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Nie wieder Eiskratzen! Mit dieser neuen Technik soll es gehen

Lars Petersen
14.1.2026

Das Start-up Betterfrost aus Kanada hat eine neue Technik zum Enteisen der Frontscheibe entwickelt. Dank elektrischer Impulse sollst du nie wieder Eiskratzen müssen. So geht es.

Im Winter die Frontscheibe nie mehr freikratzen zu müssen, liest sich wie ein Traum. Oder? Wenn es nach dem kanadischen Start-up Betterfrost geht, dann ist es bald soweit. Die Firma aus der Provinz Ontario hat eine neue Technologie entwickelt, die vereiste Frontscheiben im Auto besonders elegant frei bekommen soll.

Die Technik heißt PETD, kurz für «pulsed electro-thermal de-icing». Auf deutsch übersetzt bedeutet das so viel wie «pulsierende elektro-thermische Enteisung». Dahinter stecken elektrische Impulse, die über eine leitfähige Schicht in der Frontscheibe dorthin gelangen, wo die Scheibe vereist ist.

Elektrische Impulse lassen das Eis schmelzen

Die Impulse erwärmen die Kontaktfläche zwischen Glas und Eis und lassen laut Betterfrost das Eis gezielt schmelzen. So soll ein möglicherweise darüber liegender Eispanzer die Haftung verlieren. Er gleitet dann entweder von selbst ab, oder du kannst ihn mit dem Scheibenwischer entfernen. Zusätzlich sollst du mit der Betterfrost-Methode beschlagene Scheiben schnell wieder frei kriegen.

Auf dem firmeneigenen YouTube-Kanal zeigt Betterfrost, wie schnell das neuartige Enteisen gehen soll:

Der Hersteller sieht die Chance, dass die neue Technik mehrere Probleme auf einen Schlag löst. Neben der Aussicht, dass du die Frontscheibe nie mehr freikratzen musst, sollst du auch Heizung und Gebläse nicht mehr laufen lassen müssen.

Beim E-Auto könnte die Reichweite wachsen

Das ist vor allem für E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer interessant. Es haben nämlich nicht alle E-Autos eine Frontscheibenheizung. Außerdem will Betterfrost im Vergleich zum Einsatz von Innenraum-Heizung und Gebläse mit seiner Methode 99 Prozent Energie sparen. Daraus sollen im Winter im Schnitt pro Fahrt 38 Kilometer zusätzliche Reichweite entstehen.

Bei einem Verbrenner kann die Technologie aus Kanada ebenfalls einen Vorteil haben. Sie dürfte sich aus der 12-Volt-Starterbatterie speisen lassen. Damit braucht niemand mehr den Motor nur für die Heizung laufen zu lassen, was ohnehin verboten ist.

Betterfrost arbeitet mit dem Automobilzulieferer Denso zusammen, damit die Technologie in den Fahrzeugalltag Einzug hält. Gleichzeitig testen die Kanadier weitere Einsatzmöglichkeiten.

Spannende Technik

Ich würde mich über die neue Technik im Auto freuen. Speziell dann, wenn es sie perspektivisch für alle Scheiben gibt. Sie würde Produkte wie Eiskratzer und Scheibenenteiser zwar überflüssig machen, aber auch fatalen Experimenten mit heißem Wasser auf der Autoscheibe ein Ende setzen.

Was denkst Du? Schreib’ es mir in die Kommentare.

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Ich wusste schon als Kleinkind, dass der Nachbar einen VW Golf GTD fuhr. Seitdem begleitet mich meine Leidenschaft für Auto, Motorrad und Van. Ich habe 15 Jahre lang als Automobiljournalist gearbeitet. Camping, Werkstatt, Garten und DIY interessieren mich außerdem. 


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