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UK-Drogerie setzt ein Zeichen für mehr Vielfalt in der Beauty-Industrie

Für Personen mit dunkler Haut ist es eine Herausforderung, das passende Make-up zu finden. Die Drogeriekette «Superdrug» hat nun verkündet, nur noch Foundations zu verkaufen, die eine Auswahl von mindestens 20 Farben anbieten. So möchte sie Inklusion fördern.

Hast du im Tiefpreis-Segment hierzulande schon mal eine Foundation für dunkle Haut gesichtet? Ich nicht. Zum ersten Mal aufgefallen ist mir das vor ein paar Jahren an einem MAC Counter, wo einige ausgestellt waren. Bis dato war ich so damit beschäftigt, mich darüber aufzuregen, selbst keine günstige, passende Foundation zu finden, dass ich dabei vergass, dass es viele Leute da draussen noch viel schwerer haben oder gar ganz aussen vor gelassen werden. Als ich mich zu einem späteren Zeitpunkt dann in einem Londoner Drugstore umsah, entdeckte ich mir vertraute Brands wie L’Oréal und Maybelline, die – anders als bei uns – vereinzelt dunkle Foundations in ihrem Sortiment führten. Aber eben: vereinzelt.

Produkte aus dem Drogerie-Segment sind zwar erschwinglich, dafür in den seltensten Fällen inklusiv. Eine grosse Auswahl an Farben mit unterschiedlichen Untertönen suchst du insbesondere in der Schweiz vergeblich. Während Rihanna mit ihrem Brand «Fenty Beauty» im High End-Bereich einen neuen, längst fälligen Standard gesetzt hat (sie kam gleich mit 50 Farben raus), hinken noch immer viele Brands hinterher. Seither spricht sich die Beauty-Community immer lauter gegen das Vernachlässigen von «deeper shades» aus. Beispiel: Die Marke Tarte löste anfangs 2018 einen Shitstorm aus, als sie ihre sehnlichst erwartete «Shape Tape»-Foundation in nur 15 Farben herausbrachte, von denen sich lediglich zwei bis drei für dunkle Hauttypen eigneten. Der Launch floppte und der Brand erlitt einen Imageschaden.

Rihanna machte es mit Fenty vor. Bild: @fentybeauty
Rihanna machte es mit Fenty vor. Bild: @fentybeauty
Und Marken wie NYX Cosmetics folgen ihrem Beispiel. Bild: @superdrug
Und Marken wie NYX Cosmetics folgen ihrem Beispiel. Bild: @superdrug

Super Move von «Superdrug»

Die britische Drugstore-Kette «Superdrug» möchte als gutes Beispiel vorangehen und hat verkündet, zukünftig keine Foundations mehr zu verkaufen, die eine geringere Auswahl als 20 Farbnuancen anbieten. Damit statuiert der Drogeriemarkt ein Exempel. Ausserdem hat Superdrug die Marken in ihrem Sortiment darauf hingewiesen, dass auch ihre Puder und Concealer diesem Anspruch genügen sollten. Laut Stylist rief Superdrug 2016 eine Initiative namens #ShadesofBeauty ins Leben, die sich dem Thema Inklusion widmen sollte. Damit einhergehend startete der Drogeriemarkt eine Umfrage bei asiatischen und dunkelhäutigen Frauen. Das Ergebnis: 70 Prozent ihrer Kunden fühlten sich nicht repräsentiert. In der Zwischenzeit sei dieser Wert um 25 Prozent gesunken.

Hast du auch Schwierigkeiten, eine passende Foundation-Farbe zu finden?

  • Ja, die Auswahl ist einfach zu klein.
    64%
  • Nein, meinen Farbton finde ich immer.
    35%

Der Wettbewerb ist inzwischen beendet.

Weisst du, was auch ein super Move wäre? Ein Klick von dir auf das schwarze «Autor folgen»-Knöpfchen neben meinem Profil. 😜

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Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich. 


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