Mit Solarpanels und Brennholz gegen Energieknappheit

Stephan Kurmann
Zürich, am 02.09.2022

Strom und Gas könnten diesen Winter knapp werden. Ein Teil der Schweizer Bevölkerung rüstet sich deshalb schon jetzt für den Ernstfall: Powerstationen, Stromgeneratoren und Heizkörper sind teilweise nicht mehr lieferbar. Einen Boom erleben auch Solarpanels und Brennholz, die bei Galaxus im August noch nie so gefragt waren.

Während Grünen-Politiker Bastien Girod Kerzen für etwaige Stromausfälle bunkert, hat sich SVP-Nationalrat Marcel Dettling gemäss Blick einen Stromgenerator für 7000 Franken zugelegt. Auch Politikerinnen und Politiker in Bundesbern bereiten sich für eine mögliche Energiemangellage vor – auf unterschiedliche Art und Weise.

Wer übertreibt? Wer erkennt den Ernst der Lage nicht? Wir sind weder Energieexperte noch Politikerin, sondern ein Onlineshop. Darum verzichten wir auf Prognosen und Hypothesen, sondern bleiben bei dem, was wir können: Wir analysieren unsere Verkaufszahlen und teilen diese mit unserer Community.

Bereits Ende Juli haben wir über die Absatzexplosion bei Stromgeneratoren, Powerstationen und Heizkörpern berichtet. Nun liegen die August-Verkaufszahlen vor: Das Verkaufswachstum bei den «Energie-Produkten» – unten in der Grafik aufgeführt – bewegt sich im 3- und 4-stelligen Bereich. Spitzenreiter sind Powerstationen, die diesen August 20-mal öfter über den virtuellen Ladentisch gingen als im August 2021.

Auffällig ist auch das Wachstum bei der Solarenergie: Im März, kurz nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, verzeichneten wir einen ersten Verkaufspeak. Der drohende Energieengpass kurbelte den Absatz im Juli und August weiter an. Im August verkaufte Galaxus mehr als 11-mal so viele Solarpanels und mehr als 8-mal so viel Solarzubehör im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr.

Auch auf Kantonsebene schlug sich der Solartrend nieder: Von allen Produkten, die der Energiegewinnung dienen, landeten Solarpanels in elf Kantonen auf häufigsten im virtuellen Warenkorb unserer Kundschaft. Vor allem in der Romandie und der Innerschweiz boomt die Sonnenenergie. In den restlichen 15 Kantonen stand Brennholz zuoberst auf der Einkaufsliste. Das Mittelland, die Ost- und die Südostschweiz setzen auf Holz, um allfällige Gas- oder Stromengpässe überbrücken zu können. Powerstationen wurden in dieser Auswertung nicht berücksichtigt, da sie nicht der Energieproduktion, sondern der Energiespeicherung dienen.

Und bevor es in der Kommentarspalte ausartet: Dieser Artikel ist keine Kaufaufforderung. All unsere Kundinnen und Kunden entscheiden selbst, ob sie Brennholz fürs Cheminée, Solarpanels für den Balkon, einen Stromgenerator für den Notfall oder gar nichts von alledem kaufen. Wir haben nur die Produkte, du das Leben.

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