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Huawei vs. USA: Bringt ARM Huawei zu Fall?

Huawei sieht sich im Handelskrieg zwischen China und den USA Lieferstopps von wichtigen Partnern gegenüber. Besonders der Chiphersteller ARM könnte, bei Verlust der Partnerschaft, den Konzern Huaweis zu Fall bringen.

In der jüngsten Runde des Handelskrieges zwischen den USA und China ist es US-amerikanischen Firmen untersagt, Hardware und Software an den chinesischen Hersteller Huawei zu liefern. Google hat mittlerweile eine 90tägige Frist erhalten, die es dem Suchgiganten bis zum 19. August 2019 erlaubt, mit Huawei weiter Geschäfte zu machen. Andere Hersteller von Hardware und Software hingegen haben das Nachsehen.

Im Mobile-Feld ist Huawei für die aktuelle Situation denkbar gut aufgestellt, selbst wenn die Situation nach wie vor prekär ist. Grund dafür ist das Kirin System-on-a-Chip (SoC), das von Huaweis Tochterfirma HiSilicon entwickelt wird und exklusiv in Huawei-Geräten verbaut wird. Die aktuelle Version ist der Kirin 980.

Das Wichtigste in Kürze

  • Huawei verbaut eine Vielzahl Bauteile ausländischer und amerikanischer Herkunft in seinen Geräten
  • Es ist nicht immer klar, woher ein Teil stammt, da diese von internationalen Konzernen entwickelt werden
  • Beispiel: Die CPU der Kirin-Plattform stammt aus den USA, wird von einer Firma in England verwaltet, die einem japanischen Unternehmen gehört
  • Huawei hat in den vergangenen Monaten Lagerbestände aufgebaut
  • Huaweis Vorräte reichen laut Berichten zwischen drei Monaten und einem Jahr
  • Sollte Huawei ARM als Partner verlieren, könnte das Geschäft des Konzerns ernsthaft in Gefahr sein

Was ist ein System-on-a-Chip

Dein Smartphone läuft auf einem System-on-a-Chip (SoC). Das ist nicht nur ein Chip, sondern kann mit dem Mainboard eines Computers verglichen werden. Auf einer Platine werden Chips mit Funktionalität angebracht, die dann zusammen die Leistung und Fähigkeiten deines Smartphones bestimmen.

Ein demontiertes Huawei P30 Pro
ifixit.com

Hardwareseitig sind SoCs in der Regel L-förmig und schmiegen sich um den Akku herum, der den meisten Platz in deinem Smartphone einnimmt. Die Kirin-Plattform hingegen ist rechteckig und oben über dem Akku angebracht. Der Akku ist nach wie vor das grösste physische Bauteil deines Phones.

  • CPU: Central Processing Unit, der Prozessor, in der Regel mehrkernig
  • GPU: Graphics Processing Unit, die Grafikkarte
  • LTE Modem: Long Time Evolution Modem, Datenkonnektivität und deren Standard
  • GPS: Global Positioning Software, Navigation durch Satellitendaten
  • Und so weiter

Alle diese Elemente werden von separaten Chips auf einer Platine ermöglicht und geregelt. Genau da wird es für Huawei und HiSilicon schwierig, weil Teile dieser Technologie zugekauft sind. Der Grund, weshalb Huawei sich mit der Kirin-Plattform gut positioniert hat, ist der, dass im Vergleich mit der Konkurrenz viel Huawei-eigenes Development in deinem Handy steckt. Ein Blick auf die einzelnen Chips aber sagt aus, dass sich Huawei bei weiterem Fortbestehen des Handelsverbots grösseren Problemen gegenübersieht.

Eine wichtige Notiz an dieser Stelle: Die Kirin-Plattform und der ARM Cortex dienen hier als Illustration. Huaweis Matebooks haben dasselbe Problem, die Netzwerk-Hardware ebenfalls, Smartwatches auch. Kurz: Egal, was Huawei herstellt, es sind Teile drin, die zugekauft sind.

