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Huawei vs. USA: Das jüngste Opfer im Handelskrieg und die Folgen

Der Entscheid aus dem weissen Haus ist gefallen: Amerikanische Firmen dürfen nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass Huawei per sofort nicht mehr auf Google Services zurückgreifen darf.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China, zwischen Donald Trump und Huawei, hat eine neue Dimension erreicht. Seit vergangenem Donnerstag ist der Name des chinesischen Konzerns auf der schwarzen Liste der US-Amerikaner. Amerikanische Firmen dürfen ab sofort keine Geschäfte mehr mit Huawei treiben.

Ab sofort verliert Huawei den Zugang zu Google Services und dem privilegierten Zugang zu frühen Builds des Betriebssystems Android. Aktuelle Geräte wie das Huawei P30 Pro sind nicht betroffen. Künftige Geräte könnten betroffen sein. Da die Situation sich aber erst noch entwickeln muss, ist das noch völlig unklar.

Am Freitag war noch unklar, wie stark Huawei von den Sanktionen betroffen sein wird, da das US-Handelsdepartment abklären wollte, ob bestehende Netzwerkbetriebe und bestehendes Netzwerkequipment beeinträchtigt sein könnte. Die Frage, wie stark Huawei vom Eintrag auf der Liste betroffen sein wird, war bis gestern Sonntag unklar.

Das Nachrichtenportal Bloomberg berichtet davon, dass Chiphersteller wie Intel, Qualcomm, Xilinx und Broadcom die Geschäfte mit Huawei einstellen werden. Dabei beruft sich das Portal auf nicht direkt identifizierte Quellen. Huawei hat hier den wohl bestmöglichen Ausgangsstandpunkt, da ihre Mobiltechnologie auf Kirin Systems-on-a-Chip (SoC), also dem Herzen eines jeden Tablets und Smartphones, läuft. Das Kirin SoC wird bei Huawei in-house entwickelt und verlässt sich nur bei den Einzelteilen auf Chiphersteller als Zulieferer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Huawei darf nicht mehr mit US-Firmen zusammenarbeiten
  • Huawei hat keinen Zugriff mehr auf Pre-Releases Androids
  • Huawei darf keine Google Services mehr fix verbauen, diese können aber von Usern nachgerüstet werden
  • Diese Sanktionen sind Teil eines längeren Handelskrieges mit den USA
  • Diese Sanktionen sind ein aktueller Zustand und können sich jederzeit wieder ändern
  • Aktuelle Huawei Phones laufen laut Google weiterhin wie gewohnt weiter mit Services und Updates
  • Huawei darf nach wie vor Android Phones bauen, muss aber bei der Entwicklung ohne den Support Googles auskommen, darf nur AOSP verwenden
  • Huawei arbeitet seit sechs Jahren an einem eigenen mobilen Betriebssystem. Weitere Details sind unbekannt
  • Wie künftige Huawei Phones und Tablets aussehen werden, ist unbekannt

20. Mai 2019: Google und Huawei bestätigen

In einem Tweet des offiziellen Android-Accounts bestätigt Google die Sanktionen.

For Huawei users' questions regarding our steps to comply w/ the recent US government actions: We assure you while we are complying with all US gov't requirements, services like Google Play & security from Google Play Protect will keep functioning on your existing Huawei device.
@Android, 20. Mai 2019

Übersetzung:

Zu den Fragen der Huawei-Nutzer in Bezug auf die jüngsten Aktionen der US-Regierung: Wir versichern euch, dass wir konform mit allen Anforderungen der Regierung gehen und Services wie Google Play und Security von Google Play Protect weiterhin auf euren Huawei-Geräten laufen werden"
@Android, 20. Mai 2019

Dies betrifft vermutlich auch die Geräte aus dem Hause Honor, denn Honor ist eine Tochter und/oder Schwester Huaweis.

Huawei bestätigt dies in einem Mail vom Morgen des 20. Mai 2019:

Huawei hat weltweit bedeutende Beiträge zur Entwicklung und zum Wachstum von Android geleistet. Wir haben als einer der globalen Key-Partner von Android eng mit ihrer Open Source Plattform gearbeitet, um ein Ecosystem zu entwickeln, von dem sowohl die Nutzer als auch die Industrie profitieren.

Huawei wird weiterhin Sicherheitsupdates und Services für alle bestehenden Huawei und Honor Smartphones sowie Tablets zur Verfügung stellen.

Das betrifft verkaufte und lagerhaltige Geräte weltweit. Wir werden weiter daran arbeiten ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten.
Pressemitteilung Huawei, 20. Mai 2019

Die Gegenwart: Alles nicht so wild? Oder doch?

Die Sanktionen gegen Huawei klingen erstmal vernichtend ernst. Doch das müssen sie nicht sein. Dato 20. Mai 2019 ist die Welt konfrontiert mit einer Situation, die sich erst noch entwickelt. Wie die Ereignisse des Konflikts zeigen, ist Gesagtes und offenbar Beschlossenes oft nur Säbelrasseln. Deadlines und Massnahmen werden als Abschreckung eingesetzt und nicht als etwas, das tatsächlich Konsequenz haben soll. Die jeweilige Gegenseite weiss das natürlich und kann so Druck ausüben oder auf einen Bluff spekulieren und abwarten, ob die Gegenseite die Drohung wahr macht.

Es kann also sein, dass Huawei ohne Googles direkten Support weiterarbeiten muss. Doch weder die US-Regierung noch China noch Google können Huawei die Möglichkeit, mit Android zu arbeiten, entziehen. Dies, weil Android ein inhärent offenes Betriebssystem ist. Jeder kann es anpassen, auch du.

Die Google Play Services, also der gesamte App-Store und dessen Integrationen und APIs hingegen trifft das hart. Sie werden möglicherweise auf Huawei Phones, aktuelle Geräte ausgenommen, nicht mehr zu finden sein. Doch die Services können einfach nachgerüstet werden.

Zukunftsvision I: AOSP für Huawei

Obwohl Huaweis Logo prominent in der PowerPoint-Präsentationen an Googles jährlichem Entwicklerkongress Google I/O erschienen ist, darf Google Huawei keinerlei Technologie mehr übergeben. Das bedeutet nicht, dass Huawei nicht mehr mit Android arbeiten darf. Android ist eine offene Plattform, die von jedem benutzt und verändert werden darf. Sprich: Jeder Entwickler hat Zugriff auf die Basisversion Androids, selbst wenn er nicht Pre-Releases aus dem Hause Googles erhält oder bei der Gestaltung neuer Features mit Google zusammenarbeitet.

Diese Basisversion heisst Android Open Source Project (AOSP).

