Fazit nach einem Jahr Styling mit dem Dyson Airwrap

Fazit nach einem Jahr Styling mit dem Dyson Airwrap

Natalie Hemengül
Zürich, am 06.11.2019
Ich habe für den Dyson Airwrap 600 Franken hingeblättert und ihn ein Jahr lang benutzt. Ist er sein Geld wert? Ein Résumé.

Knapp zwölf Monate ist es her, dass ich den Dyson Airwrap zum ersten Mal vor der Kamera getestet habe. Mein Fazit damals: Kaufen würde ich ihn, aber nicht aus den Gründen, mit denen Dyson so plakativ geworben hat. Das Testmodell ging zurück an Dyson und mein eigenes zog bei mir zuhause ein. Mit einem stolzen Preis von knapp 600 Franken ist der Airwrap Complete meine bisher teuerste Beauty-Anschaffung. Nun ziehe ich Bilanz: Hat sich die Investition gelohnt?

*Wie teuer ist zu teuer?** Der Dyson Airwrap im TestVideo
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Überzeugende Argumente

Übung macht tatsächlich den Meister
Für die beiden Lockenaufsätze brauchst du eine geübte Hand. Du musst wissen, wie du deine Strähne an den Luftstrahl heranführst, damit sie sich nicht unkontrolliert um die eigene Achse dreht oder gar verknotet. Intuitiv ist das Tool speziell mit diesen Aufsätzen nicht. Hast du den Dreh aber erst einmal raus, geht das Styling ruckzuck. Falls du unsicher bist, kannst du dir das Gerät und die Handhabung im Dyson Demo Store in Zürich zeigen lassen oder dir in diesem Video ein paar Tipps holen.

Bye Bye Föhn
Meinen herkömmlichen Haartrockner habe ich mittlerweile entsorgt und verwende nur noch den Föhn-Aufsatz des Airwraps. Der trocknet meine Mähne schneller und ist wesentlich leichter. So spare ich Platz und habe alles beisammen, was ich fürs Styling benötige. Dennoch liebäugle ich ab und zu mit dem Dyson Supersonic. Der soll noch effizienter sein, als mein Föhnaufsatz – behaupten zumindest jene in meinem Umfeld, die beide miteinander verglichen haben.

Reisebegleitung
Mein Airwrap hat sich wegen seines geringen Gewichts beim Reisen bewährt. Dank seines Aufsatz-Systems habe ich nebst Föhn auch gleich mehrere Styling-Optionen mit im Gepäck. Früher wäre ich nie im Leben darauf gekommen, einen Haartrockner, ein Glätteisen oder einen Lockenstab mit in den Urlaub zu nehmen, heute stellt sich diese Frage gar nicht mehr.

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Was mich (nach wie vor) stört und Probleme, die aufgetaucht sind

Mit Locken locken
Ich stehe immer noch zu meiner Meinung, dass die Lockenaufsätze einen Lockenstab nicht ersetzen können. Weil mein Haar dick, schwer und lang ist und der Airwrap mit einer haarschonenden Hitze arbeitet, kann ich Locken bis in den Ansatz vergessen. Spätestens nach einer Stunde sind sie lang gezogen und sehen aus, als hätte ich lediglich meine Haarspitzen mit einer Rundbürste bearbeitet. Das ist völlig ok, weil ich den Look mag. Wichtig: Die besten Resultate erzielst du, wenn du die Haare vor dem Styling wäschst und anföhnst. Wenn du mit den Lockenaufsätzen trockenes Haar bearbeitest, erzielst du den gegenteiligen Effekt: Du glättest dein Haar, auch wenn es kurzzeitig gelockt aussieht.

Wenn ich meine Haare glatt tragen möchte, greife ich entweder zur weichen Smoothing Bürste...
Wenn ich meine Haare glatt tragen möchte, greife ich entweder zur weichen Smoothing Bürste...
...oder zur runden Volumenbürste.
...oder zur runden Volumenbürste.

Frizz
Mit ein bisschen Frizz am Ansatz musst du leben können, zumindest wenn die Lockenaufsätze im Spiel sind. Den bin ich auch mit viel Übung nicht losgeworden. Das liegt daran, dass der Luftwirbel die kleinen Härchen am Ansatz beim Aufwickeln und Festhalten aufwühlt, während die Längen schön glatt werden. Man kann halt nicht alles haben.

Aussteiger
Mir ist es nun einige Male passiert, dass der Dyson Airwrap während des Gebrauchs ausgestiegen ist. Ich vermute wegen einer Überhitzung, so wie das auch bei gewöhnlichen Haartrocknern immer wieder der Fall ist. Nach einer kurzen Pause kehrt er stets wieder zurück ins Leben. Nicht wirklich dramatisch, nur nervig und scheinbar etwas, vor dem nicht mal ein Dyson-Gerät gefeit ist.

Box
Mit der braunen Box konnte ich mich noch nicht anfreunden. Die Farbe ist überhaupt nicht mein Fall und beisst sich mit der Grau-Pink-Optik des Geräts. Mittlerweile gibt’s jedoch ein Set in neuen Farben, das mir sehr zusagt: Dunkles Grau kombiniert mit Violett und einer schwarzen Box. Wieso nicht gleich von Anfang an so?

Mein Wrap up zum Airwrap

Mein Airwrap ist jeden Rappen wert. Er vereint alles, was ich in einem Multistyler suche, und schafft es, mein Haar mit wenigen Handgriffen so aussehen zu lassen, als hätte ich viel Zeit ins Styling investiert. Am häufigsten verwendet habe ich nebst dem Trocknungsaufsatz die runde Volumenbürste, die Smoothing Bürste mit den genoppten Borstenenden und die breiten 40 mm-Lockenaufsätze. Mit meiner Entscheidung für das «Complete» Set, das alle Aufsätze beinhaltet, lag ich goldrichtig, denn: Hätte ich mich für die weniger umfangreichen (und günstigeren) Sets «Volume + Shape» oder «Smooth + Control» entschieden, hätte mir in jedem Fall der eine oder andere Aufsatz gefehlt. Zwar kannst du mittlerweile die Aufsätze einzeln dazukaufen, das wäre mich bei meinen Präferenzen aber teurer gekommen.

Anders gesagt: Der Airwrap ist unkompliziert, effizient und liefert Resultate, die ich sonst nur mit erheblich mehr Zeitaufwand hinbekommen würde.

Diese Aufsätze habe ich am häufigsten verwendet.
Diese Aufsätze habe ich am häufigsten verwendet.

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Editor, Zürich
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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