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Foto-Kurztipp: Warum deine Aufnahmen trotz Stativ verwackeln

Stative sind dazu da, Verwackler bei Langzeitbelichtungen zu verhindern. Das gelingt aber nicht immer. Hier die Gründe.

In meinem letzten Fototipp habe ich geschrieben, dass es eingebaute Bildstabilisatoren gibt, die sich bei einer Aufnahme mit Stativ negativ auswirken: Sie verwackeln das Bild.

Foto-Kurztipp: Warum der Bildstabilisator nicht immer eingeschaltet sein sollte
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Foto-Kurztipp: Warum der Bildstabilisator nicht immer eingeschaltet sein sollte

Ob das Problem bei aktuellen Geräten noch existiert, weiss ich nicht. Was ich aber sicher weiss: Wenn eine Aufnahme auf einem Stativ verwackelt, kann das auch andere Gründe haben als ein aktivierter Bildstabilisator.

Nachvibrieren

Auch das stabilste Stativ ist kein Betonklotz. Drückst du auf den Auslöser der Kamera, versetzt du die Kamera in leichte Schwingungen. Dies macht sich bei längerer Belichtungszeit auf dem Bild bemerkbar.

Abhilfe schaffst du ganz einfach, indem du den Selbstauslöser benutzt. Damit du zwischen den Fotos nicht zu lange warten musst, stellst du die Auslöseverzögerung auf 2 bis 5 Sekunden ein. Das reicht meistens, um die Erschütterungen zu minimieren. Noch schneller und sicherer ist ein Fernauslöser. Viele Kameras lassen sich auch über eine Smartphone-App auslösen.

Spiegelschlag

Dieses Problem betrifft nur Spiegelreflexkameras. Beim Auslösen spickt der Spiegel nach oben und verursacht eine kleine Erschütterung. Unter Umständen wird das Foto dadurch leicht unscharf.

Heute haben fast alle Spiegelreflexkameras eine Spiegelvorauslösung. Dabei lässt die Kamera zwischen dem Spiegelschlag und dem Auslösen einen kurzen Moment verstreichen. Dadurch klingt die Erschütterung vor der Aufnahme ab.

Der Boden

Der Boden unseres Grossraumbüros vibriert, wenn jemand vorbeigeht. Und es geht immer jemand vorbei. Aber auch vermeintlich stabile Böden vibrieren: Etwa das Bahnhofperron, wenn ein Zug vorbeifährt oder die Brücke, wenn ein Lastwagen drüber donnert.

Viel machen kannst du da nicht: Warten, bis es ruhig ist oder den Standort wechseln.

Das Stativ selbst

Erschütterungen wirken sich stärker und länger aus, wenn dein Stativ wenig taugt. Ein solides Stativ zahlt sich auch bei starkem Wind aus oder bei schweren Objektiven. Leichter ist hier ausnahmsweise nicht besser. Stative veralten nicht – spare also nicht an diesem Ort.

  • 055XPRO3 Stativ mit 3 Segmenten (Aluminium)
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CHF 235.–
Manfrotto 055XPRO3 Stativ mit 3 Segmenten (Aluminium)
Aluminiumstativ mit drei Beinsegmenten für eine sehr gute Verdrehsteifigkeit. Das 90° Mittelsäulensystem ermöglicht eine Verlängerung der Vertikalen und der Horizontalen.
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Es gibt übrigens mehr als ein gutes Stativ. Ich habs mit eigenen Augen gesehen.

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David Lee, Zürich

  • Senior Editor
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

7 Kommentare

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User aNimatiC

Holz und Alu Stative sind gerade bei Schwingungen besser geeignet als Carbon. Am Anfang habe ich besonders beim Stativ gespart und heute sammeln sich bei mir die Berlebach, Novoflex und co. Im Hobbyraum. Für jede Anwendung ein Favorit ;-).

15.04.2019
User ExcaliburCH

Ich habe da meine drei Manfrotto Stative.. zwei Dreibein und ein Einbein.. Aber zu einem guten, stabilen Stativ gehört auch ein guter Stativkopf! Gerade, wenn ein schweres Tele an der Kamera ist, muss der Stativkopf dieses Gewicht gut halten können.

15.04.2019
User Manuwue

Genau. Habe ein leichtes Carbonstativ und der mitgelieferte Kugelkopf hielt einfach das Gewicht von Vollformat Kamera + Objektive nicht aus. Kugelkopf rutschte immer leicht runter, sieht man von Auge nicht aber bei 10 Sek. Belichtung oder mehr war das dann sichtbar.
Als ich den Kugelkopf gegen einen stabileren getauscht habe war alles i.O.
Muss also nicht immer gleich ein neues Stativ sein.

15.04.2019
Antworten
User urswuergler

Wenn man Probleme mit dem mechanischen Auslöser hat, sollte man bei einer Systemkamera einmal den elektronischen Auslöser versuchen. Dies aber nur bei Tageslicht, weil sonst relativ schnell Banding auftritt.
Die genannten Erschütterungen durch Schritte dürften ihren Schrecken verlieren, wenn man ein dickes Tuch (Badetuch o.ä.) unter das Stativ legt. Sollte es sich um einen Holzboden handeln, dürfte aber nur Warten etwas bringen.

15.04.2019
User aNimatiC

Die Spiegelvorauslösung (SVA) hilft bei der DSLR schon sehr. Aber ich arbeite aus Bequemlichkeit lieber mit einem Fernauslöser.

15.04.2019
User TomWoBWoB

Selbstauslöser (2s) + Speigelvorauslöser ist für mich die optimale Kombination. Wenn man einen elektronischen Auslöser nicht zur Hand hat, kann auch der Selbstauslöser (mit sehr kurzer Zeitverzögerung) gute Dienste leisten, der ist nämlihc nicht fur für Selfies da :-)

15.04.2019
Antworten
User info

Immer wieder diese Märchen mit dem Spiegelschlag!
Wir haben ausführliche Messungen mit verschiedensten Kameras gemacht.
Der Spiegelschlag ist bei allen getesteten Kameras vernachläsigbar.
Der Verschluss ist das Problem und haben die Sonys wesentlich schlechter abgeschnitten als viele klassischen DSLR`s.

16.04.2019