Sollte Huawei weiter mit Android arbeiten wollen und sollten die Handelsgesetze weiterhin in der Form vom 20. Mai 2019 bestehen, dann muss Huawei auf AOSP aufbauen. Praktisch bedeutet das im Kontext der aktuellen Emui-Version:

  • Google Play Store wird entfernt, kann aber von Usern nachgerüstet werden
  • Google Security Updates werden nicht automatisch eingespielt
  • Google Services werden entfernt, können aber von Usern nachgerüstet werden
  • Google Apps sind nicht mehr vorinstalliert, können aber von Usern nachgerüstet werden
  • Updates werden wohl langsamer werden

Aktuelle Geräte sind laut Google von diesen Massnahmen nicht betroffen.

Zukunftsvision II: Huawei OS als dritter Player

Als dritter Kämpfer im Handelskrieg stellt sich Huawei den Regierungen. Die South China Morning Post hat am 27. April 2018 einen Artikel veröffentlicht, in dem Huawei bekanntgibt, dass sie seit sechs Jahren an einem eigenen mobilen Betriebssystem arbeiten. Wie dieses Betriebssystem heisst, funktioniert oder aussieht, ist am 20. Mai 2019 nicht bekannt.

Zukunftsvision III: Huawei US

Da die Zusammenarbeit Huaweis und Googles nur durch die Tatsache beeinträchtigt wird, dass Google in den USA sitzt und Huawei in China, kann Huawei eine Tochterfirma in den USA gründen. Diese juristische Person, das theoretische «Huawei US» wird dann die Entwicklerverträge mit Google abwickeln und rechtlich befindet sich dann alles auf US-Boden.

Dies ginge dann zumindest auch auf Papier mit Donald Trumps Plänen einher, den US-Arbeitsmarkt mit neuen Stellen zu beleben.

Kontext: Causa ZTE

Im Kontext des Handelskrieges zwischen den USA und China und Mobiltelefonherstellern bietet sich der Vergleich mit ZTE an. Der chinesische Hersteller ist im April 2018 auf die schwarze Liste gesetzt worden und durfte nicht mehr mit den USA zusammenarbeiten. Nur einen Monat später ist der Betrieb weitgehend eingestellt worden, bis der Name ZTEs im Juli wieder von der Liste verschwunden ist.

ZTE stand auf der schwarzen Liste, wurde dann aber entfernt
Politico

Nach vier Monaten aus dem Business, in der ZTE lediglich offene Aufträge und Rechnungen beglichen und dabei massiv Verluste eingefahren hat, ist ZTE wieder im Rennen und arbeitet an 5G-Technologie. Zudem ist Senator Joe Liebermann neu Lobbyist für den Konzern in Washington.

Laut South China Morning Post hat ZTE im ersten Halbjahr 2018 einen Verlust in Höhe von 1.1 Milliarden US-Dollar eingefahren. Im ersten Halbjahr 2019 werden Profite in Höhe von bis zu 260 Millionen US-Dollar erwartet.

Causa ZTE ist ein Beispiel dafür, wie sich eine Geschichte wie die Huaweis entwickeln kann, aber nicht muss. Ferner ist Huawei signifikant grösser als ZTE. Im letzten Finanzjahr der beiden Unternehmen, das ohne US-Interaktion ausgekommen ist, 2017, hat ZTE laut Reuters einen Profit von 723.52 Millionen US-Dollar eingefahren, während Huawei laut China Daily 7.55 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat.

Der US-Handelskrieg im Überblick: Die Fehde mit Trump

Die Sanktionen gegen Huawei gründen im fortwährenden Handelskrieg, den die USA unter Präsident Donald Trump gegen China führen. Experten sind sich nicht einig darüber, wie sinnvoll, nachhaltig oder schädlich dieser Krieg ist. Die Regierung Trumps hat bereits vor etwa drei Jahren mit den Säbeln in Richtung China gerasselt.

28. Juni 2016: «Der grösste Job-Diebstahl der Geschichte»

Während seiner Kampagne zur Wahl zum Präsidenten hat Donald Trump während einem Auftritt in Pennsylvania Pläne angekündigt, die gegen unfaire Handelspraktiken der Chinesen vorgehen sollen. Er hat Zölle angekündigt, die später den Chinesen auferlegt wurden.

Trump bezeichnet die Praktiken der Chinesen als «Grösster Job-Diebstahl in der Geschichte».

31. März 2017: Trump unterschreibt

Donald Trump, mittlerweile gewählter Präsident der vereinigten Staaten von Amerika, unterschreibt zwei Executive Orders – Durchführungsverordnungen –, die die Zollgebühren chinesischer Firmen stärker einfordern sollen. Vor allem subventionierter Handel und Anti-Dumping-Handel ist betroffen.

Die zweite Verordnung befiehlt eine Untersuchung: Die Gründe für das US-Handelsdefizit sollen ergründet werden.

7. April 2017: Donald Trump trifft Xi Jinping

Donald Trump trifft Xi Jinping im Ressort Mar-a-Lago
South China Morning Post

In einem Treffen in Donald Trumps Mar-a-Lago Ressort in Florida beschliessen Trump und der chinesische Ministerpräsident Xi Jinping eine 100tägige Phase der Gespräche über den Handel zwischen den zwei Ländern.

19. Juli 2017: Ernüchterung

Die Gespräche scheitern.

Ziel war, dass die beiden Nationen Wege finden, die Schulden der Amerikaner gegenüber den Chinesen zu reduzieren und die Schaffung neuer Schulden zu mindern.

14. August 2017: Section 301

Als erster Schlag gegen China beordert Donald Trump eine Untersuchung unter Section 301 der US-Handelslegislative. Section 301 berechtigt den Präsidenten der vereinigten Staaten jedes passende Mittel zu ergreifen, um Handelsbeziehungen abzubrechen, die internationale Handelsabkommen verletzen oder ungerechtfertigt, unvernünftig oder diskriminierend sind oder den Handel der USA belasten oder behindern.

17. Januar 2018: Die Busse

Donald Trump kündigt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an, China mit «einer Busse» zu belegen. Hintergrund sind Anschuldigungen über den Diebstahl geistigen Eigentums. Beweise, Details oder konkrete Indizien liefert Trump im Interview nicht.

Donald Trump während dem Oval Office Interview
flickr.com

«Es ist nicht nur China. China ist nur das grösste. Es sind alle», sagt Donald Trump im Interview.

22. Januar 2018: Waschmaschinen werden verzollt

Die Regierung Trumps belegt importierte Waschmaschinen und Solarpanels mit Zöllen. Das betrifft nicht nur Waschmaschinen und Solarpanels aus China, sondern alle Waschmaschinen und Solarpanels, die importiert werden.

8. März 2018: Stahl und Aluminium werden teurer

Die Regierung Trumps beschliesst weitere Zölle. Importierter Stahl wird mit 25% Zoll belegt, Aluminium mit 10%. Auch diese Zölle betreffen den gesamten importierten Stahl und alles Aluminium, nicht nur das aus China.

