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Hochbegabte Hunde lernen Wörter durch Mithören
von Spektrum der Wissenschaft

Sport, Meditation, Waldbaden: Viele Methoden versprechen Wellness für die Seele. Welche Ansätze tatsächlich wirken – und warum eine Kombination besonders effektiv sein könnte.
Sanfte Bewegung, Achtsamkeit oder Dankbarkeit gehören zu den Dingen, die das Wohlbefinden spürbar steigern. Am stärksten wirken womöglich Ansätze, die körperliche Aktivität und psychologische Techniken kombinieren. Das ergab eine Studie, die im Fachblatt «Nature Human Behaviour» erschienen ist.
Für die Arbeit wertete ein Team um die Psychologin Lowri Wilkie von der Swansea University in Wales 183 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt knapp 23 000 Teilnehmenden aus. Es handelte sich dabei ausschliesslich um Erwachsene ohne diagnostizierte psychiatrische Erkrankungen.
Untersucht wurden unter anderem achtsamkeitsbasierte Programme, Mitgefühls- und Akzeptanztrainings, Yoga, klassische Ansätze der Positiven Psychologie wie Dankbarkeitsübungen sowie naturbasierte Angebote. Zusätzlich analysierten die Forschenden Interventionen, die körperliche Bewegung mit psychologischen Elementen verbanden.
Dazu gehörten sogenannte «Awe Walks», übersetzt «Ehrfurchtsstreifzüge». Gemeint sind Spaziergänge mit gezielter Aufmerksamkeitslenkung auf positive oder berührende Eindrücke.
Als zentrale Messgrösse diente das psychische Wohlbefinden, erfasst mit etablierten Skalen zu Lebenszufriedenheit, positiven Emotionen oder Resilienz. Entscheidend war, wie sich diese Werte vom Beginn bis zum Ende der Intervention veränderten – verglichen mit Kontrollgruppen, die nichts taten, um ihr Wohlbefinden zu stärken.
Das Ergebnis: Bei fast allen Massnahmen verbesserte sich das Wohlbefinden signifikant im Vergleich zu den Kontrollgruppen. Am stärksten schnitten kombinierte Programme aus Bewegung und psychologischen Techniken wie etwa die «Awe Walks» ab. Es folgten Yoga, Achtsamkeit, Mitgefühlsübungen und klassische Bewegung wie Dehnübungen oder Gymnastik, die alle vergleichbare Ergebnisse lieferten. Überraschenderweise fielen die Resultate bei naturbasierten Interventionen (zum Beispiel therapeutisches Gärtnern, Landschaftsfotografie oder einfach Zeit im Grünen verbringen) nicht deutlich besser aus als unter Kontrollbedingungen. Die Autorinnen und Autoren führen das jedoch unter anderem auf sehr unterschiedliche untersuchte Konzepte und die geringe Studienzahl in diesem Bereich zurück.
Für den Alltag bedeutet das: Es gibt nicht den einen Königsweg zu mehr Wohlbefinden. Stattdessen helfen viele bekannte Ansätze ähnlich gut. Entscheidend scheint zu sein, dass man überhaupt aktiv wird – und dann auch dranbleibt. Denn Programme über mehrere Wochen zeigten mehr Wirkung als sehr kurze. Deshalb sollte der gewählte Weg vor allem zu einem passen.
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