Oscar und sein perfektes Homeoffice: «Es ist wichtig, dass wir uns sehen und hören»
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Oscar und sein perfektes Homeoffice: «Es ist wichtig, dass wir uns sehen und hören»

Coya Vallejo Hägi
Zürich, am 01.03.2021
Oscar Martínez hat sich das perfekte Homeoffice gebaut, wie er es nennt. Nebst ergonomischen und ästhetischen Gründen will der Gadget Fan durch seine Einrichtung aber vor allem Nähe zu seinen Mitmenschen schaffen.

Oscar Martínez lebt mit seiner Familie in Aarberg im Kanton Bern. Über die vergangenen Monate hat der 37-Jährige sich mit viel Liebe zum Detail ein voll ausgestattetes Homeoffice Setup für sich zusammengestellt – und darauf ist Oscar besonders stolz.

Der gebürtige Mexikaner sitzt mir am Dienstagmorgen in seinem Bürostuhl gegenüber und beginnt gerade gut gelaunt mit einer virtuellen Tour durch seinen heimischen Arbeitsplatz. Das vollgeschriebene Whiteboard im Hintergrund, ein Gestell voll mit farbigen Ordnern und der aufgeräumte USM-Tisch lassen mich bereits zu Beginn des Interviews vermuten: Produktivität wird hier grossgeschrieben.

«Rom wurde nicht an einem Tag erbaut»

Der im Coaching- und Consulting-Bereich tätige Oscar war sich vor Pandemiezeiten gewohnt, im Büro zu arbeiten. Dann wurde es plötzlich ernst. Das Virus übernahm den Alltag und Oscar musste zuhause bleiben.

In diesem Moment wurde ihm klar, dass sich sein künftiger Arbeitsalltag grundlegend verändern wird. Deshalb dachte er sich: «Es ist Zeit, in die beste Homeoffice-Einrichtung für mich zu investieren».

Gesagt, getan. Über Monate hinweg hat sich Oscar mit einer stolzen Liste an Gadgets eingedeckt. Sein Setup:

  1. Laptop
  2. Laptop-Ständer
  3. Kopfhörerhalter
  4. Maus
  5. Tastatur
  6. Soundbar
  7. Streamdeck
  8. Lichtleiste
  9. Ringlicht
  10. Webcam
  11. USB-C-Hub
  12. Bildschirm
  13. Bildschirm-Halterung
  14. USB-Soundkarte
  15. Kabelloses Ladegerät
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Die imposante Ansammlung dieser Office-Helfer kam aber nicht etwa auf einen Schlag zusammen. «Es war ein langer Weg, ich habe Screens und Ständer getestet», erklärt Oscar. «Rom wurde schliesslich nicht an einem Tag erbaut.»

«Ich weiss nicht, was ich ohne mein Satechi Hub machen würde»

Die Basis seines Setups bildet eine ergonomische Monitorhalterung. «Die Ergotron-Halterung ist der Ursprung von allem – bei Meetings kann ich mit ihr sitzend oder stehend teilnehmen.» Danach kam das Thema Laptop. Denn nebst den ergonomischen Qualitäten seines heimischen Arbeitsplatzes legt Oscar auch grossen Wert auf eine möglichst aufgeräumte Arbeitsfläche. «Ich will einfach diesen Clean Look auf meinem Pult.»

Deshalb mussten auch die Kabel daran glauben. Um sie so gut wie möglich aus seinem Sichtfeld zu verbannen, hat er auf ein Satechi Hub und Kabelbinder zurückgegriffen. «Wenn du einen cleanen Look willst, dann ist das Satechi Hub sehr hilfreich», meint er. Nachdenklich fügt er hinzu: «Wenn ich genauer darüber nachdenke, wüsste ich nicht, was ich ohne mein Satechi Hub machen würde.»

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In diesem Sinne wurde auch der Laptop bald zugeklappt. «Ich habe gemerkt, dass ich dank meines riesigen Samsung-Screens den offenen Laptop gar nicht mehr brauche.» Was Oscar bei seinen vielen Meetings aber trotzdem unbedingt haben musste, waren Kamera und Mikrofon, die er sich kurzerhand auch neu zulegte. «Ich möchte, dass mich die Menschen, mit denen ich arbeite, gut verstehen.» Obwohl die Logitech-Kamera bereits über ein eingebautes Mikro verfügt, hat sich Oscar ein zusätzliches zugelegt, das er sich an seinen Hemdkragen clippt.