2. April 2018: China schlägt zurück

China beschliesst Zölle von bis zu 25% auf 128 amerikanische Produkte

3. April 2018: Der Konflikt erhitzt sich

Die USA beschliessen Zölle von 25% auf Waren im Wert von 50 Milliarden US Dollar.

4. April 2018: China ist dran

China beschliesst Zölle auf US-Waren im Wert von 50 Milliarden US-Dollar.

16. April 2018: ZTE wird getroffen

Der Mobilfunkhersteller ZTE wird auf dieselbe schwarze Liste gesetzt, auf der Huawei neu auch ist. Dies, weil der Hersteller laut South China Morning Post zugegeben hat, dass er Technologie an den Iran verkauft hat. Laut den USA ein Vergehen gegen den Handel unter Section 301.

27. April 2018: Huawei überrascht

Die South China Morning Post veröffentlicht, dass Huawei seit sechs Jahren an einem mobilen Betriebssystem arbeitet, das im Notfall Android ersetzen soll.

ZTE malt schwarz

Bloomberg berichtet, dass ZTE den Betrieb mit 80 000 Mitarbeitern weitgehend eingestellt hat. Alle offenen Aufträge werden beglichen, was danach kommt, sei unbekannt.

15. Juni 2018: Eine Deadline am Horizont

Die USA setzen ein Umsetzungsdatum der Zollverordnungen. Ab dem 6. Juli gelten Zollerhebungen von 25% auf Waren im Wert 34 Milliarden US-Dollar. Ebenfalls werden die Zollgebühren für weitere 16 Milliarden Dollar schwere Waren geltend.

China erhebt in der Folge Zölle auf Waren aus den USA im Wert von 34 Milliarden US-Dollar.

10. Juli 2018: Weitere Zölle

Die USA veröffentlichen Pläne, die Zollgebühren von 10% auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar erheben sollen.

13. Juli 2018: ZTE darf wieder mit den USA

The Verge berichtet, dass ZTE von der schwarzen Liste entfernt worden ist.

1. August 2018: Donald Trump schreitet ein

US-Präsident Donald Trump
USA Today

Donald Trump befiehlt, dass die am 10. Juli angekündigten 10% der Zölle auf die chinesischen Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar auf 25% angehoben werden sollen.

7. August 2018: Eine weitere Runde

Ein Muster spielt sich ein. Die USA veröffentlicht eine Liste, auf der chinesische Produkte stehen, die mit 25% Zoll belegt sind. Warenwert: 16 Milliarden US-Dollar.

China belegt US-Produkte mit Zöllen. Warenwert: 16 Milliarden US-Dollar.

23. August 2018: Zollbestimmungen werden aktiv

Die Zollbestimmungen über die Listen vom 7. August werden umgesetzt.

7. September 2018: Neue Drohungen

Präsident Donald Trump droht weitere Zölle über Waren im Wert von 267 Milliarden US-Dollar an.

24. September 2018: Noch eine weitere Runde

Die USA bestimmen 10% Zoll auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Die Regierung kündigt an, dass die Zölle am 1. Januar 2019 auf 25% steigen werden.

China schlägt mit Zöllen auf Waren im Wert von 60 Milliarden US-Dollar zurück.

1. Dezember 2018: Die USA und China reden miteinander

Die USA und China einigen sich auf 90 Tage, in denen beiden Nationen darauf verzichten, neue Zollerhebungen zu beschliessen. Donald Trump gibt sich damit einverstanden, die Zölle, die am 1. Januar zu erhöht werden sollen, bis März 2019 nicht zu erhöhen. Bis dahin wollen China und die USA Gespräche halten. China gibt sich damit einverstanden, «eine sehr bedeutende Menge» Waren aus den USA zu kaufen.

24. Februar 2019: Trump bricht sein Wort

Donald Trump beschliesst, die Zollgebühren am 1. März 2019 nicht zu erhöhen. Die Drohung, die Gebühren zu erhöhen, bleibt aber bestehen, hat aber kein Umsetzungsdatum.

5. Mai 2019: Trump droht

Donald Trump kündigt an, dass die Zollgebühren am 10. Mai 2019 auf Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10% auf 25% erhöht werden.

8. Mai 2019: Die Drohung wird offiziell

Die Regierung Trumps kündigt amtlich an, dass die Zollgebühren am 10. Mai 2019 auf Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10% auf 25% erhöht werden. Reuters berichtet, dass China die meisten Zusicherungen aus den Gesprächen mit den USA nicht mehr als bindend ansieht.

16. Mai 2019: Zweiter Schlag gegen Huawei

Die Regierung Trumps setzt das chinesische Unternehmen Huawei auf die schwarze Liste. Ab sofort ist es US-amerikanischen Unternehmen nicht mehr erlaubt, mit Huawei Geschäfte zu machen.

17. Mai 2019: Hoffnung für Huawei

Die US-Handelskammer prüft, ob die neuesten Sanktionen gegen Huawei bestehende Netzwerke oder Infrastrukturen empfindlich stören würden.

19. Mai 2019: Huawei ohne Android

Google darf nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten. Huawei bleibt die Ausweichmöglichkeit, auf die freie Version Androids AOSP zurückzugreifen und weitere Android-Versionen mit ihrer Benutzeroberfläche Emui sowie weiteren proprietären Features so zu bauen.

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Dominik Bärlocher, Zürich

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124 Kommentare

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User fluxxis

Ihr habt echt ein geiles Content Marketing. So zügig einen der besten Berichte zu dem Thema aufzusetzen, Respekt.

Zum Thema selber, kurz- bis mittelfristig heisst es für Huawei User und Fans wohl abwarten und Tee trinken, es handelt sich um den aktuellen Status Quo und kann sich in ein paar Monaten auch wieder zum guten ändern. Falls nicht gehe ich davon aus, dass Huawei eine auf AOSP basierte Android Variante unter eigener Führung entwickelt (Kirin OS war ja mal im Gespäch). Ein komplett eigenes System ohne Kompatibilität zu Android bzw. dem zugehörigen App-Angebot ist auch für einen grossen Player wie Huawei unrealistisch, spätestens ab der Mittelklasse kommt man ohne das volle App-Angebot nicht mehr weit.

Für Kunden bleibt es ärgerlich, insbesondere, dass es nicht nur US Kunden trifft, sondern weltweit alle Kunden. Traurig, wie Firmen aber auch Kunden so zum Spielball von nationalen Interessen werden. Aber das ist ein politisches Thema, aus dem wir uns hier auf der Seite besser heraus halten.

