Mit wenig Aufwand kannst auch du in deiner Küche viel Plastik sparen.
Mit wenig Aufwand kannst auch du in deiner Küche viel Plastik sparen.
Knowhow

So verbannst du Plastik aus der Küche

Raphael Knecht
Zürich, am 12.02.2019
Plastikbehälter dienen uns als Aufbewahrungs- oder Transportbehälter, sind aber schlecht für die Umwelt. Ich habe einige Tipps zusammengestellt, wie du deinen ökologischen Fussabdruck verkleinern und deine Küche von Plastik befreien kannst.

Praktisch sind sie, all die Möglichkeiten, die Plastik bietet. Aber Umweltschützern ist er ein grosser Dorn im Auge. Wenn sogar die hiesigen Grossverteiler für Plastiksäcke Geld zu verlangen beginnen, dann will das etwas heissen. Damit auch du deinen Beitrag leisten kannst, habe ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht, Plastik so gut es geht aus der Küche zu verbannen.

Weshalb alles in Plastikflaschen kaufen, wenn's auch umweltschonender geht?

Getränke

Ich kann nach wie vor nicht verstehen, weshalb Evian, Vittel und Co. ihr Wasser derart problemlos unter die Leute bringen. Come on, das Zeugs läuft in der Schweiz aus jedem Wasserhahn und schmeckt mindestens so gut. Daher meine Bitte an dich, die Plastikflaschen aus der Küche zu entfernen und wiederverwendbare Trinkgefässe für dein Wasser zu verwenden.

Kaffee

Klar, Kaffeekapseln sind praktisch. Sie existieren in diversen Geschmacksrichtungen und sind inzwischen für fast alle Maschinen verfügbar. Einige Hersteller setzen dabei auf Plastikkapseln, die ihren Beitrag zum Abfallberg in der Küche leisten. Mit einem Fair-Trade-Filterkaffee reduzierst du nicht nur deinen Plastikmüll, sondern tust der Umwelt auch etwas Gutes.

Gemüse und Früchte

Es gibt bestimmt auch ganz in deiner Nähe einen Markt, auf welchem du Obst und Gemüse frisch vom Bauern findest. Damit kaufst du keine unnötigen Plastikverpackungen, unterstützt die lokalen Unternehmen und verkleinerst deinen ökologischen Fussabdruck. Viele Bauern bieten ihre Waren auch im eigenen Hofladen an, meist frischer, gesünder und zu günstigeren Preisen als Grosshändler.

Auf Bauernmärkten findest du Obst und Gemüse unverpackt und frisch.

Glasbehälter

Anstatt dein Zeugs in Plastikgefässen im Kühlschrank zu lagern, verwende beim nächsten Mal Behältnisse aus Glas. Diese sind nicht nur schöner und sauberer anzusehen, sondern halten meist auch länger als jene aus Plastik. Du kannst sie nach jedem Gebrauch waschen und wiederverwenden. Sie schmelzen nicht, sehen auch nach mehrfachem Benutzen nicht schmutzig aus und reduzieren Plastikmüll.

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Holzschneidebretter

Viele meinen, Plastik- oder Kunststoffschneidebretter seien hygienischer und daher weniger keimanfällig. Blödsinn! Denn es gibt bis heute keine Studie, die belegt, dass die Dinger cleaner sind als ihre hölzernen Artgenossen. Im Gegenteil: Holz hat eine natürliche antibiotische Wirkung. Das war's mit Schneiden auf Plastik.

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Neuanschaffungen

Egal, ob die Spülbürste oder der Entsafter aus Plastik den Geist aufgegeben haben: Achte bei einer Neuanschaffung darauf, dass diese nicht aus Plastik besteht. Auch Strohhalme gibt's inzwischen aus Glas oder Edelstahl – diese können gewaschen und wiederverwendet werden. Wenn du zudem eine feste Küchenseife verwendest, entgehst du der Plastikflasche, in welcher sich die Flüssigseife normalerweise befindet.

Holz oder Edelstahl tut's auch – egal, ob Strohhalm, Entsafter oder Spülbürste.

Wachspapier

Der perfekte Ersatz für die Frischhaltefolie: sogenanntes Wachspapier. Wie der Name schon sagt, besteht dieses Papier vorwiegend aus Wachs sowie weiteren natürlichen Materialien und hält deine Ware ebenso frisch wie Alu- oder Klarsichtfolie. Ausserdem ist auch Wachspapier wiederverwendbar.

Wachspapier hält genauso frisch wie Plastikfolie, ist aber bedeutend umweltfreundlicher.

Ein kleiner Schritt für dich, ein grosser für die Umwelt

Wie du den obigen Beispielen entnehmen kannst, sind es keine einschneidenden Massnahmen, die dich den Plastikmüll in deiner Küche reduzieren lassen. Es sind Babysteps, mit denen du deinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kannst, ohne dass dabei irgendwelcher Komfort verloren geht. Und: Der erste Schritt ist jeweils der wichtigste – sobald du im Flow bist, kommt alles Weitere wie von selbst.

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Raphael Knecht
Raphael Knecht
Teamleader Editorial digitec, Zürich
Wenn ich nicht gerade haufenweise Süsses futtere, triffst du mich in irgendeiner Turnhalle an: Ich spiele und coache leidenschaftlich gerne Unihockey. An Regentagen schraube ich an meinen selbst zusammengestellten PCs, Robotern oder sonstigem Elektro-Spielzeug, wobei die Musik mein stetiger Begleiter ist. Ohne bergige Rennrad-Touren und intensive Langlauf-Sessions könnte ich nur schwer leben.

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