ARM als grosser Wackelkandidat

Die CPUs auf HiSilicons Kirin 980 stellen mit acht Kernen das Gehirn des Smartphones dar. Die Systemleistung reicht von maximal 2.6GHz auf dem ARM Cortex-A76 bis zu maximal 1.92GHz auf dem ARM Cortex-A55. Diese Leistung wird in der Regel nach der effizienten Maxime «So viel Leistung wie nötig, so wenig wie möglich» abgerufen.

Die ARM Cortex CPUs werden zentral von ARM Ltd verwaltet. ARM hat seinen Firmensitz in Cambridge, England. Dass die Cortex-Chips vom Handelsverbot ausgenommen sind, ist aber nicht gesagt. Denn laut Chiplexikon WikiChip ist der Cortex A76, Codename Enyo, in Austin, Texas, entwickelt worden. Gilt das jetzt als US-Produkt?

Rettend könnte Huawei hier einer der ARM-Firmensitze in China zur Hilfe stehen. Denn ARM hat Interesse daran, weiterhin Geschäfte mit Huawei zu machen, denn Huawei ist eine grosse Einnahmequelle.

Das SoC besteht aus einer Vielzahl Chips und Teilen
ifixit.com

Dieselbe Situation betrifft auch den Grafikchip auf der Kirin-Plattform. Der Mali-G76 Chip stammt ebenfalls aus dem Hause ARM. Ausser, dass halt die Entwicklung in einem Unternehmen namens Falanx Microsystems aus dem Norwegischen Trondheim begonnen hat.

Aber diese nationale Verkettung betrifft nur die Architektur des Chips, nicht aber den Chip als physisches Objekt selbst. Huawei lizenziert die Architektur von ARM in England. Aber ARM ist eine Tochterfirma eines japanischen Unternehmens namens Softbank. Hergestellt werden die Chips von einem Taiwanesischen Unternehmen namens TSMC. Ob Taiwan nun ein unabhängiger Staat ist oder nicht, ist vor allem von der Chinesischen Regierung umstritten.

Eine Ausweichmöglichkeit, sollte der ARM Cortex nun eine US-amerikanische Entwicklung sein und Taiwan zu China gehören, könnte Samsung sein. Denn Samsung gehört zu den weltweit grössten Herstellern von Halbleitern und Chips und ist in Südkorea ansässig. Wenn Huawei den Auftrag über ARM Cortex aus Taiwan nach Südkorea schiebt, dann wäre die Geschäftsbeziehung, zumindest theoretisch, wie folgt denkbar:

  • Intellektuelles Eigentum: ARM - England, USA
  • Verkäufer der Lizenz: Softbank - Japan
  • Käufer der Lizenz: Samsung - Südkorea
  • Verkäufer des physischen Chips: Samsung - Südkorea
  • Käufer des physischen Chips: Huawei - China

Ob diese Kette aber realistisch zustandekommen kann, wer wo wann unter welchen Umständen mit wem was wie produzieren darf und andere pertinente Fragen zu diesem Thema sind für Laien nicht beantwortbar. Denn wenn die Situation mit dem Handelsverbot, wie es am 22. Mai 2019 steht, weiter Bestand hat, dann werden sich Juristen drum kümmern müssen.

Ausser ARM arbeitet nicht mehr mit Huawei zusammen. Dies berichtet die britische BBC Dort heisst es, dass ARM per sofort alle Geschäftsbeziehungen zu Huawei einstellen soll. Der Grund dafür sei, dass die ARM CPUs «US-amerikanische Technologie» beinhalten.

Derweil in der Realität

Doch noch bevor sich die Juristen um allfällige mehr oder weniger kreative Workarounds um die Handelsverbote ausdenken und diese dann legitimieren können, finden in der Realität Lieferstopps statt. Hierzu soll stellvertretend für eine grössere Anzahl Lieferanten das US-amerikanische Unternehmen Qorvo stehen. Laut einer Kurzmeldung der Nachrichtenagentur Reuters hat der Hersteller des Front End Modules auf dem Kirin 980 SoC die Lieferungen an Huawei am Dienstag, 21. Mai 2019, eingestellt.

