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Schockierend gut: die selbst gemachte Alternative zum Deo

Nach meinem Besuch bei «Zero Waste»-Verfechterin Carla Opetnik habe ich einen Entschluss gefasst: Ich möchte meine Pflege-Routine (umwelt-)bewusster gestalten. Den Anfang mache ich mit einem selbst gemachten Deo, das erstaunlicherweise besser funktioniert als alles, was ich je getestet habe.

Hättest du mir vor ein paar Monaten gesagt, dass ich eines Tages nur noch mit einem «selbsthergestellten» Deo unter den Armen durch die Gegend spaziere, hätte ich dir den Vogel gezeigt. Nicht, weil ich eine Alternative zur täglichen Chemie begrüsst hätte, sondern weil ich meinte, meinen Körper zu kennen. Ich war überzeugt, dass mich ein DIY-Deo keinesfalls vor Geruchsbildung schützen könnte. Schliesslich hatten bei mir bisher alle herkömmlichen Deos ohne Aluminiumsalze versagt – mit einer Ausnahme.

Wer sich den Preis dieses «Ausnahmetalents» anschaut, merkt schnell, weshalb es für mich keine langfristige Option ist. Hinzu kommt das nasse, leicht klebrige Tragegefühl, mit dem ich mich nicht wirklich wohlfühle. Zwei weitere Punkte, die sich gegen meinen Vorsatz richten: Die Plastikverpackung und die Tatsache, dass ich nicht weiss, was alles drinsteckt. Ich möchte gewiss nicht alles in meinem Badezimmerschrank nach diesen Kriterien ersetzen, aber zumindest jene Pflegeprodukte, die ich täglich verwende, sollten schon drinliegen. Dazu zählt allen voran mein Deodorant.

Von fehlgeschlagenen Testläufen

Vor etwa einem Jahr hat mir meine Kosmetikerin empfohlen, auf herkömmliche Deos zu verzichten und stattdessen Kokosöl mit Natron zu mixen. Nur dumm, dass ich damals nicht nachgefragt habe, wie es ums richtige Mischverhältnis steht. Also habe ich mir ein kleines Töpfchen Kokosöl (28ml) gekauft, einen Kaffeelöffel Natron reingemischt (so stand es im erstbesten DIY-Rezept, das ich ergoogelt habe) und mir das probeweise an einem Wochenende unter die Arme geschmiert. Schon nach zwei Stunden begann ich zu riechen.

Im November war ich dann bei Carla Opetnik zu Besuch. Ihre Lebensphilosophie: Weniger Abfall produzieren und wo immer möglich, natürliche Alternativen verwenden. Auch sie empfahl mir die Kokos-Natron-Mischung. Als ich ihr von meinem missglückten Versuch erzählte, riet sie mir, mehr Natron zu verwenden. Dieses bekämpfe nämlich die geruchsbildenden Bakterien. Sobald man zu riechen beginnt, sei das Natron sozusagen «aufgebraucht». Also habe ich dem Ganzen noch eine Chance gegeben. Diesmal bin ich wie folgt vorgegangen: Eine Messerspitze Kokosöl unter die Arme reiben und auf die öligen Finger Natron streuen. Was an ihnen haften bleibt, gebe ich ebenfalls unter die Arme. Vorsicht: Beim Auftragen des Natrons nicht zu viel reiben, da ansonsten Hautirritationen entstehen können.

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Zwischenstand: 4 Wochen Deo-frei

Nun bin ich happy, verkünden zu dürfen, dass ich vier Wochen lang nahezu durchgehend auf herkömmliche Deos verzichtet habe. Einzige Ausnahme: die Feiertage bei der Familie. Da Kokosöl, sofern es sich verflüssigt, alles andere als reisefreundlich ist, musste ich eine Ausnahme machen. Aber im Ernst: Wo war dieser Trick mein ganzes Leben lang? Wenn ich genügend Natron aufgetragen habe, rieche ich am Abend überhaupt nicht. Nicht mal ein kleines Bisschen. Ein solches Ergebnis konnte mir nicht mal mein altbewährtes «Rexona Cotton Dry» mit Alu bieten. Einziger «Nachteil»: Das Kokos-Natron-Gemisch verhindert das Schwitzen nicht, da es die Porenausgänge der Haut nicht verschliesst. Das heisst, schwitzen wirst du allemal. Vermutlich sogar mehr, als du es dir gewohnt bist. Das soll aber auch so sein. Alles andere wäre sowieso nicht gesund.

