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Füürio, Füürio! Wie benutze ich einen Feuerlöscher?

In der Schweiz brennt es jährlich über 20 000 Mal in Häusern und Wohnungen. Vor allem in der kalten Jahreszeit entstehen mehr Brände als im Rest des Jahres. Deshalb erklären wir dir den Umgang mit einem Feuerlöscher und für welche Zwecke du sie einsetzen kannst.

Vor dem Gebrauch, respektive vor dem Kauf, solltest du dir Gedanken darüber machen, was für einen Feuerlöscher du überhaupt benötigst. Je nach Brandherd werden andere Arten von Feuerlöscher nötig sein. Welche Brandklassen es gibt und was der passende Feuerlöscher ist, kannst du weiter unten in diesem Beitrag nachlesen.

Besitzt du bereits einen Feuerlöscher, solltest du ihn an einer gut erreichbaren Stelle positionieren. Für dein Eigenheim empfehle ich dir die Küche, die Werkstatt oder die Garage. Wichtig ist, dass wenn es brennt, du schnell und einfach den Feuerlöscher zur Hand hast. Achte dabei auch darauf, dass du ihn nicht unter anderen Gegenständen verstaust, sondern sofort Zugriff darauf hast. Schaue dir ausserdem die Gebrauchsanweisung deines Feuerlöschers genau an. Somit bist du bei einem Brand richtig vorbereitet und weisst, wie du dein Gerät bedienen musst.

Feuerlöscher haben zwar kein Ablaufdatum, müssen jedoch in gewissen zeitlichen Abständen von einer Fachperson kontrolliert werden. Dies garantiert dir, dass der Feuerlöscher einwandfrei funktioniert und er im Ernstfall seine Aufgabe erfüllen kann. Es empfiehlt sich, diese Wartung alle drei Jahre durchführen zu lassen. Je nach Hersteller kann dieses Intervall jedoch variieren. Informiere dich daher am besten beim Hersteller deines Feuerlöschers, in welchen Abständen du dein Gerät prüfen lassen musst.

Hilfe! Es brennt!

Entferne zuerst den Sicherungsstift. Dieser kann ein metallener Ring oder ein Stück Plastik sein. Durch einen Ruck lässt sich dieser Stift problemlos entfernen. Dauerdrucklöscher sind nun einsatzbereit. Bei Aufladelöscher muss jedoch der Druck im Feuerlöscher erst noch aufgebaut werden. Dafür schlägst du einmal kräftig auf den Schlagknopf. Dies löst die Treibgasflasche im Inneren des Behälters aus, wodurch sich der Druck in eins bis drei Sekunden aufbaut. Mache nun einen kurzen «Testsprutz», bevor du näher ans Feuer trittst.

Funktioniert der Feuerlöscher, kannst du dich mit der Windrichtung dem Brandherd nähern. Dadurch, dass du den Wind im Rücken hast, bläst der Rauch von dir weg. Der Rauch versperrt dir dadurch nicht die Sicht und du senkst das Risiko einer Rauchvergiftung.

Lösche das Feuer immer von unten her. Somit kannst du dich Schritt für Schritt vorarbeiten. Ich empfehle dir zudem, nicht den ganzen Inhalt auf einmal zu versprühen. Benutze den Feuerlöscher besser stossweise. Daher hast du mehr Kontrolle und bei einer möglichen Rückzündung noch genügend Reserven im Tank. Wenn dir andere Personen zu Hilfe kommen können, lohnt es sich, mit mehreren Feuerlöschern gleichzeitig zu arbeiten. Dadurch bringt ihr die Flammen besser unter Kontrolle und könnt den Brand schneller löschen.

Ist das Feuer gelöscht, beobachte die Brandstelle weiterhin und lauf nicht weg. Es kann durchaus passieren, dass es Rückzündungen gibt und somit das Feuer erneut entfacht.

Nach dem Gebrauch ist vor dem Gebrauch

Nachdem du das Feuer gelöscht hast, solltest du den Feuerlöscher nicht wieder an seinen vorgesehenen Ort zurückstellen. Dieser muss zuvor von einer autorisierten Fachperson aufgefüllt werden. Auch wenn er nicht komplett geleert wurde. Ein Feuerlöscher sollte immer voll aufgefüllt und funktionsfähig sein. Ansonsten ist seine Funktion beim nächsten Brand nicht gewährleistet.

Verschiedene Brandklassen

Brände werden in verschiedene Klassen unterteilt. Dies hat jedoch nichts mit der Grösse des Feuers zu tun, sondern mit den brennenden Materialien. Denn Feuer ist nicht gleich Feuer. Magnesium lässt sich zum Beispiel nicht gleich löschen wie Holz. Welche Klassen es gibt und welche Materialien in diesen Vorkommen kannst du in den folgenden Zeilen nachlesen:

Brandklasse A

In die Brandklasse A gehören feste Stoffe, welche durch die Verbrennung eine Glut bilden. Folgende Materialien befinden sich in dieser Klasse:

  • Holz
  • Papier
  • Stroh
  • Kohle
  • Autoreifen
  • Textilien

Diese Brände können mit einem ABC-Pulverlöscher, einem Schaumlöscher oder einem Wasserlöscher bekämpft werden. Achte darauf, dass auf dem Feuerlöscher der Buchstabe «A» versehen ist. Dies deutet darauf hin, dass sich der Feuerlöscher für diese Brandklasse eignet.

