

Problem-Accessoires wie Taschen und Sonnenbrillen clever aufbewahren
Sie sind die typischen Problem-Accessoires: Taschen, Gürtel, Sonnenbrillen, sagt Ordnungscoach Raquel Dias. Sie hat mit ihnen umgehen gelernt. Und teilt hier ihre besten Aufbewahrungs-Tipps.
«Ich bin wahnsinnig organisiert», rühmt sich Model Kendall Jenner während sie ein Kamerateam der Zeitschrift Vogue durch ihr Kleiderzimmer führt. Tops, Blusen, Hosen, Kleider – alle Kleidungsstücke hängen brav unter ihren jeweiligen Artgenossen. Innerhalb der Kategorien hat Jenner ausserdem nach Farben sortieren lassen sortiert. Aber davon gibt es eh wenige in ihrem Schrank. Probleme scheint ihr einzig das Taschenregal zu bereiten: «Ich weiss nicht, ob es jemandem genauso geht wie mir, aber es ist manchmal die härteste Angelegenheit der Welt, Taschen richtig aufzubewahren.»
Noch bevor ich etwas Zynisches denken kann, fällt mein Blick auf das unterste Fach meines offenen Kleiderschranks. In dem drängeln sich sieben, acht Taschen und Stoffbeutel unglücklich aneinander. Die Einstufung «härteste Angelegenheit der Welt» gebe ich zur Diskussion frei, ganz einfach und offensichtlich ist die Lösung des Problems aber tatsächlich nicht. Jedenfalls weder für Kendall Jenner, noch für mich. Also habe ich ein Gespräch mit Raquel Dias vereinbart. Sie lebt in Zürich, ist Ordnungscoach und hat es sich damit zum Beruf gemacht, materiellen Ballast loszuwerden, Chaos zu beseitigen und jedem Objekt seinen designierten Platz zuzuweisen.
«Gürtel, Taschen und Sonnenbrillen sind die drei problematischen Kategorien – und vor allem letztere Zwei sind gern überall in der Wohnung verteilt», sagt Dias. «Da ist es schwer, den Überblick zu behalten, was man überhaupt besitzt. Die Aufbewahrung dieser Accessoires wird beim Möbelkauf meistens schlichtweg nicht berücksichtigt. Schuhe noch, ja, aber danach hört’s auf.»
Taschen aufbewahren
Was also tun? Ihnen ein eigenes Regal oder Massmöbel widmen? Raquel Dias schwört auf eine andere Methode: «In Schubladen oder Fächern gehen Accessoires schonmal vergessen, Taschen werden noch dazu gequetscht, verlieren im schlimmsten Fall sogar ihre Form. Ich hänge deswegen gerne alles auf – wie in einer Boutique. Dafür suche ich im Baumarkt nach Wandhaken oder Rohrhalterungen, mindestens 30-40 Zentimeter lang, die sich an der Wand montieren lassen. Daran werden die Taschen aufgereiht, so habe ich immer alles im Blick und leichten Zugang.»

Quelle: Niki via Pexels
«Neben dem Schrank oder in einer ‹toten Ecke› des Zimmers angebracht, findet so auch noch ungenutzter Raum einen Sinn. Und das sind Löcher in der Wand, die sich wirklich lohnen, vertrau’ mir. Brauchst du gleich mehrere Halterungen, möchtest diese so flexibel wie möglich halten und so wenig wie möglich bohren, kannst du sie alternativ auch an eine (gestrichene) Spanplatte schrauben. So kannst du erstens die Stangen immer wieder auf deine Bedürfnisse anpassen, musst zweitens nur die Platte an der Wand montieren und kannst diese drittens ganz einfach mitnehmen, solltest du mal umziehen.»
Sind Bohrlöcher überhaupt keine Option für dich, rät Raquel Dias, die Henkel und Griffe zum Aufbewahren im Inneren der Tasche zu verstauen. So sei das Verräumen und wieder Herausnehmen in und aus dem Schrank am einfachsten.
Sonnenbrillen aufbewahren
Auch deine Brillen-Sammlung hast du laut der Expertin am besten im Blick, wenn du sie hängend an der Wand aufbewahrst. So minimierst du ausserdem klassische Sonnenbrillen-Gefahren wie das Zerkratzen der Gläser oder mysteriöses Verschwinden im eigenen Haushalt. Ihr Hilfsmittel des Vertrauens ist in diesem Fall ein schlichtes Gitter für die Wand, in das der Brillenbügel gehängt werden kann.
Gürtel aufbewahren
Es wird dich nicht überraschen, dass auch deine Gürtel ihre Freizeit ab sofort hängend verbringen sollten. So musst du sie nicht umständlich zusammenrollen und dabei riskieren, dass der Dorn der Schnalle das Material beschädigt.
Statt einer eigenen Wandhalterung eignen sich hier spezielle Kleiderbügel, die sich schön platzsparend in deinen Schrank integrieren lassen. Einziger Tipp vom Ordnungscoach: In stabile Bügel aus Metall oder Holz investieren. Die mögen etwas mehr kosten, halten dafür aber länger und ärgern dich nicht mit abbrechenden Häkchen.
Zu guter Letzt natürlich noch die Frage: Wie kriege ich es hin, die mühsam geschaffene Ordnung beizubehalten? «Die grösste Motivation ist es, alle Stücke in einem guten Zustand zu wissen und zu halten – man hat schliesslich sein (hart) erarbeitetes Geld dafür ausgegeben», antwortet Raquel Dias. Und: «Ausserdem ist alles immer einfach zu finden und zugänglich, das ist praktisch und spart im Alltag kostbare Zeit.»
Im Namen von Kendall Jenner und mir: tausend Dank für die wertvollen Tipps.
Immer zu haben für gute Hits, noch bessere Trips und klirrende Drinks.
Praktische Lösungen für alltägliche Fragen zu Technik, Haushaltstricks und vieles mehr.
Alle anzeigen