Übrigens: Wer nicht so viel Schutz braucht und die Natron-Dosierung gerne etwas leichter halten möchte, findet hier ein Rezept für ein DIY-Deo-Spray:

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Natalie Hemengül, Zürich

  • Editor
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

11 Kommentare

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User david-cslu

Deos auf der Basis von Kokosöl und Natron (meist auch noch mit einigen zusätzlichen Stoffen) gibt es übrigens auch in diversen Ausführungen zu kaufen - wenn man keine Lust auf DIY hat und sich trotzdem die Aluminiumsalze vom Körper halten will.
Mein persönlicher Favorit ist das "Lavender and Clary Sage Cream Deodorant" von Lulu Organics (dürft ihr gerne ins Sortiment aufnehmen, Galaxus ;-)).
Bekannt ist auch das vergleichbare Produkt von "Soapwalla". (Mag ich persönlich vom Geruch her weniger als das von Lulu.)
Es gibt das Ganze sogar als handgemachtes Schweizer Produkt unter dem Namen "Joyfullife."

07.01.2019
User Natalie Hemengül

Vielen lieben Dank für deine Produktempfehlungen. Ich kannte bisher noch keine der von dir genannten Alternativen :) Deinen Wunsch gebe ich natürlich sehr gerne an unser Product Management weiter. Ganz liebe Grüsse, Natalie

08.01.2019
User Anonymous

Es fragt sich warum man ein ganzes Magazin-Artikel darüber schreibt, wenn vorher so schlecht recherchiert worden ist...

08.01.2019
Antworten
User nicole_3339

Wer es nachhaltig aber noch etwas ausgeklügelter/duftender mag: Deo von "Ben & Anna": Aus ausgesuchten natürlichen und rein veganen Inhaltsstoffen. (ohne Aluminium, PEG, Parabene & Phtalate) Verpackt sind die Sticks in Papertubes aus 100% recyceltem Papier. Schützt zuverlässig vor Nässe & Geruch. Gibt verschiedene Duftrichtungen.

09.01.2019
User nicole_3339

Leider fehlt es noch im Sortiment von Galaxus.

09.01.2019
User Natalie Hemengül

Auch dir vielen lieben Dank für die Produktempfehlung :) Ich gebe deinen Wunsch, unser Sortiment um dieses Produkt zu erweitern, sehr gerne weiter. Ganz liebe Grüsse, Nati

09.01.2019
Antworten
User fippi22

Lush Aromaco finde ich der beste Deo.
Man kann auch nur eine Scheibe Zitrone unter die Achsel reiben. ;)

10.01.2019
User Natalie Hemengül

Hui davon hab ich ja noch nie gehört. Musste gleich mal danach googeln. Danke für den Hinweis, werde das gerne auch mal ausprobieren. :D

10.01.2019
Antworten
User Anonymous

Mein Rezept für Deocreme:
1. 20g Kokosöl und 10g Sheabutter schmelzen (max. lauwarm!)
2. 30g Natron, 10g Stärke, 5g Zinkoxid und 5-10 Tropfen Teebaumöl beigeben, gut verrühren
3. In Behälter abfüllen, im Kühlschrank abkühlen lassen.

Anwendung: erbsengrosse Menge (oder auch etwas mehr) mit den Fingern unter der Achsel verreiben. Auch direkt nach der Rasur kein Problem. Bei Wechseln weg von Aludeos ist eine potentiell unangenehme Umstellungszeit von ca. 2 Wochen möglich.

16.01.2019
User Natalie Hemengül

Vielen lieben Dank fürs Teilen deines Rezeptes. Sheabutter wollte ich sowieso mal «mit einbauen» :)

16.01.2019
Antworten
User Anonymous

Haha, dieses Rezept, das keins ist (nicht zu stark reiben!!!) ! > Besser googlen, bessere Rezepte finden! Nämlich besteht es doch noch mit anderen Bestandteile und Natron gleicht nicht Natron!!!

08.01.2019