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Wie mich die Bezzera Unica zum Kaffee-Snob machte

Es gibt Kaffeetrinker und es gibt Kaffeetrinker. Für die einen geht es hauptsächlich um die Koffeinzufuhr. Andere sind Geniesser, die lieber keinen statt einen mittelmässigen Kaffee trinken. Ich zähl mich zu letzteren und Schuld daran ist die Bezzera Unica.

Ich hatte schon immer ein Schwäche für das schwarze Gold. Bereits in der Primarschule probierte ich meine erste Tasse Filterkaffee. Spätestens ab Lehrbeginn musste mein Vater beim Frühstück jeweils zwei Kaffees zapfen. Von da an gehörte das Bohnengebräu fest zu meiner Morgenroutine. Aber erst als ich mir meine erste eigene Kaffeemaschine anschaffte, erwachte der Gourmet in mir.

Die aus den Camping-Ferien mit meinen Eltern bekannte Bialetti-Espressokanne diente als mein Einstand. Von da an probierte ich laufend neue Möglichkeiten der Kaffeezubereitung aus. Von der Filtermaschine, zur French Press bis zum Vollautomat war kein Gerät vor mir sicher.

Der Ferrari unter den Kaffeemaschinen

Vor ein paar Jahren entschied ich mich schliessich etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und mir eine richtig edle Espressomaschine anzuschaffen: Die Bezzera Unica. Das Gerät aus Edelstahl ist ein echter Hingucker in jeder Küche und nimmt verhältnismässig wenig Platz weg. Die mechanischen Hebel und Schalter sind klein Vergleich zu schnöden Tasten. Wenn du hier einen Kaffee braust, ist das ein Erlebnis.

Unica PID
CHF 1'248.-
Bezzera Unica PID
Die Bezzera Unica PID Espressomaschine ist das Premium Modell unter den Einkreismaschinen. Die integrierte Temperaturkontrolle sorgt dafür, dass man die Temperatur des Brühwassers exakt einstellen und auf die verwendeten Espressobohnen abstimmen kann.
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Ich hab das Modell mit Hebel statt Drehgriff.

Die Unica ist eine Einkreismaschine. Das heisst, wenn du Milch schäumen willst, musst du erst warten, bis sich genügend Druck aufgebaut hat. Anschliessend musst du warten, bis sie sich wieder abgekühlt hat, um Kaffee zu brauen. Wenn dich das stört, dann greif zu den etwas teureren Zweikreisern. Ich hab schon länger mit dem Gedanken gespielt, mir eine Espressomaschine zuzulegen. Aber bis zu dem Zeitpunkt hat mich einerseits der Preis abgeschreckt und andererseits trinke ich mehr Lungos, also «normale» Kaffees als Espressi. Aber irgendetwas sagte mir, dass damit auch grössere Kaffees besser schmecken müssen.

Der Ferrari-Vergleich stimmt übrigens nicht nur bezüglich Preis und Qualität, sondern auch in Sachen Handling. Siebträgermaschinen wie meine Bezzera Unica erfordern mehr Zuwendung als beispielsweise ein Vollautomat. Genau wie du beim Ferrari nicht einfach das Gaspedal durchtreten kannst, wenn du nicht in der nächsten Wand landen möchtest, kannst du bei Bezzera-Maschinen nicht einfach Bohnen reinkippen und ein Knöpfchen drücken. Es braucht Gefühl und Erfahrung.

Am Anfang steht die Mühle

Als erstes brauchst du eine passende Mühle. Bereits gemahlene Bohnen willst du damit nämlich nicht verwenden. Nur wenn die Bohnen frisch zu Pulver verarbeitet werden und der Mahlgrad stimmt, schmeckt der Kaffee. Eine gute Mühle ist dabei mindestens so wichtig, wie die richtige Kaffeemaschine. Leider kostet dich ein anständiges Modell schnell mehrere Hundert Franken. Ich besitze die Anfim Self KS. Diese Mühle ist nicht zu gross, das Mahlwerk gut einstellbar und die Geräuschkulisse liegt im erträglichen Bereich. Der Geruch von frisch gemahlenen Kaffee lässt dich den Preis schnell vergessen.

Self KS-T
CHF 538.-
Anfim Self KS-T
Gute und zuverlässige Mengendosierung sowie die exakt einstellbare Mahldauer zeichnen diese Direktmühle aus. Sie arbeitet präzise und hat kaum Streuverlust.
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Ich besitze das günstigere Modell, aber das haben wir zur Zeit nicht an Lager.

