Hintergrund

Wer wird Präsident? Eine Meinungsumfrage

Am 3. November 2020 findet in den USA die Präsidentschaftswahl statt. Bleibt Donald Trump Führer der Weltmacht oder wird er von einem seiner zahlreichen demokratischen Herausforderer abgelöst? Deine Meinung ist gefragt.

Donald Trump will weitere vier Jahre Präsident der USA sein. Er kandidiert darum für die Republikanische Partei bei der Wahl vom 3. November 2020. Demokratische Herausforderer gibt es momentan noch unzählige. Die bekanntesten sind sicherlich Bernie Sanders und Joe Biden.

Deine Meinung

Präsidentschaftswahl

Wer gewinnt die 59. Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika?

  • Donald Trump
    36%
  • Bernie Sanders
    15%
  • Joe Biden
    9%
  • Eine andere Kandidatin/ein anderer Kandidat
    40%

Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

Apropos Meinungsumfragen

Heute vor 195 Jahren, am 24. Juli 1824, veröffentlichte die US-Zeitung Harrisburg Pennsylvanian die weltweit erste Meinungsumfrage. Thema war der Ausgang der damaligen Präsidentschaftswahl. Diese fand vom 26. Oktober bis zum 2. Dezember 1824 statt und wird allgemein als Neuorientierung angesehen. Die vorangegangenen Jahre waren die USA von einer Ein-Parteien-Regierung geführt worden, da sich die Föderalisten aufgelöst hatten und somit nur mehr die Demokratisch-Republikanische Partei übrigblieb. In dieser Wahl splittete sich diese Partei auf, als sich vier ihrer Kandidaten um die Präsidentschaft bewarben.

Der Teil der Partei, der von Andrew Jackson geführt wurde, entwickelte sich später zur heutigen Demokratischen Partei. Die Kreise um John Quincy Adams und Henry Clay wurden später zur National Republican Party, aus der Mitte der 1830er Jahre die United States Whig Party hervorging.

Die Frage der Zeitung: «Wer wird nächster Präsident der USA?» beantworteten damals von den rund 3 000 Bewohnern des Städtchens Harrisburg immerhin 524 Leser. Rund 60 Prozent sahen den Demokraten Andrew Jackson als Gewinner – und lagen damit knapp daneben.

Diese Wahl ist insofern bemerkenswert, als es die einzige war, die seit der Einführung des 12. Verfassungszusatzes im Repräsentantenhaus entschieden wurde, da keiner der Kandidaten im Wahlmännergremium eine Mehrheit auf sich vereinigen konnte. Von dieser Wahl wird auch oft gesagt, dass es die erste gewesen sei, in der ein Präsident den Popular Vote nicht gewonnen hätte. Das ist schwierig festzustellen, da ein Viertel der Staaten überhaupt keine Wahlen im eigentlichen Sinne abhielt, sondern die jeweiligen Parlamente die Wahlmänner wählte.

Keiner der Präsidentschaftskandidaten konnte also eine absolute Mehrheit im Wahlmännergremium auf sich vereinigen, deshalb hatte das Repräsentantenhaus über die Präsidentschaft zu entscheiden. Und wählte schliesslich John Quincy Adams zum sechsten Präsidenten der Vereinigten Staaten.

John Quincy Adams
John Quincy Adams

Du kannst auch mich wählen. Zwar nicht zum Präsidenten, aber wenigstens zu einem deiner Autoren, denen du folgst. Hier geht es zum Wahllokal.

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Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.


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