20.05.2019
User Figumari

Ein komplett eigenes System ohne Kompatibilität zu Android wäre jedoch wünschenswert. Und ganz so unrealistisch muss diese Vorstellung gar nicht sein (vor allem auf dem chinesischen Markt). Konkurrenz belebt den Markt. Und den Amis ein kleiner Teil ihrer Weltherrschaft zu entreissen täte vielleicht auch gut.

20.05.2019
User DifferentRob

Huawei wird sich wohl an Android halten, ein eigenes Ökosystem für die Welt aufzustellen, gegen 2 hoch etablierte Systeme? Samsung hat das vor gut 10 Jahren mit Bada (als alles noch etwas einfacher gewesen wäre) bereits versucht. Knappe 3 Jahre später beerdigte Samsung den Alleingang und setzte fortan wieder ausschliesslich auf Android.

Interessanter dürfte eher werden, was Google mit Android anstellt oder mit dem Nachfolger geplant hat.

20.05.2019
User geryscherz

@Figumari
Ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln kann man schon. Aber Android und das ganze Ökosystem und die Services hat über 15 Jahre gebraucht.
Microsoft hat es ja mit Miliarden versucht. Und sie haben es nicht geschafft und das Handtuch geworfen.

21.05.2019
User morgulbrut

Mein nächstes Handy läuft auf Debian. Weiss zwar noch nicht wann genau es kommt, aber es wird kommen ;).

Und als grosser Player wie Huawei, wäre es ggf. sogar interessant, sowas wie LineageOS formerly known as CyanogenMod von Haus aus mitzuliefern, eine doch recht gut gereifte Android Distro:

1. Die Manpower, die sowieso in die Anpassung des Systems geht, in die Weiterentwicklung von LineageOS stecken.
2. Ein geiler Siech sein für ein viele Android Fans. LineageOS ist nun mal alles was Android gut macht, plus noch was oben drauf minus Google. Etwas von dem wir alle profitiern könnten.
3. ...
4. Profit

21.05.2019
User Figumari

Ihr dürft nicht vergessen, dass Huawei schon seit mehr als sechs Jahren an einem eigenen Betriebssystem arbeitet.

Microsoft ist auch amerikanisch.
Ob im Play Store, im App Store, Amazon Store oder im Windows Store, jede App, sei sie aus der Schweiz oder aus China, muss von den Amerikanern genehmigt werden. Sonst darf sie nicht in den Store. Ich denke, die Chinesen werden dafür eigene Pläne haben.

Und was übrigens vor 10 Jahren nicht geklappt hat, muss nicht heissen, dass es heute auch nicht klappt.
Man bedenke die Entwicklung der Progressiven Web Apps, Hybrid-Apps, etc. Das könnte alles in die Hände von Huawei spielen.

21.05.2019
Antworten
User david-cslu

Unglaublich. Die Chinesen sollte mal für ein paar Monate 500% Export-Zoll auf sämtliche Chips & Bauteile erheben, die für US-Firmen hergestellt/geliefert werden. Mal sehen wie schnell Apple & Co dem Trump das Weisse Haus einrennen.

20.05.2019
User Dakine808

Ja wenn das die chinesische Regierung wirklich macht, dann rennen die chinesischen Firmen die Türen von Jinping ein...

21.05.2019
User geryscherz

Habt ihr schon mal überlegt, warum wir keine Amerikanischen Produkte (Waren) kaufen bzw. haben... weil die gar keine Produkte mehr herstellen.
...
Hey jetzt habe ich gerade nachgeschaut! Ich habe einen Bostitch! Da steht voll "Made in USA"... :-)
...

21.05.2019
User david-cslu

@Dakine808
Die Frage ist nur wer den längeren Atem hat: Das chinesische Regime das ein paar Millionen Wanderarbeiter günstig durchfüttern muss, oder die USA, denen der ganze wohlstandsverwöhnte Tech-Sektor zusammenbricht.

21.05.2019
User The VoIPer

Wie auch immer, auch bei einem Handelskrieg gibt es in der Regel nur Verlierer.

21.05.2019
User Digitalus

dakine808 Wie 89, auf dem Platz des himmlischen Frieden ??

23.05.2019
Antworten
User RO-Mey-Sa

Das kommt mir vor wie im zweiten Weltkrieg, einer schreit und das Volk lässt sich blenden und schreit mit. Erst später merken alle, dass man einem Blender gefolgt ist. Glaubt wirklich jemand das wir von den USA nicht kontrolliert und bespitzelt werden. Ob China oder USA, wir werden kontrolliert. Angriff auf China und den Rest der Welt ist anscheinend das beste Mittel um von den eigenen Vorhaben und Fehlern ab zu lenken. Herdentrieb scheint immer noch zu klappen.

20.05.2019
User Beni.Frei

der unterschied ist das china eine kommunistische diktatur ist welche mit panzern gegen friedliche proteste ausrückt.

unter diesen könntest du diese meinung nicht mal haben.

also ist mir die USA ehrlich gesagt liebeer

20.05.2019
User sitcom

Mir ist die USA trotz allem auch noch lieber als die Chinesen. Wenn es um totale Überwachung geht kennen die Chinesen nichts und dort Werden die Bürger landesweit mit einem System bewertet, wer mehr Punkte hat, findet schneller Jobs und Wohnungen, wer wenig hat, darf nicht mal das Land verlassen.

21.05.2019
User Arturion2006

Zu dem Thema: wusstet ihr dass es in China bereits 300 Millionen öffentliche Kameras gibt? Und dass noch weitere 400 Millionen in den nächsten Monaten aufgestellt werden? So unglaublich das klingt aber es gibt dort eine vehemente Christenverfolgung. Pastoren werden zur Fahndung ausgeschrieben und müssen sich im Untergrund bewegen weil sie durch die Kameras in durchschnittlich 7 Minuten vom System aufgespürt werden können! Und was passiert wenn sie erwischt werden... muss ich hier ja nicht beschreiben oder? Na, wenn das nicht mal ein echter BIG Brother ist... Ich mag Trump auch nicht aber der wird ja auch nicht mehr lange Präsident sein, und dann weht hoffentlich wieder ein anderer Wind in den USA. Die sind ja dort hoffentlich lernfähig.

Und zur Artikel ist einfach nur gut. Kurz und knapp die Fakten dargestellt in einer Weise die es sogar noch interessant macht. Danke dafür!

21.05.2019
User faniqu

@Sitcom, du warst wohl noch nie in China...