Kaffeetrinken wird zum Hobby

Je nachdem, wo du die Maschine kaufst, kriegst du eine kurze Schulung dazu. Klingt erst etwas befremdlich, aber damit der Kaffee so wird, wie du es magst, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Primär die folgenden vier Punkte:

  • Wassertemperatur
  • Mahlgrad
  • Menge
  • Anpressdruck

Für den perfekten Espresso sollte die Maschine das Wasser auf 92-93 Grad vorheizen. In der Regel ist dieser Wert bereits voreingestellt. Nur so kann sich der Geschmack der Bohnen richtig entfalten. Als nächstes kommt der Mahlgrad – einer der wichtigsten Punkte. Je feiner, desto stärker der Kaffee. Hier spielen Bohnensorte und Geschmack eine wichtige Rolle. Fülle so viel Pulver in den Siebträger, dass es wie ein Vulkan etwas herausschaut. Das überschüssige Pulver kannst du mit dem Finger wegstreichen, so dass das Pulver glatt und bündig an die obere Kante grenzt. Danach drückst du es mit dem Tamper – den du vermutlich auch noch dazukaufen musst – fest. Gerade von oben. Nicht schräg und auch nicht mit der Schulter hineinlehnen. Sonst verteilt sich der Druck nicht gleichmässig. Apropos Druck: Der Anpressdruck sollte bei 13 kg liegen. Das gilt als Idealwert. Um herauszufinden, wie viel Kraft du dafür aufwenden musst, benutzt du am einfachsten eine Waage.

Wenn du das alles beachtet hast, legst du den Hebel um und der Kaffee sollte schön cremig aus dem Siebträger laufen. Fliesst der Kaffee zu schnell oder ist er wässrig, ist er unterextrahiert. Das heisst, du hast entweder den Mahlgrad zu grob eingestellt, zu wenig Pulver verwendet oder nicht fest genug angedrückt. Rinnt der Kaffee dagegen nur tröpfchenweise aus der Maschine, ist er überextrahiert. Du hast also entweder zu fest gedrückt, zu viel Pulver verwender oder zu fein gemahlen. Besonders wenn du neue Bohnen kaufst, musst du Anfangs etwas ausprobieren, bis du die richtige Mischung gefunden hast. Ich variiere sehr oft mit unterschiedlichen Bohnensorten, die ich von der Winterthurer Rösterei Küng beziehe. Für den Lungo muss ich selten viel verstellen. Beim Espresso werden es oft zwei Bezüge bis ich ihn so habe, wie er mir schmeckt. Aber gerade dieses Ausprobieren und Experimentieren mit unterschiedlichen Bohnen und Mahlgraden hat das Kaffeetrinken für mich auf eine neue Stufe gehoben. Zuhause freue ich mich jedes mal, wenn es Zeit für einen Kaffee ist.

Der Nachteil davon ist, dass man zum Kaffee-Snob wird. Ich spucke zwar nicht gleich angewidert aus, wenn mir jemand einen schlechten Kaffee serviert, aber die Ansprüche sind deutlich gestiegen. Das hat ja bereits meine Odyssey für den besten Büro-Kaffee gezeigt.

Kleiner Tipp

Meine Bezzera zeigt auf dem kleinen Display die Zieltemperatur von 93°C schon nach wenigen Minuten an. Damit wird der Kaffee allerdings noch nicht richtig cremig und schmeckt auch noch nicht so gut wie er könnte. Darum verwende ich eine günstige Zeitschaltuhr, die eine halbe Stunde bevor ich am Morgen aufstehe, die Maschine einschaltet. Ausserdem empfehle ich dir eine Ausklopfschale sowie einen mittelgrosser Pinsel. Damit kannst du den Siebträger schnell und unkompliziert ausputzen.

Ausklopfschublade
CHF 238.-
Bezzera Ausklopfschublade

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Ich verspreche dir, der ganze Aufwand und die Investitionen lohnen sich. Siebträgermaschinen wie die von Bezzera werten nicht nur deine Küche optisch auf. Wenn du deinen Tag mit einem wirklich guten, selbstgebrauten Kaffee beginnen und auch wieder beenden kannst, dann läuft schon vieles richtig im Leben.

