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Kindersitz-Guide: Welcher Kindersitz ist der richtige für mein Kind?

Wer einen Kindersitz für den Nachwuchs kaufen will, verzweifelt oft an der unendlichen Zahl von Modellen, die sich qualitativ und preislich unterscheiden. Doch welcher Sitz bietet den Kleinsten der Familie den besten Schutz? Nicht jeder Sitz passt für jedes Kind und jedes Auto. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel zwischen Kind, Sitz und Auto. Hier findest du wichtige Informationen, welche du beim Kauf eines Kindersitzes beachten musst.

Auf diese Kriterien muss beim Kauf geachtet werden

  • Die richtige Grösse des Kindersitzes für dein Kind
  • Die Befestigungsart des Kindersitzes
  • Die Einbaurichtung des Kindersitzes im Auto

1. Die richtige Grösse des Kindersitzes für dein Kind

Das wichtigste Auswahlkriterium für einen Kindersitz ist, dass er perfekt auf die Grösse und das Gewicht deines Kindes abgestimmt ist. Eine Orientierungshilfe bei der Auswahl des passenden Autositzes bieten die standardisierten Gewichtsklassen nach der ECE (Economic Commission for Europe)-Regelung Nr. 44:

Gruppe 0/ 0+: Von Geburt an bis 18 Monate und 13 kg

Babyschalen werden entgegen der Fahrtrichtung montiert und müssen bei aktiviertem Beifahrer-Airbag auf dem Rücksitz platziert werden. Da der empfindliche Baby-Nacken in den Schalen optimal geschützt ist, sollte man diese nutzen bis der Oberkopf an den oberen Rand des Sitzes kommt, oder das Kind 13 kg wiegt.

Zu allen Kindersitzen der Gruppe 0/ 0+

Gruppe I: 9 Monate bis 3.5 Jahre und 9–18 kg

In dieser Sitzgruppe sind Systeme mit Hosenträgergurten sehr beliebt. Der Nachwuchs wird mit Gurten vor der Brust angeschnallt und hat verhältnismässig viel Bewegungsfreiheit. Alternativ gibt es Sitze mit sogenannten Fangkörpersystemen, bei denen sich ein Tisch vor dem Bauch des Kindes befindet. Sie eignen sich besonder dann, wenn man den Sitz in Fahrtrichtung montieren möchte. Der Kinderhaltegurt sollte straff am Körper des Kindes anliegen und dabei ca. 2 cm über den Schultern nach hinten laufen. Man muss darauf achten, die Gurte gelegentlich der Grösse des Kindes anzupassen.

Zu allen Kindersitzen der Gruppe I

Gruppe II / III: 4–12 Jahre und 15–36 kg

Damit dein Kind, auch wenn es grösser ist, im Auto den optimalen Schutz hat, ist vorgeschrieben, dass es bis 12 Jahre oder bis zum Erreichen einer Körpergrösse von ca. 150 cm in einem Kindersitz sitzt. Die Sitze dieser Gruppe bieten dank Sitzerhöher und Rückenstütze besten Schutz. Seitliche Polster sollten ebenfalls vorhanden zu sein, um die Sicherheit bei einem Seitenaufprall zu maximieren. Sollte dein Kind weder 12 Jahre alt sein noch 150 cm gross sein, aber mehr wiegen als 36 kg, wird die Verwendung eines Sitzerhöhers empfohlen.

Zu allen Kindersitzen der Gruppe II / III

Zu den Sitzerhöhern


2. Die Befestigungsart des Kindersitzes

Isofix-Befestigung

Ein Isofix-Kindersitz lässt sich einfach und mit wenigen Handgriffen fest mit dem Fahrzeug verbinden. Voraussetzung ist, dass dein Auto über Isofix verfügt.

Vorteile:

  • Die Gefahr einer falschen Anbringung ist gering.
  • Das System stellt eine feste und stabile Verbindung zwischen Kindersitz und Fahrzeugkarosserie her.
  • Schnelle und einfache Montage.
  • Ein zusätzlicher Stützfuss oder oberer Haltegurt erhöhen die Stabilität und verkürzen die Vorwärtsbewegung, damit dein Kind stets gesichert ist.
  • Basisstationen für die Babyschale oder Sitzerhöhungen können permanent über die Isofix-Verankerungspunkte angebracht werden.