  • Schaumfeuerlöscher S9 Budget (A, B)
  • Schaumfeuerlöscher S9 Budget (A, B)
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GLORIA Schaumfeuerlöscher S9 Budget (A, B)

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Brandklasse B

Bei einem Brand in der Klasse B handelt es sich um flüssige Stoffe. Es können auch Materialien sein, die zwar fest sind, jedoch durch die Hitze des Feuers flüssig werden können. Folgende Materialien lassen sich dieser Klasse zuordnen:

  • Kraft- und Schmierstoffe
  • Fette
  • Lacke
  • Alkohol
  • Kerzenwachs
  • PVC
  • Teer
  • Paraffin

Brände mit flüssigen Stoffen können auf verschiedene Arten gelöscht werden. Du kannst hier einen ABC-Pulverlöscher, einen Kohlendioxidlöscher oder einen Schaumlöscher verwenden. Schaumlöscher sind jedoch nur bedingt geeignet. Bei Fett- und Ölbränden darfst du diese auf keinen Fall verwenden, da Schaumlöscher Wasser enthalten. Trifft Wasser auf brennendes Fett, ist die Wirkung verheerend und kontraproduktiv, denn damit löst du eine Fettexplosion aus.

  • Kohlendioxidfeuerlöscher K2 Premium (B, C)
  • Kohlendioxidfeuerlöscher K2 Premium (B, C)
CHF 346.–
GLORIA Kohlendioxidfeuerlöscher K2 Premium (B, C)

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Brandklasse C

Die Klasse C beinhaltet alle brennbaren Gase. Dazu gehören folgende Stoffe:

  • Propan
  • Methan
  • Wasserstoff
  • Erdgas
  • Stadtgas
  • Acetylen

Um brennende Gase zu löschen, eignen sich die ABC-Pulverlöscher. Bei Gasen ist jedoch zu beachten, dass Löschen nicht immer die beste Entscheidung ist. Hast du das Feuer gelöscht, strömt immer noch Gas aus und es kann zu einer Explosion führen. Bei Gasbränden solltest du immer das Leck ausfindig machen und es wenn möglich schliessen. Gelingt dir dies nicht, entferne dich vom Brandherd und überlasse die Brandbekämpfung der Feuerwehr.

Protex Pulver (A, B, C)
CHF 97.50
Protex Pulver (A, B, C)
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Brandklasse D

Die vierte Brandklasse ist die Klasse D. In diesen Bereich fallen alle brennenden Metalle. Folgende Stoffe gehören in diese Kategorie:

  • Magnesium
  • Aluminium
  • Kalium
  • Natrium
  • Lithium

Diese Brände können lediglich mit einem speziellen Pulverlöscher bekämpft werden, der spezifisch auf Metallbrände ausgelegt ist. Diese bestehen meistens aus gemahlenem Natriumchlorid. Brennende Metalle sind sehr schwer zu löschen und können sich jederzeit wieder entfachen. Auch wenn du das Gefühl hast, der Brand sei gelöscht, solltest du weiterhin den Brandherd beobachten.

Alternative zu Feuerlöscher

Feuerlöscher sind eher kostspielig in der Beschaffung und benötigen viel Platz am Verwendungsort. Dies kann für dich einen Grund sein, dir keinen zuzulegen. Um dennoch bei einem Brand in deinem Eigenheim einschreiten zu können, empfehle ich dir eine Löschdecke. Diese sind günstig, brauchen fast keinen Platz und sind einfach in der Anwendung.

Löschdecke FLD 3248
GEV Löschdecke FLD 3248

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Um die Löschdecke zu verwenden, halte sie an zwei Enden mit je einer Hand fest. Mache danach mit deinen Händen eine Drehbewegung, damit deine Hände vollständig von der Decke bedeckt sind. Dadurch kannst du dich nicht verbrennen, wenn du die Decke über den Brandherd legst. Durch die Decke kriegt das Feuer keinen Sauerstoff mehr und erstickt. Ziehst du die Decke zu früh weg, kann sich das Feuer wieder entfachen. Warte deshalb lieber einen Moment länger und lasse die Decke weiterhin auf dem Brandherd liegen.

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Auf dem Motorrad geniesse ich meine Freiheit, beim Angeln wecke ich meinen Jagdinstinkt und hinter der Kamera lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.

6 Kommentare

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User Jonas.

Cooler Beitrag, sehr Informativ. Ich denke für den Haushalt reich wohl der Protex Pulver (A, B, C) , dieser deckt eigentlich alles ab was man im Haushalt hat und brennen könnte.

07.11.2017
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User Ramon Schneider

Ja, der deckt so ziemlich alles ab. Pulver hat jedoch den Nachteil gegenüber Schaum, dass er eine riesen Sauerei anrichtet. :) Es ist so feinkörnig wie Backpulver und gelingt dadurch in alle noch so kleinen Ritzen in deiner Wohnung. Auch können durch das Pulver deine Elektrogeräte kaputt gehen. Das Feuer löschst du damit aber bestimmt.

07.11.2017
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User Jonas.

Nunja aber Schaum verursacht doch sicherlich Wasserschäden, gerade bei Parket? Ich denke am Ende hat man mit Pullver weniger kostspielige Schäden und mit beidem immer noch weniger als wenn das Feuer weiter brennt :P

07.11.2017
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User chrigi24

Naja einen Rauchschaden hast du dann eh überall wo Rauch war. Da ist ein aufgeweichtes Parkett das kleinste übel. Und das Pulver geht wirklich überall hin und hat den Nachteil das ALLES in eine Staubwolke gehüllt ist. Für den Haushalt empfehle ich dir einen Schaumlöscher und für ungeübte besser einen grösseren. Denn der 6L ist nach 20-30s Leer und wenn man vor lauter Nervosität nicht gut Trifft ist der Feuerlöscher leer bevor irgend etwas gelöscht ist :)

19.11.2017
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Antworten
User hofstetter_martin

Beim CO2 Löscher wäre noch wichtig zu erwähnen, dass man damit nie brennende Menschen löschen darf. Er verursacht starke Kälteverbrennungen!

02.01.2018
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