21.05.2019
User The VoIPer

Ich weiss echt nicht, was schlimmer ist: Wenn Politiker sich in die Wirtschaft einmischen, oder umgekehrt. Verlieren wird wohl immer der Mittelstand. Aber beim aktuellen Thema geht es ja nicht darum, welche Regierung ihr Volk mehr bespitzelt, sondern um reine Machtausübung. Und da finde ich schon relevant, wer jeweils den ersten Schrittmacht. Aus dem Bericht von DB geht klar hervor, dass in diesem Fall die Amis die Aggressoren sind, unter Vortäuschung einer nicht nachvollziehbaren Verteidigung. Nochmals: Niemand hat Amerikanische Firmen dazu gezwungen, den grössten Teil ihrer Produktion in Billiglohnländer zu verlegen. Man muss sich entscheiden, ob man am Handelsgewinn / Patenten odder an der Produktion Geld verdienen will. Nicht nur die USA, sondern die gesamte westliche Wirtschaft (und auch Japan) hat sich entschieden, die Billiglohnländer auszunutzen. Und nun kommt der Boomerang, und alle heulen auf - Amerika zuerst...

21.05.2019
Antworten
User Anonymous

China sollte den Fertigern wie Foxconn verbieten Apple, Microsoft, HP, etc -Produkte zu fertigen, mal sehen wie schnell die USA dann anfängt zu jammern!

Bisher hat die USA auch noch keinen Beweis erbracht das Huawei spioniert oder mit der Regierung arbeitet, dafür wurde nun der Beweis erbracht das US Unternehmen von der US Regierung gesteuert werden können.

20.05.2019
User gm5star

So einfach ist das auch nicht. In diesen Fabriken sind Millionen von Chinesen angestellt. Chinesen die dank stetigem Wachsum zufrieden bei der Stange gehalten werden. Wenn die alle nichts mehr zu tun haben wird das auch ein innenpolitisches Problem für China. Falls es wirklich zu einem Handelskrieg kommen würde kanns eigentlich auf ganzer Ebene nur Verlierer geben. Und zwar Millionen von Verlierern, alles solche die aber eigentlich nicht daran Schuld sind was diese Affen da oben in der Politik abziehen.

20.05.2019
User Anonymous

Das hat die USA bei ZTE auch nicht interessiert, da wurden am Ende 80'000 Stellen gekündigt.

Sobald das neue iPhone kommt sollte China Foxconn anweisen es nicht zu fertigen für 2 - 4 Wochen, mal sehen wie schnell Trump seine Meinung ändert.

Oder da die Chinesen 65% des Silizium Marktes ausmachen, einfach mal kein Silizium an die Amis verkaufen für eine Weile.

Dann geht Intel, Qualcomm, TSCM etc paar Milliarden flöten oder dürfen es teuer wo anders einkaufen.

Ich hoffe nur die Amis sind nicht so dämlich den Deppen noch mal zu wählen!

20.05.2019
User BosnaMaster

Nur das Foxconn in Taiwan liegt und die sehen sich als eigenständiges Land, haben glaube auch eine eigene Währung/Flagge.

China sieht das natürlich etwas anders. ;-) So oder so ist die Situation für alle Beteiligten schei..e. China kann in EU/USA alles aufkaufen, kaufe mal als Ausländer in China ein Unternehmen auf, oder kriege Aufträge in China ohne Chinesen zu beschäftigen und dein KnowHow zu teilen. Vergiss es. Ist so freie Marktwirtschaft, die China immer verspricht? Auf der einen Seite kann ich die Schritte der USA echt nachvollziehen.

Strafzölle, Abzug Unternehmen, Arbeitslose, ect. Ähnlich wie Japan vor 30 Jahren, die haben sich bis heute von dem "Schlag" damals nicht ganz erholt.

Wachstum boom wird auch in China platzen, wird ja auch immer kleiner. Unternehmen ziehen dann Geld ab, wechseln es dann wieder in Dollar und nehmen die Fetten Gewinne der letzten Jahre mit. China kann keine Dollar beliebig drucken, Schulden werden grösser, eigene Geldreserven immer kleiner. Also ich sehe das echt USA/Europa am längeren Hebel.

20.05.2019
User Dakine808

Aus sich von China ist Tawain ein Teil Chinas. Tawain muss sich der Tyrannei von China beugen. Das heisst ob Foxconn von den Exportzöllen betroffen würde ist nicht klar. Auf jeden fall ist es absurd so etwas vorzuschlagen. China ist mehr auf den Export von iPhones angewiesen als die USA auf deren Import. Und zu Trump: Trump ist ein ganz kleiner Faktor in einem kaputten System. Und er ist definitv kein Depp. Jeder der den Präsident der USA als Deppen bezeichnet in irgend einem Internetforum ist selber der viel grössere Depp.

21.05.2019
User david-cslu

@BosnaMaster
Foxconn ist eine Taiwanesische Firma, aber die Fabriken von Foxconn liegen zu einem grossen Teil in China. D.h. China könnte da sehr wohl etwas machen, Taiwan hin oder her.

21.05.2019
Antworten
User Len0xy

"Aber du hast angefangen!"
"Nein, du!"

20.05.2019
User Arturion2006

"Beide in die Ecke! Und schämt euch mal bis heute Abend! "

21.05.2019
Antworten
User Mephi

Danke, dass Ihr euch der Thematik so schnell angenommen habt.

20.05.2019
User yukun

TALK IS CHEAP, SHOW ME THE EVIDENCE: USA blacklist Huawei for 'fears the company "could" undermine US national security or foreign policy interests' ------ Huawei is banned for "it may", no reason, no evidence, even this "may" is after Huawei promised to open access to source code for government review, let it alone Huawei has already been banned to sell any piece of 5G/mobile devices in US long ago, so how Huawei harms US interest without device? by magic? In my memory, it is the first time America shamelessly bans a company for presumption of guilt. America abandoned free market rules, it is clear because the lead in 5G/tele is Huawei, and Huawei is NOT America company. The blacklist will disappear, if only US leads the way in all technical fields. This is exactly what US want to get in the talk with China ---- give up any attempt to develop technology that better than US company, no fair competition here.

THE SAME THING TO EU&Swiss

IF TODAY IS HUAWEI, WHAT ABOUT TOMORROW?
ABB? Benz? Nestlé?

Trump gives six months to Europe for negotiation, what will happen after six months? "if you don't obey and step back from cutting-edge technology, I blacklist you for 'possible/maybe/could/my thought be harmful to US'". EU&SWISS rely on US companies to more extend, Google, facebook, Apple, etc. Revolt is painful

Fair competition is died, more conflicts is on the way. European would better support open-source and your own country' s companies.

20.05.2019
User yukun

UPDATE: Dji is the next one:
edition.cnn.com/2019/05/20/...

key words (again): 'strong concerns', 'may be sending sensitive data'.

Great Job! but if I remember correctly, US air force buy Dji drones for years, and they are still on service now. DHS you really need to take over the job from army, how those stupid military couldn't find it after evaluating Dji for years!
defenseworld.net/news/23420...