Nachteile:

  • Nicht alle Fahrzeuge verfügen über ein Isofix-System.
  • Isofix-Sitze, die nicht alternativ mit dem Sicherheitsgurt angebracht werden können, schränken die Flexibilität ein.
  • Kindersitze mit Isofix-System kosten aufgrund ihrer Bauweise häufig mehr als Sitze, die per Sicherheitsgurt angebracht werden.

Zu allen Kindersitzen mit Isofix-Befestigung

Befestigung mit dem Autogurt

Wenn du dich für einen Kindersitz mit Sicherheitsgurt-Befestigung entscheidest, achte darauf, dass die korrekte Anbringung deutlich zu erkennen ist. So reduziert sich das Risiko einer falschen Montage. Die meisten Kindersitze verfügen über eine farblich gekennzeichnete Gurtführung. Die gängigsten Fehler bestehen darin, dass der Sicherheitsgurt nicht fest genug angebracht wird oder sich verdreht. Entscheidest du dich für eine Befestigung mit dem Autogurt, gibt es zwei Optionen:

  1. Die Verwendung eines Universalsitzes, der mit dem Dreipunkt-Autogurt montiert wird.
  2. Eine Babyschale, die über eine gegurtete Basis verfügt. Diese Basis wird mit dem Dreipunktgurt befestigt und kann im Auto bleiben, wenn man die Babyschale mitnimmt.

Vorteile:

  • Sicher bei richtiger Anbringung.
  • Flexibel – nicht alle Autos sind mit dem Isofix-System ausgestattet und du kannst jederzeit die Fahrzeuge wechseln.

Nachteile:

  • Montage fehleranfällig.
  • Die Gurt-Installation dauert deutlich länger als die Installation mit Isofix.

Zu allen Kindersitzen mit Sicherheitsgurt-Befestigung


3. Die Einbaurichtung des Kindersitzes im Auto

Je nach ECE-Gruppe und Befestigungsart können Kindersitze entgegen oder in Fahrtrichtung montiert werden. Babyschalen müssen immer entgegen der Fahrtrichtung montiert werden.

  • Sitze der Gruppe 0/0+ dürfen nur entgegen der Fahrtrichtung montiert werden.
  • Sitze der Gruppe I können entgegen und in Fahrtrichtung montiert werden.
  • Sitze der Gruppe II können entgegen und in Fahrtrichtung montiert werden. Mit Isofix nur in Fahrtrichtung möglich.
  • Sitze der Gruppe III können nur in Fahrtrichtung montiert werden.

Rückwärtsgerichteter Kindersitz

Kinder sollen möglichst lange in rückwärtsgerichteten Schutzsystemen transportiert werden. Mindestens bis zum Alter von 18 Monaten bieten solche Systeme gegenüber in Fahrtrichtung sitzenden Kindern Vorteile. In dieser Position werden bei einer Frontalkollision der Kopf, die Halswirbelsäule und der Rückenbereich besser abgestützt. Wichtig: Bei aktiviertem Frontairbag darf der Sitz nur auf der Rückbank verwendet werden.

Zu allen rückwärtsgerichteten Kindersitzen

Vorwärtsgerichteter Kindersitz

Ab Gruppe I können Kindersitze in Fahrtrichtung montiert werden. Da die Montage gegen die Fahrtrichtung bis zu einem Alter von 18 Monaten Sicherheitsvorteile bietet, wird empfohlen, den Kindersitz so spät wie möglich in Fahrtrichtung zu montieren.

Zu allen vorwärtsgerichteten Kindersitzen


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Tanja Schütz
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User

Sina Harms

Küstenkind. Naturverbunden. Hundenarr. Geniesser. Realist.

1 Kommentar

User Anonymous

Rückwärts gerichtet sitzen (Reboarder) sind die sichersten für ganz junge Babys. Habe zwei gekauft, einen gebraucht auf Ricardo und einen neu. Der Cybex liess sich wunderbar umdrehen, die Isofix Platte bleibt montiert. Beim Besafe kann man es nicht mehr am Isofix arretieren und muss den Gurt nehmen.

21.09.2016
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