Produkttest

Schneidebrett aus Titan: Revolution oder dumme Idee?

Simon Balissat
27.2.2026
Video: Nico Bernasconi
Bilder: Nico Bernasconi

Die Firma Esmee wirbt mit einem antibakteriellen Schneidebrett aus Titan. Auf den ersten Blick wirkt das völlig unsinnig. Aber wie fest stumpfen Messer beim Schneiden auf Metall wirklich ab?

Es gibt Dinge in der Küche, die man einfach nicht tun sollte. Mit Metallgegenständen in einer beschichteten Pfanne hantieren oder Alufolie in eine Mikrowelle geben und auf 1000 Watt stellen. Nun will uns ein Hersteller ein Schneidebrett aus Titan verkaufen mit der Begründung, es sei «schonend zu deinen Messern». Echt jetzt?

Schmerzt schon beim Zuschauen: Schneiden auf dem Titan-Brett
Schmerzt schon beim Zuschauen: Schneiden auf dem Titan-Brett

Macht genau das, was ich erwarte

Für meinen Test habe ich drei einfache Küchenmesser der Marke Victorinox geholt und damit jeweils auf einem Holzbrett, einem Kunststoffbrett und auf dem Titanbrett Tomaten geschnitten. Um normale Abnützung zu «simulieren», habe ich die Klingen ausserdem mehrmals in Schnittbewegungen über die Bretter gezogen.

Das Resultat war zu erwarten. Titan hat das Messer so fest abgestumpft, dass ich keine Tomaten mehr schneiden konnte. Holz und Kunststoff haben keine Probleme bereitet.

Es mag sein, dass härterer Stahl auf dem Titan-Brett besser zurechtkommt. Ausprobiert habe ich es nicht, zu heilig sind mir meine guten und entsprechend teuren Messer, als dass ich sie zu Testzwecken opfern würde. Der Test mit dem Durchschnittsschneidewerkzeug reicht mir für mein fundiertes Fazit:

Nicht. Kaufen. Punkt.

Fazit

Stahl stiehlt keine Show

Ich hatte wirklich die Erwartung, dass sich dieses Brett aus Titan wider besseren Wissens als Gamechanger erweisen würde. Tut es nicht. Es passiert genau das, was du dir denkst, wenn du hörst, dass du mit einem Stahlmesser auf Titan schneiden sollst. Das Messer ist innert Kürze stumpf.

Pro

  • antibakteriell

Contra

  • Messer stumpft ab
  • unterirdisches Schnittgefühl

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Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell. 


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