By the way, Dji takes 74% of global civilian drone market, and the same dominant market shares in America. If US really bans Dji, drones market will crash immediately, there is no substitute to it. People who bought Dji, you 'may' be banned by US soon.

Trump: BRING STONE AGE BACK AGAIN! And thanks EU for your accompanying!

21.05.2019
Antworten
User raffaeleda

Finds so Hammer von euch dass ihr so zügig einen Bericht dazu bringt.

20.05.2019
User Mr. Digitec

Jemand intresse an eine Huawei Mate 20 Pro. 😂✌️

20.05.2019
User josia.langhart

Geht mir auch so... 😅😥

20.05.2019
User marcelcarn

Ja fürn Fuffi sofort. ;-)

20.05.2019
User Mr. Digitec

Marcelcam wir sind hier nicht auf dem Türkischen Basar.😂

20.05.2019
User marcelcarn

Viel mehr wirds nicht mehr dafür geben.
Ohne Sicherheitsupdates und ohne Androidupdates ist das
bestenfalls ein im Moment funktionierender Briefbeschwerer.
Sorry, aber keiner zahlt dafür noch Geld.

21.05.2019
User Arturion2006

Also das hast Du wohl falsch verstanden. DIe Sicherheitsupdates und so weiter werden immer noch geliefert. Aber ich beiss mir in den Allerwertesten dass ich mit dem Kauf nicht noch gewartet habe bis das hier so eskaliert... Ich würd auf jeden Fall JETZT ein Huawei Handy kaufen. Schon alleine aus Protest gegen Trumps Destro-Politik!!!

21.05.2019
Antworten
User kindasport

Ich glaube die Suppe wird hier heisser gekocht als sie ist. In zwei Wochen kann alles wieder ganz anders aussehen.
Zudem kann Huawei jetzt mal beweisen was sie wirklich drauf haben und ihr eigenes OS bringen von dem sie ja selbst sprechen. Nur ist es mit dem OS selbst nicht getan. Da braucht's ein Ökosystem und Entwicklungswerkzeuge.. Bietet aber auch Chancen.

20.05.2019
User Eigor

Naja - dass Huawei hervorragende Smartphone bauen können, müssen sie wohl nicht mehr beweisen. Und was das Betriebssystem angeht, so darf man ihnen ruhig noch ein paar Jahre Zeit geben. Schliesslich wurde Android und Apple iOS auch nicht an einem Tag erfunden. Aber wie du richtig sagst, kann dieser 'Handelskrieg' eine Chance sein, sich autonom zu entwickeln.

Viel mehr beschäftigt mich zurzeit aber die Frage, wieso praktisch jeder Mensch Huawei falsch ausspricht. Man sagt (trommelwirbel) - W(u)awei!

Klingt auch logischer und asiatischer. XD

20.05.2019
User geryscherz

@Eigor
Ich habe es im Google Translate "reingesprochen". Englsch --> Chinesisch
Süss wie sie das sagt... Ja es ist eher ein W(u). Kein H. Aber mein Chinesisch versteht er (sie) nicht.. :-)

21.05.2019
User Eigor

@Geryscherz
Es gibt auf Youtube Videos, wo die Thematik mit der richtigen Aussprache behandelt wird. Ich habe mir vor zwei Monaten selber ein Huawei Smartphone gekauft und wollte mir wenigstens in diesem Aspekt sicher sein.

Merkwürdigerweise wird Huawei aber auch in (einigen) Fernsehwerbungen falsch bzw. verfälscht ausgesprochen.

21.05.2019
Antworten
User account

Interessanter Artikel - und das dann auch noch so schnell. Gut gemacht @Dominik Bärlocher.

20.05.2019
User fumo

Das die User die Google-Play Dienste selber nachrüsten können stimmt so nicht ganz. Technisch gesehen, ja. Lizenztechnisch gesehen, nein. Jedes Androidgerät das ab Werk die Google-Play Dienste beinhaltet ist Lizenzpflichtig, diese Lizenz kostete mal 15$, mag sich aber auch geändert haben.
Das heisst wenn ab Werk kein Play-store drauf ist, ist es aus Lizenzgründen "illegal" es manuell drauf zu laden.

20.05.2019
User gm5star

Absolut, und könnte natürlich technisch auch unterbunden werden. Und für die allgemeine Masse ist Rooting und Jailbreaking sowieso keine Lösung wenn das dann z.B. nötig sein würde.

20.05.2019
User malkovich

Google play läuft weiterhin auf den aktuellen Geräten. Allerdings werden die Google Apps wir Gmail, Google Maps, Google Assistant etc demnächst deaktiviert. In England hat’s offenbar schon angefangen.

20.05.2019
Antworten
User Darklingking

besser recherchiert als die Schweizer Tagesschau !!!

Die wussten nicht dass huawei seit 6 Jahren an einem eigenen Betriebssystem arbeiten .. und dass Android ein Opensource Betriebssystem ist, wussten sie auch nicht !...

20.05.2019
User urswuergler

@ Darklingking: als 'open source' würde ich Android nicht unbedingt nennen. Google bezahlt enorme Summen an Microsoft, um gewisse Technologien einsetzen zu können. 'open source' in dem Sinn, dass ich es downloaden, moden und dann einfach (kommerziell) weiter verwenden kann, ist Android nicht. Und genau das ist auch das Problem, wenn jemand selbst ein OS aushecken möchte - man braucht früher oder später Technologien, die man lizenzieren muss. Es ist sehr aufwändig und nur für einen Giganten mit Millionen von installierten Clients lohnend.

21.05.2019
User Darklingking

@Urs
danke für den Hinweis, aber das ist mir sehr wohl bewusst... Der Hinweis galt dem bericht der Tagesschau ...

Huawei könnte aber mit der OpenSource und einer riesgen Menge von eigenem Effort ein wahrscheindlich nicht wettbewebsfähiges aber anständiges Betriebssystem hinkriegen !

--> das hoff ich aber nicht. google ist eine firma die genau so am chinesischen Markt interessiert ist wie die Chinesen an Android und den Services von google --> und jene sind ja am verhandeln, ich hoffe das Beste !

