So bringst du Ordnung in deinen Kleiderschrank

So bringst du Ordnung in deinen Kleiderschrank

Vanessa Kim
Zürich, am 08.04.2020
Ist in deinem Schrank das Chaos ausgebrochen? Ich sage dir, welche fünf simplen Aufräumtipps sich bei mir bewährt haben.

Während die einen beim Frühjahrsputz ans Reinigen der Fenster denken, habe ich konstant meinen Kleiderschrank im Hinterkopf. Hier besteht meiner Meinung nach der grösste Aufräumbedarf, da ich ihn konstant am Aufstocken bin – er ist ein Fass ohne Boden. Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Messie. Mit dem Weggeben von Modeartikeln tue ich mich aber schwer. Deshalb vertage ich solche Entscheide auf Tag X. Das ist der Tag, an dem ich mal wieder realisiere, dass ich nichts anzuziehen habe – obwohl mein Schrank aus allen Nähten zu platzen droht. Dann nehme ich mir einen Nachmittag lang Zeit, um das Gröbste auszumisten und meinen Heiligen Gral auf Vordermann zu bringen. Da ich in den vergangenen Jahren schon einige Aufräummethoden ausprobiert habe, gebe ich dir meine Tipps weiter. So schaffst du mit einem Minimum an Aufwand Ordnung in deinem Kleiderschrank.

Tipp #1 Schrankleichen

Je aufwändiger das Ganze, desto grösser ist die Chance, dass du gar nichts machst. Darum ist folgende Methode meine liebste: Ich hinterfrage nicht den ganzen Schrankinhalt, sondern nur diejenigen Stücke, die schon lange nicht mehr zum Einsatz gekommen sind. Sei dabei ehrlich zu dir und mach dir nichts vor. Frag dich, wenn du unsicher bist, warum du die Klamotte behalten sollst. Fällt dir kein Grund ein, hast du die Antwort. Auch Dinge, die dir zu gross oder zu klein sind, müssen weg. In dieses eine Shortsmodell willst du garantiert nicht erst seit gestern reinpassen. Das wirst du wahrscheinlich auch in Zukunft nicht. Und auch dein Lieblingspullover mit den Mottenlöchern oder die abgewetzte Jeans müssen weg. Abgetragene Stoffe sehen ungepflegt aus. Gib dir einen Ruck und entsorge die alten Fetzen. Ich gebe zu, dass auch ich ab und zu unsicher bin, dann greife ich zu meinem «Aus den Augen aus dem Sinn»-Trick: Kleidungsstücke, an denen ich noch hänge, lagere ich bis auf Weiteres im Keller in einem Vakuumbeutel. Vermisse ich mein vermeintliches Lieblingsstück? Die Antwort auf diese Frage lautet in 98 Prozent aller Fälle «Nein».

Tipp #2 Farbspektrum

Sobald es in deinem Schrank luftiger geworden ist, geht's ans Finetuning, damit du alles griffbereit hast. Hierfür gibt’s zwei Methoden, die für Ordnung sorgen: Du sortierst deine Klamotten entweder nach Farbe oder nach Typ. Da ich viele Kleidungsstücke besitze, hat sich die Kombination beider Methoden bei mir bewährt.
Ich hasse es, Kleider zu falten, aber leider hat mein Schrank zu wenige Kleiderstangen. Mein Mittelweg: Ich falte nur Klamotten wie Strickwaren, Pullover und Hosen, die kaum zerknittern. Nach dem Falten sortiere ich sie nach Typ sowie Farbgruppe und räume sie stapelweise in die Ablagefächer ein. T-Shirts, Blusen und Kleider hänge ich auf Bügeln auf.

Schwarz auf Schwarz und Blau auf Blau.
Schwarz auf Schwarz und Blau auf Blau.

Tipp #3 Kleiderbügel

Ein einfacher Trick, der wahre Wunder wirkt, sind identische Kleiderbügel, die für ein einheitliches Bild und Harmonie im Schrank sorgen. Bevor du dir kopflos ein Kleiderbügelset zulegst, musst du dir überlegen, welche Ansprüche du an einen Kleiderbügel hast. Muss er optisch überzeugen, hast du mehrheitlich heikle Stoffe in deinem Schrank hängen oder brauchst du schmale und platzsparende Bügel?

  • Holzbügel sind besonders robust und darum ideal für schwere Kleidungsstücke wie Mäntel, Strick oder einen Anzüge. Da sie breiter sind, beulen schwere Materialien an der Schulterpartie weniger aus. Achte bei Holz darauf, dass es versiegelt oder lackiert ist. Lose Späne können empfindliche Materialien wie Seide oder Chiffon kaputt machen.
  • Plastikbügel sind im allerersten Eigenheim noch geduldet. Danach solltest du sie durch ein hochwertigeres und vor allem stabileres Modell ersetzen.
  • Textilbügel eignen sich für leichte Kleidungsstücke, die dazu neigen, vom Bügel zu rutschen. Zudem schonen sie empfindliche Materialien.
  • Metallbügel sind schmaler als andere Kleiderbügel und darum platzsparend. Mein Lieblingsmodell:

Tipp #4 Schuhe

Es ist verlockend, deine Schuhe auf dem Schrankboden unterhalb der Kleiderstangen zu auszubreiten. Ich rate dir davon ab, da insbesondere Alltagsschuhe wie Sneakers und Co. Feuchtigkeit und üble Gerüche abgeben. Diesen nehmen deine Kleider auf. Den Rest kannst du dir wahrscheinlich denken... Schuhe, die du hingegen selten oder zu speziellen Anlässen trägst, kannst du in Spezialboxen im Schrank aufbewahren. Für alle anderen Modelle benötigst du einen Schuhschrank oder ein Bücherregal, das du zu einem Schuhregal umfunktionierst. Darauf kann du deine Lieblingsmodelle inszenieren. Treter, die ich saisonbedingt gerade nicht trage, lagere ich in Unterbettkommoden auf dem Schrank.

Tipp #5 Accessoires

Auch Accessoires wie Taschen und Co. haben in einem Schrank nichts verloren, weil das Chaos so vorprogrammiert ist. Taschen, die regelmässig im Einsatz sind, habe ich im Gang über der Garderobe verstaut. Die restlichen Modelle befinden sich, mit Zeitungspapier ausstaffiert, in einer weiteren Box auf dem Kleiderschrank. Gürtel, Kleinkram und Schals bewahre ich in einer Kommode, in der sich nach Schubladen geordnet auch meine Sportsachen und meine Homewear befinden, auf. Falls deine Schubladen voll sind und du noch Platz im Schrank hast, kannst du Schals, Krawatten und Gürtel an spezielle Tücherhalter hängen. Eine hübsche Alternative für Gürtel und Kleinkram sind Körbe. Die sorgen nicht nur für Ordnung, sondern sind auch dekorativ.

Wie sorgst du in deinem Kleiderschrank für Ordnung? Lass es mich wissen und hinterlasse deinen Tipp in der Kommentarspalte.

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Vanessa Kim
Vanessa Kim
Editor, Zürich
Wenn ich mal nicht als Open-Water-Diver unter Wasser bin, dann tauche ich in die Welt der Fashion ein. Auf den Strassen von Paris, Mailand und New York halte ich nach den neuesten Trends Ausschau und zeige dir, wie du sie fernab vom Modezirkus alltagstauglich umsetzt.

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