In einem Communiqué auf seiner Website hat Qorvo die prognostizierten Wirtschaftszahlen für das erste Quartal 2019 angepasst. Dies als direkte und explizite Folge der Sanktionen gegen Huawei.

This update is in response to action taken by the Bureau of Industry and Security (BIS) of the United States Department of Commerce to add Huawei Technologies Co., Ltd. and 68 of its affiliates (“Huawei”) to the “Entity List” maintained by the Department. The BIS action prohibits the sale to Huawei by Qorvo of all products covered by the Export Administration Regulations (EAR) absent obtaining an appropriate export license.
Qorvo.com, 22. Mai 2019

Übersetzung:

Dieses Update ist eine Reaktion auf die Aktionen des Bureau of Industry and Security (BIS) der US-Handelskammer, die Huawei Technologies Co., Ltd. und 68 seiner Schwestergesellschaften ("Huawei") auf die schwarze Liste der Handelskammer gesetzt hat. Die Aktionen des BIS verbieten den Verkauf aller Produkte unter der Export Administration Regulation (EAR) an Huawei durch Qorvo ohne eine passende Exportlizenz.
Qorvo.com, 22. Mai 2019

Huawei hat sich laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Bloomberg auf Lieferstopps vorbereitet und Chips für «mindestens drei Monate» auf Lager genommen, damit die Produktion von Smartphones und anderen Geräten nicht unterbrochen werden muss. Wie lange genau die Vorräte in den Lagern Huaweis reichen, ist aber unbekannt. Die South China Morning Post spricht von einem Jahr Lagermaterial. Laut Bloomberg, unter Berufung auf anonyme Quellen, sei Huawei bereits im vergangenen Dezember von Regierungskontakten gewarnt worden, dass sich das Unternehmen mit Lieferstopps konfrontiert sehen könnte. Der Rat: «Sucht nicht-amerikanische Alternativen».

Besagte Lieferstopps ziehen weitere Kreise, denn nicht nur US-amerikanische Unternehmen haben aufgehört, Huawei zu beliefern. Der deutsche Hersteller Infineon hat laut einem Bericht des japanischen Börsenmagazins Nikkei die Lieferungen von Chips eingestellt, die in den USA hergestellt werden. Der Grund: Infineon will abklären, wie sich die rechtliche Situation darstellt, bevor sich das Unternehmen allenfalls eines Vergehens schuldig macht.

Der ARM-Verlust als Todesbote?

Sollte Huawei ARM dauerhaft als Partner verlieren, so könnte das laut Analysten der BBC zu einem «unüberwindbaren Problem» werden. Denn ohne ARM keine Smartphones zum jetzigen Zeitpunkt.

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Dazu kommt erschwerend hinzu, dass mit dem Verlust von ARM ein Ausweichplan zum Bau von Laptops verloren geht. Denn nach dem Lieferstopp des zweifellos amerikanischen Konzerns Intel fehlt Huawei unter anderem Technologie für Prozessoren in mobilen Computern. Die Kirin-Plattform aber leistet genug um – mit einigen Modifikationen – einen Laptop mit anständiger Leistung zu versorgen. Besonders auch darum, da das von Huawei angekündigte, eigene Betriebssystem die Lücke zwischen Smartphone und Computer schliessen soll.

Trotzdem: Sollte Huawei wieder von der schwarzen Liste entfernt werden, kann das Geschäftemachen über die Landesgrenzen weitergehen. Es ist also noch lange nicht alles verloren, vor allem, da in den USA bereits Ausnahmelizenzen zum Handel mit Huawei vergeben werden. Die Situation entwickelt sich nach wie vor.