22.05.2019
User comsulting

Google könnte ja ihren Hauptsitz nach Europa verlegen ;)

24.05.2019
Antworten
User Ralf.J

@Dominik Bärlocher, das eigene Tagesangebot sollte man schon kennen ;) Huawei Matebook 13 mit Windows 10 ;)

20.05.2019
User renatorichina

Zukunftsvision III find ich ja "lustig" - also wenn es so einfach wäre, hätte Huawei wohl schon längst eine Tocherfirma in den USA gegründet. Ich finde es halt schade und nervig, dass mein 3 Monate altes Flagschiff P30 Pro mit hoher Sicherheit nie Android Q bekommen wird. Da hätte ich mir auch gleich ein Mittelklassemodell holen können, dass ich dann alle paar Monate auf den neuesten Stand bringe durch Neukauf eines Gerätes. Und wenn mein P30 mal futsch ist oder ausgetauscht werden muss, so hat man dann genau noch die Wahl zwischen Apple oder Samsung. Andere chinesische Hersteller via Xioami, Oppo, etc sind von ähnlichen Sanktionen aus dem "freien Land" nicht gefeiht und Hersteller wie HTC, LG und Sony sind längst weg vom Fenster mit ihren Marktanteilen (nicht zuletzt infolge verfehlter Produkte- und Updatepolitik)

20.05.2019
User Anonymous

Nicht zu vergessen: 1. Dez. 2018 Vancouver Airport --> Die Tochter des Huawei-Chefs wird in der Transitzone verhaftet, durch Canada-Forces (und anscheinend auch CIA) [en.wikipedia.org/wiki/Meng_...]. Trudeau der Chef Kanadas hatte nicht den Rücken, den seitens Trump so forcierten Zugriffs zu verzögern/verhindern. Auch er machte die Marionette. Und sagte letztlich er habe von gar nichts gewusst und Kanada habe gar nichts getan.
Meng, welche im tw Westen studierte und auch tw da lebte (mehrere Häuser in Vancouver) ist nicht nur Tochter des Chefs - sondern auch die CFO der Huawei. Und da Trump ja Huawei kaputt und klein brechen will, krallte er sich das erste Mitglied der Huawei-Führung. Leider alles wie in einem schlechten Film - denn unterdessen hat China einige Kanadier wg Spionage festgenommen.
Das wusste Trump - aber sind ja nur Kanadier. Ihm doch egal.
Er zerstört die Welt und wir zahlen dafür. Hoffen wir auf ein baldiges Impeachment gegen diesen Schaumschläger, damit wieder Anstand und Sitten herrschen (alles relativ besehen). Dieser eine Mann kann uns den Planeten kosten.

20.05.2019
User Arturion2006

Du sagts es!!! Endlich spricht mal jemand aus (oder schreibt) was ich schon lange denke. Können wir in Europa nicht eine Anti-Trump-Initiative gründen? Er hat bisher schon so viel kaputt gemacht. Das darf nicht so weiter gehen! Ich hoffe, dass Mr. Trump das hier liest, und wenn ich demnächst vom amerikanischen Geheimdienst hier in der Schweiz verhaftet werde erinnern sich hoffentlich alle hier daran dass es sich nur auf diese Antwort hier begründet. Also klingt jetzt krass, aber zuzutrauen wäre es denen ja irgendwie... die Welt ist nicht mehr sicher, überall Terroristen....

21.05.2019
User elcubanito

Und was träumst du in der Nacht?

22.05.2019
Antworten
User Patrick S. aus B.

Gibt es eigentlich auch nur einen einzigen stichhaltigen Beweis, dass Huawei für die chinesische Regierung spioniert? Oder ist das ein amerikanischer Beweis von der Sorte "Massenvernichtungswaffen im Irak"? Wenn ein US-Präsident eine ausländische Firma wie Huawei auf eine schwarze Liste setzt, dann stellt man sich doch naiverweise vor, dass die erhobenen Vorwürfe nachprüfbar sind. Vielleicht ist aber der ursprüngliche Bloomberg-Bericht schlicht und ergreifend nur ein Mittel zum Zweck (kurzfristiger massiver Kursverlust, Drohkulisse) und die angeblichen "reiskorngrossen SuperMicro-Spionagechips" sind eine reine Erfindung?

Interessant wird hier auch sein, wie andere US-Firmen wie z.B. Microsoft auf diese schwarze Liste reagieren. Und wie lange es gehen wird, bis auch die allerletzten Amerikaner merken, dass die am meisten Leidtragenden einmal mehr sie selber sind. Denn sie zahlen letztendlich die höheren Zölle. Auf Waschmaschinen und vielen anderen Produkten ihres Alltags.

21.05.2019
User srdjan91

Hi. Nein, es gibt bislang keinen Einzigen Beweis für die Spionage-Vorwürfe (anders als bei Amerikanischne Unternehmen wie z.B. Cisco, wo man schon Backdoors in den Netzwerk-Geräten gefunden hat).

Huawei wurde vielfach sehr ausführlich kontrolliert und ist selbst dafür sehr offen und transparent. Ein spannendes Interview wurde von Golem.de geführt. Siehe Video: golem.de/news/us-blacklist-...

21.05.2019
User Sebielele

Nicht direkt Huawai sondern ein Software Zulieferer (2016). In Anbetracht des Chinesischen Social Credit Score kann sich jeder selber eine Meinung bilden. faz.net/aktuell/wirtschaft/...

21.05.2019
User Patrick S. aus B.

@Sebielele: «...Huawei hat dementiert, dass Shanghai Adups „auf unserer Lieferantenliste steht. Wir pflegen zu dem Unternehmen keinerlei geschäftliche Beziehungen, egal in welcher Form"...» Im FAZ-Artikel ist auch von Software auf Handys die Rede. Nicht von einem Hardware-Chip auf Server-Platinen, wie dies von Bloomberg behauptet wird. Es dürfte wohl nicht wahnsinnig schwierig sein, solche Software (und deren Datenverkehr) zu entdecken und zu verhindern.

21.05.2019
Antworten
User Darklingking

suuper artikel! danke
halte uns auf dem Laufenden !!

20.05.2019
User gm5star

Hauwei US, vergisst es. Huawei ist der Inbegriff eines chinesischen Technunternehmens und das es mit der Regierung verbandelt ist ist nicht abzustreiten (was aber nicht heisst, das die Spionagevorwürfe stimmen). Da müsste das ganze Unternehmen nach USA zügeln und nur noch in China produzieren, wie Apple es macht. Dazu wird es nie und nimmer kommen. Zudem ist für Huawei selbstverständlich auch der eigene Markt wichtig, eigentlich der wichtigste.

20.05.2019
User Lawn-Mower-Man

Naja es ist halt immer noch das alte Denken bei gewissen Personen da.
Wenn zwei das gleiche tun, ist es nur dem "guten" erlaubt und der "böse" wird bestraft...

Abwarten und Tee trinken!

20.05.2019
User reecube

Sieht wohl so aus, als müsste die Schweiz selbst ein neutrales mobiles Betriebssystem entwickeln. Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder ;)

Auf jeden Fall vielen Dank für diesen super Bericht! Alles gut und einfach zusammengetragen, so machen News spass :)

20.05.2019
User Valie Varda

danke vielmals

20.05.2019
User SlimPress

Wollte mir heute ein MateBook X pro kaufen - sollte ja eigentlich kein problem geben?

