Schmor in der Hölle! Eine Ode auf meine Lieblingspfanne
ProduktvorstellungKüche & Kulinarik

Schmor in der Hölle! Eine Ode auf meine Lieblingspfanne

Simon Balissat
Zürich, am 07.01.2020
Er ist schwer, darf nicht in den Geschirrspüler und es dauert ewig, bis er auf Temperatur ist. Der Schmortopf. Dennoch ist er mein Lieblingstopf.

Als ich meinem Bruder zur Hochzeit einen Schmortopf schenkte, war meine Mutter besorgt. «Aber sie essen doch kaum Fleisch! Brauchen sie den wirklich?», war ihr Einwand gegen den neuen «Le Creuset». Das schien berechtigt. Es liegt schon im Namen. Schmoren bezeichnet das Anbraten und anschliessende Kochen im Sud. Dazu eignet sich Fleisch nun mal besonders. Der Sonntagsbraten zum Beispiel. Oder das Orangenpoulet. Das ist eines von drei Rezepten, die mein Vater beherrscht. Die anderen zwei sind Fondue und «Jambon à la russe».

Wie kommt Portwein nach Russland?

«Schinken russischer Art» sind Schinkenröllchen, gratiniert in einer Sauce aus Rahm, Portwein und Tomatenmark. Wie das Gericht zu seinem Namen gekommen ist, ist mir schleierhaft. Zwischen Porto und Moskau liegen schliesslich 3 689 Kilometer Luftlinie. Gemocht hatte ich es auf alle Fälle nie.

Der Russenschinken ist ein Beispiel, das im Schmortopf wunderbar gelingt, auch wenn es nicht geschmort ist. Es ist nicht alles Gold, was glänzt und es ist nicht alles geschmort, was im Schmortopf ist. Ich koche darin Risotto und Polenta genauso wie Suppen und Gemüse. Rotkraut, Dörrbohnen oder Ratatouille. Brot wie beim Bäcker? Gelingt im Schmortopf.

Der Schmortopf ist Gott in der Küche. Unersetzlich und unzerstörbar. Eine Investition fürs Leben und danach. Weil ich bestimmt in die Hölle komme, nehme ich den Topf gleich mit. Dann darf ich auch zurecht sagen: «Ich schmor mit meinem Le Creuset in der Hölle».

Pfanne
Signature (26cm, Bräter/Schmortopf, Gusseisen)
243.–
Le Creuset Signature (26cm, Bräter/Schmortopf, Gusseisen)

Vielseitig, leistungsstark und unübertroffen in Design und Funktion.

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Simon Balissat
Simon Balissat
Editor, Zürich
Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.

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