Dossier Handelskrieg China/USA

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Dominik Bärlocher, Zürich

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42 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
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User demer1983

Ohhjee die dre... Amis wieder. Und die Briten lecken den braunen Allerwertesten von diesen Idioten... einfach nur erbärmlich

22.05.2019
User fancollo

Genauso ist es. Hab von den dre...Amis auch die Schnauze voll

22.05.2019
User Anonymous

Typisch, diese Anti-Amerikanische Haltung wird sich bei uns auch durchsetzen, wenn wir noch lange freien Personenverkehr zu den Nazi-Nachkommen haben...

Aber Putin und die totalitäre Diktatur in China verharmlosen...

03.06.2019
User demer1983

Putin und China wird von meiner Seite keineswegs verharmlost. Und ein Nazi-Nachkomme bin ich überhaupt nicht, diese Taten waren und sind nicht tolrerierbar. Genau sowenig was die Amis tag täglich in Ihrem Land veranstalten. Fremde Meinungen Mundtod machen, Personen diskret eliminieren und entführen oder Ihnen falsche Beschuldigungen unter jubeln/Ruf schädigen. Nicht nur China oder Russland geht diesen Weg, die Amis sind nicht besser.

03.06.2019
User Anonymous

ich finde trump hat recht .. und klar wird gegen ihn stimmung gemacht .. seit dem ersten tag der seiner kandidatur ..

wer sich über geschichte äussert sollte sich eingehend damit beschäftigen .. vieles ist nicht so schwarz / weiss wie wir uns das wünschen .. aka "wir sind die guten" ..

sagen wir dasselbe was in zeitungen / tv / den medien steht - wiederholen wir leider oft nur propaganda

swprs.org wäre eine quelle sich eingehender mit gefärbter berichterstattung auseinanderzusetzen ..

08.06.2019
Antworten
User crazyMatt

"Hardwareseitig sind SoCs L-förmig" - so ein Quatsch. Das SoC ist der Chip und hat nichts mit der kleinen 'Hauptplatine' des Handys zu tun...

24.05.2019
User Anonymous

Man muss ja Trump nicht gut finden und die Amis machen auch nicht alles besser (Bin selber ein grosser Kritiker vom orangen Verrückten). Es ist jedoch erstaunlich, wie viele Leute sich hier kritiklos auf die Seite eines faktisch chinesischen Staatskonzerns schlagen, welcher für China die Welt ausspioniert, ganz zu schweigen von Chinas abolutistischer Diktatur ohne Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Demokratie etc. Nebenbei kaufen die Chinesen auch unsere Wirtschaft auf (was sie uns in China verbieten) und kontrollieren so bald grosse Teile unserer Wirtschaft. Falls wir unseren Lebensstandard, unsere Freiheit und unsere Bedeutung in der Welt langfristig halten wollen, sollten wir uns den USA anschliessen bei diesen Sanktionen und uns nicht an die Chinesen verkaufen... Aber das scheint hier ja relativ egal zu sein, solange man sein Smartphone günstig bekommt und die bösen Amis bashen kann.

24.05.2019
User WaltMuent

In den USA haben Lehrer eine Spezialausbildung erhalten, damit sie bewaffnet unterrichten können.
Tolles Land, die USA. Wir sollten alle auch mit dem China bashing aufhören 🙄

01.06.2019
User Anonymous

Ich habe nie gesagt, dass ich die USA toll finde, jedoch besser als ein totalitäres Regime. Das hat nichts mit Bashing zu tun.

02.06.2019
User Anonymous

Was hat das Waffenproblem in den USA damit zu tun? Die Ansicht war bisher, dass sich China immer mehr dem Westen angleicht. Danach sieht es mit dem neuen STaatschef allerdings nicht mehr aus. Da ist es verständlich, dass man die einseitig vorteilhaften Handels-Regeln überprüft. Hier ist Europa wieder etwas naiv.

