
Du willst entrümpeln? Diese 3 simplen Tipps helfen dir beim Loslassen
Wer erfolgreich ausmisten will, muss vor allem eins können: Die Stimme im Kopf ignorieren. Du weisst schon, die, die alles für super wichtig und wertvoll hält und dir einredet, dass du aus der löchrigen Socke ja noch eine Handpuppe basteln könntest ...
Endlich hast du es eingesehen: Du besitzt zu viel Kram. Und jetzt willst du handeln. Doch bereits nach wenigen Minuten krempelst du deine Ärmel frustriert wieder herunter. Hmmm. Sich von Dingen zu trennen, ist gar nicht so einfach. Denn die Stimme in deinem Kopf will alles behalten. Einfach ALLES! Kein Wunder, es ist dieselbe Stimme, die dir das Zeug überhaupt erst aufgeschwatzt hat.
«Nicht das Raviolirad! Was, wenn du irgendwann doch mal selbst welche machen willst?»
«Unbequem? Aber für den floral gemusterten Jumpsuit hast du ordentlich Geld hingeblättert. Und Leinen ist doch ein feines Material. Du solltest ihn öfter tragen. Und wenn die nächste Party das Motto ‹Flower Power› trägt, bist du so was von ready!»
«So ein Schnäppchen, dieser Stepper. Klein und platzsparend ist er auch. Stört doch niemanden, wenn er hier in der Ecke bleibt.»
Und so weiter.

Die gute Nachricht: Es gibt Mittel und Wege, die penetrante Stimme leiser zu drehen. Folgende Tipps haben mir dabei geholfen.
1. Fang an zu zählen
Ich wette, dass du die Anzahl deiner Besitztümer rigoros unterschätzt. Finde heraus, wie schlimm es wirklich ist. Knöpf’ dir eine Kategorie vor, die du reduzieren möchtest. Etwa Tassen. Schätze erst, wie viele du in deinem Regal stehen hast. Dann zählst du nach. Na, wie weit liegst du daneben?
Bei mir mussten die Bücherregale dran glauben. Dazu habe ich alle meine ungelesenen Schmöker in einer Tabelle gelistet. Schockiert war ich. Es waren genug, um mich die nächsten zwanzig Jahre beschäftigt zu halten. Ich lese viel. Aber doch nicht sooo viel. Das Gefühl, für die kommenden zwei Jahrzehnte an meine gekauften Titel gefesselt zu sein, war, um es mit einem Wort zu beschreiben, beklemmend. Als hätte ich mir, ohne es zu merken, ein Gefängnis aus Papier gebaut.

Das Ausmass schwarz auf weiss zu sehen, hat etwas mit mir gemacht. Auf einmal fiel es mir gar nicht mehr so schwer, mich von Exemplaren zu trennen. Ich habe die öffentlichen Bücherschränke in meiner Umgebung ordentlich gefüllt und eine No-Buy-Regel verhängt. Die Bibliothekskarte folgt bald.
2. Bauch an, Kopf aus
Die Stimme in deinem Kopf mag laut sein. Aber da ist noch ein anderes Signal, das dir zur Hilfe eilt: dein Bauchgefühl. Hör auf diesen ersten Impuls, der sich bemerkbar macht, sobald du einen Gegenstand ansiehst. Oft nehmen wir diesen gar nicht erst wahr, weil sich unser Kopf sogleich einschaltet und ihn mit rationalen Argumenten aushebelt, ja regelrecht überschreibt. Achte das nächste Mal darauf und folge der ersten Eingebung. Ist sie positiv oder negativ? Handle entsprechend.
Aber was, wenn die Stimme doch recht hat und du das Teil irgendwann brauchst? Dann wirst du eben kreativ.
- Ravioli verpasst du auch mit einer Gabel ein passables Randmuster.
- Wenn du tatsächlich zu einer Flower-Power-Gartenparty eingeladen wirst, dann gehst du eben ohne Jumpsuit: Du steckst dir eine echte Blume ins Haar, leihst dir was aus oder hübschst ein schlichtes Outfit mit Accessoires wie Broschen, Schmuck und Co. aus der Brocki auf.
- Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du deine Fitness-Journey doch noch einmal mit einem Home-Stepper wiederbeleben willst: Die findest du günstig und zuhauf auf Wiederverkaufsplattformen, sollte dich die Reue doch übermannen.
3. Ab in die Quarantäne damit!
Wenn du deinem Bauchgefühl trotz besseren Wissens noch immer den Rücken kehrst, hilft dir vielleicht eine Quarantäne-Box. Schnapp dir eine Kiste oder Tüte. In die packst du jetzt alles, was du nicht loslassen kannst, obwohl du keine Freude daran oder konkrete Verwendung dafür hast. Eben die Dinge, von denen du dir einredest, dass sie irgendwann vielleicht doch mal noch nützlich sein könnten.

Sei grosszügig, denn du hast keine Konsequenzen zu befürchten. Die Kiste wandert nachher nämlich nicht direkt in die Brocki, sondern erst mal in deinen Keller. Aber nur für einen gewissen Zeitraum. Die Idee: Nach Ablauf der Zeit holst du die Kiste wieder hervor und evaluierst den Inhalt neu. Ist darin etwas, das du vermisst hast? Dann nimm es wieder raus. Oder hast du vielleicht sogar vergessen, dass du die Sachen besitzt? Dann weg damit.
Bei Kleidern macht es vielleicht Sinn, ein Jahr, sprich alle vier Jahreszeiten, abzuwarten. Bei Haushaltsgeräten reichen vielleicht schon ein paar Monate. Du entscheidest. Zugegeben, die Methode fühlt sich ein wenig nach Bescheissen an. Aber wen juckt's, wenn's langfristig hilft?
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Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.
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