Hintergrund

Bereit für Sonne, SUP und See? 5 Tipps zur Wassersport-Saison

Michael Restin
10.05.2022

Material, Pflege, Vorschriften, Natur- und Selbstschutz – vor dem Wasserspass kommt die Informationsflut. Mit diesen Themen solltest du dich auseinandersetzen, damit die Saison auf dem See oder Fluss kein Reinfall wird.

Langsam beginnt die Zeit, in der Schönwetterwassersportler wie ich ihr Schlauchboot, Kajak oder SUP aus dem Winterschlaf wecken. Was meistens ein beschönigender Ausdruck für «hinter den Ski aus der Kellerecke zerren» ist. So habe ich das lange gemacht, aber in den vergangenen Jahren dazugelernt.

1. Pflege

Eine artgerechte Lagerung hilft dabei, die Lebensdauer deiner Wassersportgeräte zu verlängern. Sprich: Sauber, trocken, vor Sonnenlicht geschützt und im Idealfall leicht aufgeblasen haben SUP & Co. bessere Chancen, an ihrem Lagerplatz unbeschadet alt zu werden. Auch am Seeufer sollten sie nicht unnötig in der Sonne braten, wenn dir an Material und Nähten etwas liegt. Und auf jeden Fall empfiehlt sich nach längerer Lagerung ein Check: Ist noch alles dicht? Sind die Ventile in Ordnung? Manchmal steckt der Teufel im Detail und ein genauer Blick zur rechten Zeit erspart dir Frust. Eines habe ich bei meinem Besuch bei Indiana Paddle & Surf und aus eigener Erfahrung gelernt: Kein Fehler ist zu offensichtlich, als dass er nicht schon gemacht worden wäre.

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2. Material

Natürlich lohnt es sich auch beim Neukauf, Informationen einzuholen. Vor allem SUPs sind nach wie vor beliebt. Die Preisspanne ist gross, die Modelle sehen schick aus und Unterschiede erschliessen sich nicht auf den ersten Blick. Begriffe wie «Double Layer», «geschweisste Rail Tapes» oder «Fusion-Material» lesen sich alle gut, können aber verwirrend sein. Die meisten entscheiden sich für ein aufblasbares Allround- oder Touring-Modell, ohne das Innenleben solcher Boards genauer zu kennen. Es ist zwar bei allen Marken ähnlich, aber nicht gleich: Gespart wird im Budget-Bereich zum Beispiel am Dropstitch-Material – jenen Fäden, die für Stabilität sorgen, indem sie Ober- und Unterdeck verbinden. In diesem Beitrag gibt's Einblicke und Erklärungen dazu.

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3. Vorschriften

Ebenfalls schwer zu durchschauen, aber elementar ist die Binnenschifffahrtsverordnung (BSV). Sie regelt, was mit welchem Gefährt erlaubt ist und welche Ausrüstungsvorschriften gelten. Die Lektüre ist nicht so sexy wie ein Tag auf dem See, aber Grundvoraussetzung für alles Weitere. Hier habe ich dir unter anderem zusammengefasst, was mit «Strandbooten», «Schlauchbooten» und «wettkampftauglichen Sportgeräten» gemeint und wieso diese Unterscheidung wichtig ist.

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Generell gilt: Informiere dich bei den lokalen Behörden über das Verhalten auf Gewässern, spezielle Bestimmungen für deine Sportart und eventuelle Besonderheiten in deiner Region. Für Hotspots wie die Aare gibt es ausserdem ausführliche Guides mit geltenden Regeln, Strecken und Tipps für einen gelungenen Tag.

4. Naturschutz

Dazu gehört auch, die Grenzen zu respektieren. Gelbe Bojen oder Schilder signalisieren Naturschutzgebiete, die du nicht befahren darfst. Über geschützte Lebensräume kannst du dich vorab zum Beispiel im Geoportal des Bundes schlaumachen. Bei Kanuland Schweiz oder paddle-spots.com findest du Routen und viele weitere nützliche Informationen, um sicher und im Einklang mit der Natur unterwegs zu sein. Grundsätzlich solltest du Vögeln und anderen Wildtieren möglichst wenig Stress bereiten. Speziell beim Stand-up-Paddeln wirst du schon aus überraschend grosser Distanz als Bedrohung wahrgenommen.

Das Thema hat in den vergangenen Jahren für Diskussionen gesorgt. Was ist in Ordnung, was geht zu weit? Manche Grenzen werden offiziell festgeschrieben, andere kannst du dir mit rücksichtsvollem Verhalten beim Paddeln selber setzen.

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5. Risiken

Selbst wenn du alle Regeln beachtest und Material, Wetter sowie Vorbereitungen optimal sind – ein Restrisiko ist beim Wassersport immer dabei. Wenn du nicht nur die Binnenschiffahrtsverordnung, sondern auch die Bade- und Flussregeln der SLRG kennst und beherzigst, bist du vorbereitet. Trotzdem können Situationen entstehen, in denen du Hilfe benötigst oder selbst helfen kannst. Dabei gilt das Prinzip: «Retten mit geringstem Risiko.» Alarmiere Helfer, leiste nach Möglichkeit Hilfestellung und bringe dich nicht selbst in Lebensgefahr. Die Retter:innen der SLRG sind für den Ernstfall ausgebildet. Wie eine Wasserrettung auf dem Rhein abläuft, kannst du dir hier anschauen.

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Sportwissenschaftler, Hochleistungspapi und Homeofficer im Dienste Ihrer Majestät der Schildkröte.


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