Man sehe sich nur an, wie China in Entwicklungsstaaten die Korruption fördert um dann die Länder in eine Schuldenfalle zu bringen um nachher strategische Assets unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die Amis müssen dann die Militärausgaben erhöhen, um die freie Welt zu verteidigen. Die Deutschen profitieren davon und kritisieren die Amis.

03.06.2019
User WaltMuent

Ja, ja die bösen Chinesen....
Das Thema Waffen hat sehr wohl mit dem amerikanischen Verständnis von Freiheit zu tun... Anyway würd mich natürlich freuen, wenn Apple, einer der reichsten Konzerne, eine eigene Produktion aufbauen muss, und nicht mehr Chinesen zu lausigen Löhnen für sich schuften lässt. Freue mich auf Huaweis neues Betriebssystem 🙂

03.06.2019
Antworten
User Ouli93

Als ich diese meldung auf der Seite von BBC gelesen habe traf mich echt der Schock.
Die ARM Prozessoren sind super Prozessoren für die Netzinfrastruktur wie beispielsweise Server. Und dort macht HUAWEI sein Geld. Einfach zum kotzen, dass hier ARM freiwillig mitmacht (Sie wurden ja noch nicht einmal öffentlich von den Vereinigten Staaten gezwungen).
Ich weiss mit welcher Seite ich symphatisiere. Hier ist nicht so schwer zu sehen wer der Bully ist.
Das Internet wird um einen guten Faktor teurer ohne HUAWEI-Technik. Die ganze Weltwirtschaft wird darunter leiden.

22.05.2019
User rolfzubi

Ich sehe kurzfristig wirklich ein Problem, doch auf lange Sicht wird sich China nicht noch weiter in die Abhängigkeit der Amerikaner begeben. Die Chinesen werden alternativen Entwickeln, das garantiere ich. Der Schuss wird nach hinten los gehen.

22.05.2019
User Anonymous

...und ohne Abhängigkeiten weniger politische Stabilität.

23.05.2019
User daccurda

So einfach ist es nicht mit den Eigenentwicklungen, siehe DDR4-RAM. China arbeitet seit Jahren daran eigenen DDR4-RAM herstellen zu können, es geht aber nur langsam voran

24.05.2019
User Anonymous

Es ist auch im Interesse von ARM, dass auf China Druck aufgesetzt wird, dass der Diebstahl von geistigem Eigentum gebremst wird.

Die Kehrseite ist allerdings, dass in den USA im Tech-Bereich jetzt schon zu wenig Wettbewerb herrscht. Die Strategie ist oft, mittels Übernahmen den Wettbewerb zu begrenzen. Da wäre eine chinesische Alternative zu den US-Tech-Kartellen wünschbar.

Leider bewegt sich China unter dem neuen Staatschef nicht in eine Richtung, wo man einfach hoffen kann, dass sich alles schon richten wird, wenn man mit China mehr Geschäfte macht. China nutzt die Technologie aus dem Westen, um einen wüsten Überwachungsstaat zu implementieren. Da sind die Datenschutzbedenken bezüglich Google, Facebook und Co. geradezu harmlos.

03.06.2019
Antworten
User Spl4tt

Eigentlich könnte das extrem gut enden für uns als Endbenutzer.
Wenn Huawei nun in andere Architekturen wie RISC-V investiert könnte das in einigen Jahren neue anständige Prozessor Alternativen auf den Markt bringen. Konkurrenz ist gut, dann gibt ARM vielleicht noch mehr Gas und die Technologie geht schneller voran.

Solange wir in Zukunft nicht von Chinesischer Hardware abhängig sind ist alles gut, aber eins ist klar, die USA und auch ARM schiessen sich selber ins Bein hier wenn Huawei das überlebt

23.05.2019
User daccurda

RISC-V wäre auch grundsätzlich die vernünftigere und nachhaltigere Alternative zu ARM. Aber das bleibt wohl noch eine Weile ein Traum...

