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Anzucht

Wenn du deine Pflanzen selber anziehst, kannst du deine grünen Lieblinge nicht nur aufwachsen sehen. Du hast auch die freie Auswahl an Anzuchtgefässen. Greife auf biologisch abbaubare Töpfe zurück oder säe die Samen gleich im Beet, wenn es die Temperaturen erlauben.

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Gorilla Gardening Pflanzsack (Pflanzentopf rund, 40cm)

Blumenerde, Dünger und Setzlinge

Diese drei Dinge sind im Handel kaum ohne Kunststoffverpackung zu finden. Auch bei uns im Shop bin ich nicht fündig geworden. Im Gartencenter könntest du die Setzlinge immerhin aus dem Plastiktopf entfernen, sodass der Kunststoff im Handel bleibt. Die Lösung ist das aber auch nicht. Was hilft, ist selber machen. Kaufe keine Setzlinge, sondern ziehe deine Pflanzen selbst an. Dann kannst du die oben gezeigten Produkte verwenden. Für Dünger und Blumenerde kannst du auf deinen eigenen Kompost zurückgreifen.

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Wiederverwenden

Wenn du Plastik zu Hause hast, dann verwende diesen wieder, anstatt ihn nach einer Saison wegzuwerfen. Anzuchttöpfe kannst du mehr als nur einmal verwenden, deine Gartenwerkzeuge sowieso. Vor allem Gartenmaschinen sind kaum ohne Plastik zu bekommen und sollten daher so lange benutzt werden, bis sie nicht mehr funktionieren.

Habe ich etwas vergessen? Hast du das ultimative Alternativprodukt entdeckt? Oder hast du einfach eine Frage? Dann ab in die Kommentarspalte damit.

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Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger
Editor, Zürich
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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