20.05.2019
User Anonymous

Falls Microsoft dszu gezwungen werden würde, keine Updates mehr sn Huawei Geräte zu liefern, dann schon. Ich halte dieses Szenario nach dem, was gestern geschehen ist, durchaus für realistisch.

20.05.2019
Antworten
User lunatic75

Betrifft dies nur Huawei oder auch andere chinesische Firmen?
Huawei verkauft ja auch Notebooks mit Intel Hardware und Microsoft Software, ist dies in Zukunft auch verboten?
Muss ich in Zukunft mein Huawei Smartphone zu Hause lassen, wenn ich in die USA einreisen möchte?
Weshalb verbietet Trump Apple nicht, alles in China herstellen zu lassen?

20.05.2019
User jörgkaufma

Geräte bereits im Markt sollen nicht beeinträchtigt sein. Zukünftige Versionen hingegen schon. Google könnte sich um eine spezielle Genehmigung bemühen. Ob sie das machen?
Man muss auch bedenken, das Services von Google in China blockiert werden. Nur Geräte für Export enthalten das Android mit den Services von Google. Man soll sich nicht wundern, dass so was mal zum Thema wird.

20.05.2019
User mtdg96

Beim fairen Handel gewinnen immer beide Parteien.
Mit Amerika und China als einzige Teilnehmer im Streit werden die Handelsströme nur umgeleitet und nicht gebremst.
Trump hat den besten Weg gefunden, Amerika langfristig zu schwächen.

20.05.2019
User geryscherz

Hey Dominik, toller Post von dir.

21.05.2019
User The VoIPer

Wow! Erst mal ein riiiesiges Kompliment an Dominik Bärlocher: Pragmatisch und trocken zusammengefasst! Trump ist ein Blender, das ist wohl allen klar. Es ist ja nicht so, dass die Chinesen den Amerikanern die Jobs „geklaut“ haben. Diese wurden ganz einfach an Billiglohnländer ausgelagert. Handelsgewinn nennt sich das.- es lebe die freie, globalisierte Marktwirtschaft. Hätten die Amis nicht auch das KnowHow ausgelagert, so wäre das Ganze weit weniger desaströs. Einfuhrzölle machen die Importe aber vor allem für die Endverbraucher teurer, zugunsten des Staatsbudgets. Auch eine Art von Verbrauchersteuer: Bezahlt werden die Zölle ja nicht vom Exporteur, sondern vom Importeur (= Käufer). Will sagen: Wenn die Produkte wieder im Land produziert würden (sofern das überhaupt möglich ist), so würden sie gleichzeitig teurer, weil die Löhne halt im Land ebenfalls teurer sind. Trump verbietet Google, mit Huawei zusammenzuarbeiten. Aber Huawei ist nicht nur ein grosser Kunde für Google, sondern hat sich gemäss Bericht von Dominik Bärlocher auch an der Entwicklung massgeblich beteiligt. Diese Beteiligung wird zwangsläufig ebenfalls entfallen, und damit die Weiterentwicklung von Android belastet.

Ob ich ein in China entwickeltes Betriebssystem einem Amerikanischen vorziehen würde, weiss ich momentan nicht. Das wäre wohl den Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Wem die Sache aber ganz gewiss in die Hände spielen dürfte, ist Apple mit iOS. Und wo genau werden diese Handies schon mal wieder produziert (derweil der damit erzielte, riesige Handelsgewinn in den USA versteuert wird)? Würde China mit der gleichen Härte zurückschlagen, wie Schaumschläger Trump es tut, könnte Apple unverzüglich schliessen. Aus welchem Hut wollte Apple denn so schnell die ganze Infrastruktur und die billigen Arbeitskräfte schon nur zur Produktion des iPhone hervorzaubern?? Das iPhone würde also bei gleich bleibenden Margen erheblich teurer (= unverkäuflich), oder die Margen (und damit die Steuern von Apple) würden massiv zurückgehen.

Wäre Trump kein Politiker, so müsste man annehmen, dass er an paranoider Schizophrenie leidet: Er baut sich eine eigene Realität auf und glaubt fest daran, egal, wie unrealistisch diese Fiktion ist. Würde die ganze Welt die Zölle auf „USA-Produkte“ ebenfalls erhöhen, wären die Preisvorteile dieser Produkte blitzartig weg. Dann kann Amerika (respektive Trumps Nachfolger) wieder ganz von vorne anfangen, einen Welthandel aufzubauen. Trump: Nomen es omen! Aber vielleicht meint er es ja wirklich gut, und zeigt allen seinen Sheriff-Stern nur deshalb, weil er WIRKLICH klüger ist als alle anderen. Ich gebe zumindest zu, dass ich wohl zu dumm bin, um seinen Gedankengängen zu folgen.

21.05.2019
User elcubanito

Sprich nicht von Vorgängern und Nachfolger im Terrorstaat. Marionetten hängen immer so hoch oder tief wie sie geführt werden ...
Was mir zu Denken gibt ist, dass die ganze Welt (ausser vielleicht die sozialistischen Staaten) dieses Terrorregime unterstützen, und dass wir auch in der neutralen Schweiz Politiker und Industrielle durchfüttern die sich mit Dünnpfiffschlürfen und Speichellecken bestens selbst ernähren könnten ...

22.05.2019
User The VoIPer

Unterstützen, oder Teil davon sein? Existenziell davon abhängig sein, die Brosamen aufpicken zu dürfen, wie das in vielen Niedriglohnländern (zu denen einst und vergleichsweise auch heute noch China gehört)? Es geht doch fast immer um Gier, Macht und Ausbeutung. Es gab mal den Spruch „Der Gschiider git na,, der Esel blibt schtah“. Als Folge davon wird unsere Welt heute von Eseln (oder eben Marionetten als Handlanger der Gierigen) regiert. Trumps Pläne können nicht aufgehen, denn rüpelhaftes Benehmen ist sehr selten zielführend. Ich möchte nicht wissen, was passieren würde, wenn Südkorea im fernen Osten wegen seiner Amerikafreundlichkeit geächtet und (wirtschaftlich) isoliert würde. Ich bin der Ansicht, dass die USA schon vor Trump aus vorwiegend selbstherrlichen Gründen handelt. Insofern stimme ich Dir bei Deiner Aussage bezüglich der tiefhängenden Marionetten absolut zu. Hat zwar nichts mit der aktuellen Situation Google/Huawei zu tun, aber es fällt auch echt schwer, in einer solchen Situation nicht auf die politischen, von wirtschaftlichen Interessen gesteuerten Grabenkämpfe abzudriften... ;)

22.05.2019
User elcubanito

Wir verstehen uns.

22.05.2019
Antworten
User Chessmaster

Super, endlich mal wieder etwas ohne google

21.05.2019
User kamisama

USA the troublemaker

21.05.2019