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Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

11 Kommentare

User barkeeper14

Lieber Philipp,
Du bist schuld mit deinem Artikel "Meine Odyssee auf der Suche nach dem perfekten Büro-Kaffee", dass ich mir eine Rocket Appartamento gekauft, einen Home-Barista besucht und mich nun für einen Latte Art Kurs angemeldet habe! Dafür danke ich dir! Das beste was mir passieren konnte. Seither habe ich eine wundervolle Reise durch die Welt des Kaffees erlebt.

24.10.2017
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User Philipp Rüegg

Diese Schuld nehme ich gerne auf mich :) freut mich, dass ich den Kaffee für dich neu entdecken konnte :)

25.10.2017
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User david-cslu

Gehöre ja auch zu diesen "Kaffee-Snobs"... aber etwas kann man wirklich nicht genug betonen: Kaffeezubereitung mit einer solchen Maschine braucht ZEIT. Zeit zum Vorwärmen, Zeit zum Mahlen, Zeit für die Zubereitung, Zeit für die Reinigung. Und wenn man dann noch Milchschaum machen will,...

24.10.2017
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User david-cslu

(Ich erwähne das, weil man diesen Faktor wirklich nicht unterschätzen sollte. Ich trinke tatsächlich dank meiner Espressomaschine nicht mehr viel Kaffee, weil mir meist die Zeit fehlt ihn zuzubereiten...)

24.10.2017
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User cash2606

Ich liebe Kaffee wahrscheinlich nicht so sehr wie du, weil mir der Kaffe nicht knappe 2000stutz wert ist. Der Artikel verführt zum kauf aber wie soll sich ein normal Bürger so was leisten?

21.10.2017
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User Yuppie

Rechne mal aus, was du monatlich für Take-Away Kafffee ausgiebst. Was in der Kantine etc. Es lohnt sich letztendlich.

21.10.2017
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User Anonymous

Hallo Cash2606, es ist doch so wie mit den Autos: Ich schaue mir gerne Autos vom Mercedes an, leisten kann ich mir jedoch keinen. Es gibt aber Leute die können das und kaufen sich ein solches Auto weil sie auf verschiedene Atripute die das Auto bietet, setzen. Dann gibt es widerum die, die sich auch einen Mercedes leisten könnten, aber doch ein günstiges Auto wählen, weil für sie einzig das von A nach B kommen wichtig ist. Also: Kauf dir einfach das, was du magst und auch zahlen kannst. Ich persönlich mag übrigens Kaffee aus meinem Espressokännchen. Vielleicht ist das was für dich. (Ich will hier keine Autodiskussion losreissen sondern einfach ein Beispiel bringen)

23.10.2017
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User Stefanportmann

2000 Franken sind etwa 3600 Kapseln Nespresso. Bei 6 Kaffe täglich sind das 600 Tage Nespresso. mach nochmal 100 Tage drauf, weil du ja immernoch Kaffeebohnen kaufen musst und du bist bei 700 Tagen bis du den Kauf amortisiert hast und es gibt immernoch sehr viele Leute die sich Nespresso leisten.

24.10.2017
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User Roimungstrupp

Wenn ich mir die Preise für die vernünftigen Vollautomaten anschaue, dann ist eine Siebträger Maschine ein absoluter Preis/Leistungssieger. Klar, die Nespresso Maschinen sind Spotbillig im Vergleich, aber dafür ist der Kaffee extrem teuer. Dazu kommt die Geschichte mit dem Kapsel-Abfall den man zwangsläufig produziert, der bei einer Siebträger Maschine komplett entfällt.
Äuserst positiv ist anzumerken, dass diese Chrombomber auch von einem Laien gewartet und repariert werden können wenn ein wenig handwerkliches Geschick vorhanden ist.
Ich habe mich vor c.a. 2 Jahren für eine Bezzera Magica entschieden und bereue nur, diesen Schritt nicht schon früher gemacht zu haben.

24.10.2017
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User genovese.marco

Ciao Philipp
Merci für deinen Artikel. Hast du mal die Maschinen von ECM oder Vibiemme verglichen? Hast du bei den Kaffeemühlen noch einen Tipp? Ich hab mir da mal Graef und weitere Mühlen bis 200 Fr. angeschaut.

Danke im Voraus!

26.10.2017
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User Philipp Rüegg

ECM hab ich einfach schon davon getrunken und die Dinger machen auch einen sehr guten Eindruck. Die Graef-Mühlen hab ich mir auch schon angeschaut, aber weiss nicht mehr, warum ich mich dagegen entschieden habe. Denke aber für den Preis kann man sicher nicht meckern.

27.10.2017
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