Nach Jahren wieder im Einsatz: das Kreppeisen. Aber zum Glück nur für dieses eine Bild.
Nach Jahren wieder im Einsatz: das Kreppeisen. Aber zum Glück nur für dieses eine Bild.
Produktvorstellung

Erinnerst du dich noch an diese haarigen Trends aus den 90ern?

Natalie Hemengül
Zürich, am 09.04.2019
Mann, war ich cool damals. Zumindest dachte ich das. Schliesslich habe ich mit meinen Haaren jeden geschmacklosen Trend mitgemacht, den die 90er und frühen 2000er hergaben. Alles verdrängt und vergessen – bis ich über diese Produkte gestolpert bin.

Zicke Zacke (Haare kacke)

Kaum zu glauben, aber wahr: Krepphaare, oder «Crimped Hair» wie es Stylisten nennen, sind wieder in. Damals kupferte ich den Zickzack-Look von Teenie-Idolen wie Britney Spears, Christina Aguilera und Melissa Joan Hart ab. Selbstverständlich ohne zu hinterfragen, ob ich damit nicht dem Nachbarspudel ähnlicher sehe als den Mädels auf meinen Postern. Weil wir auch heutzutage, besonders zur Festival-Saison, die Regeln des guten Geschmacks über Bord werfen, hat ghd ein Kreppeisen herausgebracht.

Hauptsache auffallen

Worauf ich besonders nostalgisch zurückblicke, ist mein unerschütterliches Selbstvertrauen, das mich dazu veranlasste, Hair Piercings, Haarmascaras und kunterbunte Spangen zu tragen. Ich weiss noch, dass ich nebst den Haarspiralen, die ich meiner Mutter damals aus der Schublade gemopst habe, auch bei jedem Friseurbesuch quengelte, bis ich mir ein neues Haarpiercing aussuchen durfte. Die Dinger sahen jedoch nicht so hip aus, wie die Metallringe, die wir uns aktuell in Anlehnung an Ariana Grande in die Mähne machen. Es waren kleine, enge Metallfedern, die links und rechts mit einem Strassstein geschmückt waren und die du dir an eine Strähne klemmen konntest. Das sah weder schön aus, noch erkannte irgendjemand, was das Teil darstellen sollte. Die meisten wiesen mich darauf hin, dass mir was im Haar hing. Und habe ich erwähnt, dass das Rausnehmen mit Schmerzen und nervigem Rumgewurschtel verbunden war? Egal, ich hab's geliebt.

Gib Gummi

Haargummis besass ich in allen Farben und Formen und immer im Doppel, für den Fall, dass ich mir zwei Zöpfe flocht. Je auffälliger die drangehängten Perlen oder Figuren, desto besser. Um ehrlich zu sein, ich würde solchen Haarschmuck heute noch gerne tragen. Ganz schrecklich hingegen finde ich die Phase, in der ich mir Gummis ins Haar band, die mit Kunsthaar versetzt waren. Kunsthaar, das hinten und vorne nicht zu meiner Naturfarbe passte. Ich dachte mir damals, dass das niemandem auffallen würde. Diese kindliche Naivität wünsche ich mir sehnlichst zurück. Denn damit würde ich vermutlich heute noch den einen oder anderen Trend aus den 90ern rocken...

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Editor, Zürich
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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