
Biotta für einen Anfänger: «Reset»-Woche im Selbsttest
Biotta hat mit der «Reset»-Woche eine neue Kur entwickelt, bei der ich nicht nur Säfte trinken, sondern auch feste Nahrung essen darf. Der Selbsttest zeigt: Frust und Genuss liegen nah beieinander.
Ich sitze in meinem Lieblings-Ramen-Restaurant in Zürich und habe gerade eine Tori Paitan mit extra Nudeln und Hühnerhack bestellt. Eine Belohnung an mich selbst, nachdem ich eine Woche lang nur kleine, gesunde Portionen gegessen habe. Ramen ist sicher nicht im Sinne von Biotas «Reset»-Woche. Die ist nämlich zur «Ernährungsumstellung» gedacht und nicht als Vorbereitung auf eine Schüssel dampfender Hühnerbrühe mit mehreren hundert Gramm Weizennudeln, Hühnerfleisch und Eiern. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Doch spulen wir eine Woche zurück: Vorsichtig und mit dem nötigen Respekt gehe ich an die Biotta-Kur heran. Eine Biotta-Saftkur habe ich noch nie gemacht. Zu gross war die Angst davor, dass ich das nicht durchstehe oder mein Umfeld sich abwendet, weil ich den ganzen Tag gehässig bin und ob der gärenden Säfte aus dem Mund stinke. Bei der «Reset»-Woche darf ich jedoch mehrmals am Tag feste Nahrung zu mir nehmen. Dazu liefert das Begleitheft auch gleich die vegetarischen Rezepte, immer auch mit veganer Option.
Zum Glück ist Kaffee erlaubt
Viele gesunde Dinge wie Quinoa und Gemüse, wenig Fett und Kohlenhydrate stehen auf dem Speiseplan. Einmal am Tag gibt es eine Suppe und einen Saft von Biotta. Der Tag startet mit lauwarmem Zitronenwasser. Immerhin ist Kaffee erlaubt, was mir den Tag rettet. Wie es mir ergangen ist, siehst du im Video. Wirklich schwierig waren nur Situationen, wo andere um mich herum gegessen haben und ich mit einer Suppe vorlieb nehmen musste. Wirklich gehungert habe ich selten und wenn, dann nur abends. Auch an Energie hat es mir während der Woche nie gefehlt, im Gegenteil. Auch das verwundert mich nicht. Dass man nach einer Tomatensuppe weniger ins Food-Koma fällt als nach einem Schnitzel mit Pommes, liegt auf der Hand.
Igitt, Kartoffelsuppe!
Bedingungslose Begeisterung wäre doch deplatziert. Das liegt zum einen an der Kartoffelsuppe, die ich nicht sonderlich mochte. Sie hat einen etwas muffigen Geschmack, der mich an ein feuchtes Kellerabteil erinnert. Immerhin liefert Biotta nur zwei Stück davon mit, im Gegensatz zur leckeren Tomaten-Pastinaken-Suppe, die dreimal vorkommt. Zum anderen sind die Rezepte nicht alle gleich lecker. So mochte ich etwa Süsskartoffeln mit Spinat und Quinoa oder Sommerrollen mit Tempeh sehr gerne, während die Pasta mit Gemüse-Hüttenkäse-Sauce oder die Baked Oats bestenfalls als abenteuerlich zu bezeichnen sind. Immerhin gibt dir das Rezeptheft auch Alternativen, sollte dir etwas so gar nicht schmecken.

Quelle: Simon Balissat
Sehr toll ist, dass ich dank der «Reset»-Woche ein paar neue Zutaten kennengelernt habe, die jetzt in meinem Kühl- beziehungsweise Vorratsschrank Einzug gefunden haben. Mandelmus etwa schmeckt herrlich nussig-süsslich und kann als Ersatz für Erdnussbutter oder Tahini-Paste herhalten. Der fermentierte Soja-Pilz-Block Tempeh eignet sich, leicht angebraten, wunderbar als Fleischersatz. Insofern hat sich die Woche für mich schon gelohnt.
Ein «Reset» war die Woche auch in Sachen Gewicht. Über die Festtage habe ich, Alkohol und Festessen sei Dank, etwas an Gewicht zugelegt. Nach der «Reset»-Woche waren es zwei Kilo weniger auf der Waage. Klar, das dürfte kaum verbranntes Fett sein. Trotzdem ein positives Erlebnis.
Hast du auch schon so eine Kur gemacht oder gar die Saftkur von Biotta oder eine andere Fastenwoche? Was soll ich als nächstes testen? Schreib es mir in die Kommentare!
Fazit
Guter Einstieg in die Biotta-Welt
Pro
- guter Einstieg in die gesunde Ernährung
- meist leckere Säfte und Suppen
- einfache Rezepte mit tollen Zutaten
Contra
- Kartoffelsuppe
- Rezepte bedeuten Zusatzaufwand

Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.
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