24.05.2019
User peterwimmer

Wenn Huawei überlebt? Ich glaube Google und Qualcomm haben das große Problem. Huawei überlebt easy. Deren Markt in China ist 1.2 Mrd. Leute groß...
Wenn die ihre eigenen Chips und ein eigenes Betriebssystem machen, das was taugt werden die USA einen riesen Problem haben

26.05.2019
User Spl4tt

So einfach ist es denn nicht einen neuen Chip von Grund auf aufzubauen. Die werden eiiiinige Jahre brauchen dafür. 1.2Mrd Leute hin oder her. Die Jahre ohne ein neues Produkt kann für die grösste Firma hart werden.
Mal sehen wie sich das entwickelt.

26.05.2019
User peterwimmer

Von Grund auf bezweifle ich. Die wißen schon länger...

26.05.2019
Antworten
User louvxx

Wäre mal interessant wenn man mal solch einen Artikel über Apple schreibt, woher sie ihre Chips haben sowie die Herkunft und Anzahl der Lizenzen - wie viel wirklich dahinter steckt.

05.06.2019
User Anonymous

Bitte sich informieren und dann den text anpassen! "Was ist ein SoC"? Jedenfalls nicht, was Sie hier beschrieben haben. Das Essenzielle ist, dass alles auf einem Die ist, also 1 Stück Silizium. Eine Platine brauchts zwar drumrum, aber die ist nicht Teil des SoCs.

10.06.2019
User Thorsten0815

Es muss heissen "USA Sanktionen gegen Huawei", nicht wie überall geschrieben "Huawei vs. USA". Eine Frechheit ist das.
Das und andere Vertragskündigungen zeigt wieder mal: Auf die USA ist kein Verlass.

10.06.2019
User urswuergler

@ Thorsten0815: die Chinesen tun und lassen weltweit, was ihnen passt. Zusammenarbeit mit irgendwelchen himmeltraurigen Regimes in Afrika? Kein Problem. Abkupfern von westlicher Technologie im ganz grossen Stil? Kein Problem.
Mir ist klar, dass Trump kein Waisenknabe ist, aber er steht einem demokratischen Land vor. In China interessiert Demokratie nur am 367. Tag des Jahres ...

11.06.2019
User Thorsten0815

Was ein Schwachsinn. Die USA bomben normaler Weise jedes Land weg. Das ist deren Vorstelung von Demokratie. Der Wirtschaftkrieg der USA gegen China hat keinen anderen Hintergrund als Machterhalt der USA.

13.06.2019
Antworten
User sedecom11

Apple wird wohl Angst haben das Huawei zu beliebt wird und die weniger verdienen. Habe weder von Huawei noch von Apple ein Produkt

12.06.2019
User Anonymous

Dass die Japaner sofort auf den Zug aufspringen, wenn sie ihrem asiatischen Nachbarn eins auswischen können, war ja sowas von klar.

23.05.2019
User loicschneider

die armen armen amis werden von der ganzen welt geplündert und ausgenommen und heul heul heul .... jaaa genau trump mach weiter so handelskrieg hatte auch noch nie negative folgen.... /sarkasmus aus

24.05.2019
User WaltMuent

Hochinteressanter Hintergrundbericht, vielen Dank. Freue mich auf das neue, alternative eigene Huawei Betriebssystem.

01.06.2019
User ivo

In der ganzen Weltgeschichte haben sich im Embargos und dergleichen Sanktionen noch nicht bewährt.

Das Trumpeltier im Weissen Haus zerchlägt nur unnötig Porzellan, Die Folge wird sein, dass die Chinesen in wenigen Jahren bessere Prozessoren selber herstellen. Ganz einfach weil sie es lernen müssen.

01.06.2019
User Wyrx

"Huawei vs. USA: Bringt ARM Huawei zu Fall?"
Nein, eher umgekehrt.

