Blickdichte Aufbewahrungsboxen, die farblich zueinander passen, lassen offene Gestelle ordentlich aussehen.
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5 Dinge, auf die ich als Interior-Stylistin schwöre...Teil 3

Pia Seidel
Zürich, am 27.03.2019
Was auf Fotos gut kommt, sieht auch sonst gut aus. Weil ich selbst das ein oder andere Setting für ein Shooting arrangiert habe, beherrsche ich die Kniffe, die ein gelungenes Bild ausmachen. Ich wende sie bis heute in meiner Wohnung an.

Genauso wie du dich für ein Portrait hübsch machst, holen auch Stylisten für Shootings das Beste aus einem Raum heraus. In der Mode brauchen Stylisten Schmuck oder Accessoires wie Taschen, damit ein Outfit rund wird. Im Interior-Bereich brauchen sie Textilien, Deko, Möbel sowie Fingerspitzengefühl, um einen Raum ins beste Licht zu rücken. Als ehemalige Stylistin kenne ich die Tricks – oder Ticks, wie man’s nimmt – die ein Objekt optimal zur Geltung bringen. Ein Sofa wird zum Beispiel selten ohne schön aufgeschüttelte Dekokissen abgelichtet. Ich kann mir auch in Abwesenheit von Kameras nicht verkneifen, meine Sofakissen nach dem Sitzen aufzuschütteln, weil es einfach besser aussieht. Andere Tipps habe ich mit dir bereits in Teil 1 und 2 geteilt, die nächsten fünf folgen hier:

1. Hab für alles einen einen Platz

Das A und O für gelungene Szenenbilder ist Ordnung. Ich persönlich erreiche sie am besten mit Aufbewahrungslösungen jeglicher Art. Ein offenes Regal wirkt schnell unordentlich. Deswegen greife hier zu blickdichten Boxen für Krimskrams. Drumherum arrangiere ich Vasen oder Bücher, die farblich zueinander passen und sehe es wie eine Ausstellung, die ich kuratieren kann.

Ohrringe verstaue ich am liebsten auf Untersetzern und in Döschen, die durchblicken lassen. So finde ich schneller, wonach ich suche.
Ohrringe verstaue ich am liebsten auf Untersetzern und in Döschen, die durchblicken lassen. So finde ich schneller, wonach ich suche.

An anderen Stellen lohnt es sich, zu zeigen, was sich in einer Box verbirgt. Wähle beispielsweise für deine Schmuckstücke Glasgefässe oder Untersetzer und setze sie damit in Szene.

2. Bilde Paare

Damit einzelne Möbel im Raum weniger verloren wirken, bauen Home-Stylisten auf Gruppen. Ein Sofa mit Teppich und Beistelltisch ist eine mögliche Konstellation. Einrichtungsnerds wie ich ersetzen den Couchtisch lieber mit einem Hocker und Tablett. Das Pärchen steht für sich und punktet mit Flexibilität: Du kannst den Hocker als Sitzgelegenheit verwenden oder mit einem Serviertablett die Ablagefläche schaffen. Solche Bühnen sind gefundenes Fressen zum Stylen, weil du darauf Deko und Coffee Table Books arrangieren kannst.

Besser zusammen: Tablett und Pouf sind Dauerfavoriten von Home-Stylisten.
Besser zusammen: Tablett und Pouf sind Dauerfavoriten von Home-Stylisten.
Sie bilden eine Einheit und geben Dekoration sowie Gebrauchsgegenständen einen Platz.
Sie bilden eine Einheit und geben Dekoration sowie Gebrauchsgegenständen einen Platz.

4. Beachte Symmetrien

Eine ansprechende Komposition lebt von gemeinsamen Nennern wie ähnlichen Farben oder Symmetrien. Beim Styling achte ich deshalb auf Linien, die mir Fenster-, Türrahmen oder einzelne Möbel vorgeben. Beispielsweise habe ich mich beim Montieren einer Bilderwand an der horizontalen Linie, die das Sofa im Wohnzimmer vorgibt, orientiert. Wähle für deine Arrangements ähnlich wie für ein Foto einen Rahmen, in dem sich deine Szene abspielt.

*Gewusst wie:** Bilderwand über dem Sofa
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3. Verstecke Kabel

In Interior-Magazinen oder -Büchern wie Raumwunder siehst du selten unschöne Kabelsalate, weil sie vorher von Stylisten fürs Foto beseitigt wurden. Leider lassen sich Steckdosenleisten und Co. im Haushalt nicht einfach eliminieren, sondern nur kaschieren. Dafür gibt es aber mittlerweile Boxen mit Öffnungen, die mit ihrem Design überzeugen. Positioniere sie so, dass sie beispielsweise hinterm Sofa verschwinden und schwups sind sie fast unsichtbar.

Alle Kabel lassen sich nicht verstecken, aber schön verpacken.
Alle Kabel lassen sich nicht verstecken, aber schön verpacken.

5. Nutze Nischen als Stärke

Wenn eine Ecke im Zimmer auf dem Bild leer wirkt, kommen Lückenfüller wie Kleiderhaken ins Spiel. In vielen Wohnungen und Häusern gibt es Winkel, die als Abstellfläche ungeeignet sind und irgendwie langweilig aussehen. Der Platz vor oder hinter einer Tür gehört dazu. Ich umgehe die Leere, indem ich dort Taschen oder ein Lieblings-Shirt aufhänge.

 Alles, was auf dem Boden kein Fleckchen findet, kann an die Wand montiert werden.
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Türhaken sind die Variante, die ohne Bohren funktioniert.
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Pia Seidel
Pia Seidel
Senior Editor, Zürich

Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. – Albert Einstein


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