Um dem störenden Gegenlicht des Bürofensters entgegenzuwirken, hat sich Oscar zudem eine Ringleuchte zugelegt, die er hinter seinem Screen platziert hat und die sich bei unserem Gespräch manchmal in seiner Brille spiegelt.

Das beste «nice to have» in seinem computerlastigen Home Office, ist laut Oscar aber sein Streamdeck. «Ich spiele und streame zwar keine Online Games, trotzdem finde ich dieses Gadget einfach grossartig.» Oscar nutzt das kleine, rechteckige Ding, um mithilfe von Microsoft Edge direkt auf Clients zugreifen zu können, die er für seine Arbeit braucht.

Auch kleinere Schritte wie Screenshots werden erleichtert. «Mit dem Streamdeck kann ich schnell und praktisch auf Funktionen zugreifen.» Dem 37-jährigen Wireless-Fan liegt sein Streamdeck so sehr am Herzen, dass er sogar dessen Verkabelung in Kauf nimmt.

Selbsternannter Logitech-Jünger

Nicht nur die Schweizer Landschaft hat es Oscar angetan, auch der Schweizerische Tech-Konzern Logitech begeistert den Mexikaner. Er schwärmt besonders von seiner MX-Master-2-Maus. «Meine Frau hat bereits die MX3 – um ehrlich zu sein, würde ich ihr das neue Modell am liebsten gleich stibitzen.»

Auch die ergonomische Logitech-Tastatur ist ein Fels in der Brandung von Oscars Arbeitsalltag. «Ich liebe meine Tastatur», erzählt er mir mit einem perfekt beleuchteten Strahlen in die Kamera.

Nebst den Coaching- und Consulting-Tätigkeiten programmiert Oscar manchmal auch nebenbei und die Stunden an seiner alten Tastatur haben ihm dabei Gelenkschmerzen verursacht. «Herkömmliche Tastaturen spiegeln einfach keine natürliche Körperhaltung wider.» Dieses «komische Modell» brauche zwar eine gewisse Gewöhnungszeit, doch zahle sich danach in jeder Hinsicht aus.

Mehr Bild und Ton!

Für Oscar stehen Kommunikation, Interaktion und der zwischenmenschliche Austausch im Zentrum seiner täglichen Arbeit. Denn nebst der Faszination für die blinkenden Edelstahl-Geräte legt der 37-Jährige auch deshalb grossen Wert auf seine Homeoffice-Ausstattung: Er will näher bei den Menschen sein.

Er plädiert dafür, dass jeder sich im Homeoffice mit Bild und Ton zeigt. «Ich finde es extrem wichtig, Kameras und Mikrofone eingeschaltet zu haben, um diese kollektive Erfahrung etwas weniger unnatürlich zu gestalten.» Er betont: «Es ist wichtig, dass wir uns sehen und hören.»

Einem möglichen Ende des Ausnahmezustandes steht er etwas skeptisch gegenüber. Er wisse zwar nicht, wie die Zukunft aussehen werde, doch er ist überzeugt: «Wir müssen Technologie und Coaching-Methoden nutzen, um die Lücke zwischen der virtuellen und der realen Welt so gut wie möglich zu schliessen» – seine raffinierte Homeoffice Einrichtung ist in dieser Hinsicht kein schlechter Startschuss.

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Coya Vallejo Hägi
Coya Vallejo Hägi
Editor, Zürich
«Ich will alles! Die erschütternden Tiefs, die berauschenden Hochs und das Sahnige dazwischen» – diese Worte einer amerikanischen Kult-Figur aus dem TV sprechen mir aus der Seele. Deshalb praktiziere ich diese Lebensphilosophie auch in meinem Arbeitsalltag. Das heisst für mich: Grosse, kleine, spannende und alltägliche Geschichten haben alle ihren Reiz – besonders wenn sie in bunter Reihenfolge daherkommen.

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