Wenn Huawei keine ARM Prozessoren nutzen dürfen, dann können sie ihre eigene Alternative entwickeln und sich in der Zwischenzeit bei Samsung bedienen. Dafür verliert ARM einen ihrer grösseren Kunden, und das kann schmerzhaft sein.

Falls Huawei fällt, dann wird es wohl eher an Google liegen. Ohne Zugriff auf den Play Store werden Huawei Smartphones ein ähnliches Schicksal erleiden wie Windows Phone: keine Apps, kein Deal.

23.05.2019
User peterwimmer

Die haben ihren eigenen Store. In China hinters den Playstore eh nicht. Müssen nur noch ein paar 'Western Apps' rein und gut ist. Google verliert halt Umsatz und vor allem Zugriff auf Daten. Das wird Schmerzen

26.05.2019
User Anonymous

das ist schon heute und seit mehreren jahren so .. die great firewall blockiert grosse teile des internet inklusive google etc ..

teilweise kann das mit vpns umgangen werden ..

es ist ziemlich klar, wer mit sanktionen begonnen hat, insbesondere auch gegen die eigene bevölkerung .. aka freie meinungsäusserung unerwünscht .. und massiv propaganda fährt ..

30.05.2019
Antworten
User Anonymous

Es geht ums Geld.
Mit deren Insiderwissen machen Trump & Co an der Börse jeden Tag riesigen Reibach.
Und was kosten wohl diese "Ausnahmebewilligungen" - und wo werden diese immensen Einnahmen verbucht? Direkt bei Trump eingesäckelt? Steuerfrei - der hat ja keine Steuererklärung.
Alsdann kommt Huawei und zahlt dem POTUS einen 3-stelligen Millionen Betrag (auch privat), damit die Tochter des Chefs endlich frei kommt.
Der Trump will Geld. Wie ein Wegelagerer und Dieb holt er es sich.
Der Trump will China Stück für Stück zerschlagen. Das wollte ein anderer Diktator mit Russland machen. Und ging kläglich unter. Einige Millionen Männer auf beiden Seiten verreckten, wegen der irren Vision eines Menschen.

In einem (Handels-)Krieg gibt es immer eines garantiert: VERLIERER.
Und dann die Kriegsgewinnler wie Trump, welche Krieg als Geschäftsmodell annehmen.

22.05.2019
User Anonymous

das mit der referenz auf russland stimmt so leider in grösserer betrachtung kaum .. insbesondere was die opfer des kommunismus betrifft .. holodomor / das gulag archipel lässt grüssen ..

was den handelsdisput betrifft, ist es allemal besser als richtiges säbelrasseln ..

zum grundlegenden .. sich mit ideologischer verklärtheit und kollektivismus vs individualismus zu beschäftigen wäre eine idee grössere zusammenhänge versuchen zu verstehen ..

leider wir über grundlegendes kaum gesprochen .. die öffentlichen medien, wie zeitungen und tv nehmen leider mehr die funktion von propaganda und kriegstreiberei ein ..

siehe zb swprs.org (swiss propaganda research)

30.05.2019
User Anonymous

Meine Wortwahl war nicht päzise. Korrekter: "Das wollte ein anderer Diktator (hier: Hitler) gegen Russland machen". Hitler ist ua an Russland und deren ewigen Menschenopfern zerbrochen. Ist aber hier eher irrelevant.

Deiner Aussage zum Holodomor will ich voll und ganz beipflichten. Mein Sohn machte eine Studienreise in die Ukraine (mit dem Gymer) und machte dazu die Maturaarbeit. Kenne das Thema soweit und bin immer wieder schockiert, wie diese abartige Geschichte bei uns im Geschichtsuntericht einfach untergeht. Auf Gymer Niveau wohlgemerkt. Ja, es ist unglaublich.

Was den Handelsdisput angeht: Ja, alles ist besser als kämpfen. Aber letztlich leiden unter diesem Handelskrieg auch Menschen, Familien. Im Moment nur in China, deswegen ist es nicht weniger schlimm. Deswegen wäre reden besser. Aber auch Zuverlässigkeit. Und die bietet Trump nicht.

Das einzig Konstante da ist, dass er meines Erachtens mit seiner Macht die Wirtschaft manipulieren kann. Und dabei noch stinkreicher wird als er eh schon ist.

Deine weiteren Anmerkungen teile ich - und swprs werde ich mir mal noch anschauen.

31.05.2019
User Anonymous

ich pflichte dir bei .. ich denke vieles was in der öffentlichen schule gelehrt wird entspricht nicht einer objektiven wahrheitsfindung (siehe dazu auch deutsche umerziehung / schulpflicht)

wobei das auch nicht weiter verwundern mag - der staat schützt sich, als ob er eine eigene persönlichkeit hätte - und der sieger schreibt geschichte

will man eigene kinder freiheitlicher zu erwachsenen gedeihen lassen, wäre homeschooling/unschooling wahrscheinlich eher das mittel der wahl (schweiz hat bildungspflicht)

was die aktuelle zeitgeschichte betrifft, gäbe es viel zu sagen, wer den kern von wahrheit zu treffen beginnt und dies öffentlich kundtut, sieht sich repression gegenüber (z.b. julian assange) ..
sich mit der antike zu befassen ist einfacher, da weniger sprech- und gedankenverbote existieren .. von daher hatte ich glück zu meiner studienzeit mich eingehender mit der antike zu befassen ..


zum russlandfeldzug den du erwähnt hattest .. es gibt auch da einen anderen blickwinkel .. die deutschen sahen sich als bollwerk europas gegen den kommunismus - wobei sie selber beinaher derselben unheilvollen ideologie verfallen waren .. was das ziel des feldzugs betrifft, war es wahrscheinlich baku .. das heisst es ging schon damals um ressourcen / erdöl .. zwei punkte worüber kaum gesprochen wird


betreffs des leidens von opfern .. ist ein schwieriges thema, da es meistens einseitig beleuchtet wird ..

ich denke das argument wird oft von unbeteiligten ins feld gebracht, um sich (auch unbewusst) besser darzustellen (virtue-signalling / demonstrative zurschaustellung von tugend und moral) .. oft politisch eher vom "linken lager" verwendet, wobei ich das ganze links/rechts als divide et impera empfinde ..

ich denke opfer sollten für sich selber sprechen .. ansonsten sprechen wir z.b. über "kinderarbeit und deren illegalität", wobei ich dies z.b. viel weniger verachtenswert finde als tiefe armut, welche zu vielen opfern führt, in der vergangenheit und gegenwart, und dessen problem klar durch kinderarbeit gemindert wird

übrigens .. was wir heute mit den "kindern im westen" veranstalten finde ich bedenklich .. wie oben aufgeführt betreffs bildung und eng damit verknüpft dem sehr langem "kind-sein" .. teils weit über 18 jahre hinaus ..

08.06.2019
Antworten
User Anonymous

Man sieht das der Artikel von Leuten geschrieben wurde, die keine Ahnung vom Halbleitermarkt haben, was sich darin wieder spiegelt das der Autor ARM als Chip-Hersteller präsentiert. Genauso viel Ahnung scheint der Autor von dem amerikanischen Investment-Markt zu kennen, wenn er über Softbank redet.

22.05.2019
User Darklingking

dann belehre uns doch bitte :)

22.05.2019
User Ouli93

ARM stellt selber keine Prozessoren her sondern macht nur das Design welches eingekauft und nach Belieben ergänzt wird.
Doch irgendwie ist das auch Wurst. Diese Information trägt nichts weiteres zum Artikel bei. Gewisse Leute können sich super aufregen über Kleinigkeiten.

23.05.2019
User crodino

Es geht gar nicht ums Aufregen, sondern darum, dass die Glaubwürdigkeit schon beim Lead verloren gegangen ist. Dann kommt noch das "L-Förmige SoC" dazu...

24.05.2019
Antworten