Im Test: Tesla Cybertruck von Mega Construx

Im Test: Tesla Cybertruck von Mega Construx

Ramon Schneider
Zürich, am 17.01.2022

Mit Einsatz von 15 Stunden Lebenszeit bekommst du aus 3283 Einzelteilen einen Staubfänger, den du nicht verstecken musst: den Tesla Cybertruck von Mega Construx.

Im November 2019 schauten sich Hunderttausende Menschen weltweit im Internet live an, wie Tesla-CEO Elon Musk den Cybertruck der Öffentlichkeit präsentierte. Vor allem eine Szene blieb in Erinnerung: als Chefdesigner Franz von Holzhausen demonstriert, wie robust (oder eben auch nicht) das Panzerglas vom Truck ist.

Immerhin nimmt’s der Konzern mit Humor und verkauft seit Anfang 2020 T-Shirts mit der genauen Abbildung des Steinschlags. In Produktion soll der Cybertruck Ende 2022 gehen. In kleinerem Massstab gibt’s den futuristischen Pick-up-Truck bereits jetzt. Mega Construx, eine Untermarke von Mattel ist besonders für seine Lizenzen bekannt. Neben Pokémon, Game of Thrones und Masters of the Universe gehört nun auch Tesla in ihr Sortiment. Natürlich musste ich mir den Cybertruck sofort bestellen.

Hut ab vor der Verpackung

Der erste Blick entscheidet oft darüber, ob ich etwas toll finde oder nicht. Als ich die Verpackung zum ersten Mal in die Hand kriege, bin ich vor allem von dessen Grösse positiv überrascht. Für diesen Preis hätte ich keine so grosse Schachtel mit so vielen Einzelteilen erwartet. Schwer ist das Ding auch, locker über fünf Kilogramm. Aber besonders gefällt mir das Artwork. Das Schwarz im Kontrast mit dem chromfarbigen Cybertruck und dem violetten Lichteinwurf wirkt edel. Ich habe nicht das Gefühl, ein Spielzeug in der Hand zu halten. Noch besser wird’s beim Inhalt der Schachtel. Alles ist fein säuberlich in mehrere Kartons unterteilt, welche im selben Stil gestaltet sind. Am Rand der Verpackung erkennst du detaillierte Nahaufnahmen, wie dein Fahrzeug nach dem Bau aussehen wird.

Die Verpackung mit besonders schönem Artwork.
Die Verpackung mit besonders schönem Artwork.

Auch vom Inhalt der kleinen Kartons bin ich überrascht. Nicht davon, dass darin verschiedene Säcke mit Plastiksteinen zu finden sind, das war klar. Sondern, dass die Säcke selbst nicht aus Plastik sind. Sie sind aus dickem Papier mit FSC-Zertifizierung. Die Säcke wandern bei jedem Set sofort nach dem Öffnen in den Müll. Bei dieser Verpackung habe ich dabei ein etwas weniger schlechtes Gewissen.

Säcke aus FSC-zertifiziertem Papier.
Säcke aus FSC-zertifiziertem Papier.

Hervorragende Qualität der Steine

Nicht nur die Verpackung punktet, auch die Steine vom Cybertruck können sich sehen lassen. Sie fühlen sich robust an und vermitteln mir ein wertiges Gefühl. Insgesamt 3283 davon sind in diesem Set enthalten, und etwa 90 Prozent davon sind schwarz, grau oder chromfarbig. Von Lego bin ich gewohnt, dass das Innenleben der Modelle viele verschiedene Farben hat, um den Zusammenbau zu erleichtern. Nicht so bei Mega Construx. Hier zieht sich die Farbgebung durch das gesamte Set.

So mag ich es: Keine grellen Farben.
So mag ich es: Keine grellen Farben.

Das macht den Zusammenbau zur Herausforderung. Liegen die Steine vor dir, siehst du den Unterschied deutlich. In der Bauanleitung aber sind die Farben schwierig zu erkennen. Daher solltest du bei jedem Bauschritt genau hinschauen und nicht verzweifelt sein, wenn du ein paar Schritte zurückbauen musst, da du ein Teil verwechselt hast. Ich für meinen Teil war gute 15 Stunden damit beschäftigt, bis der Cybertruck in seiner vollen Pracht vor mir stand.

Der Zusammenbau dauerte knapp 15 Stunden.
Der Zusammenbau dauerte knapp 15 Stunden.

Optisch eine Wucht

Optisch kann sich der Cybertruck von Mega Construx definitiv sehen lassen. Er zeigt auch im kleinen Massstab seine brachiale und futuristische Wucht. Laut Tesla soll im Original noch eine Campingausrüstung mit dabei sein. Beim Modell hat es in der Ladefläche einen kleinen Stauraum mit verschiedenen Einzelteilen. Diese könnten ein Teil der Ausrüstung sein, ich bin mir jedoch nicht sicher, was sie genau darstellen sollten. Nicht zu kurz kommen auch kleine Funktionen. Die Türen lassen sich, wenn auch nur mit Bedacht, öffnen und die Heckklappe kann heruntergeklappt werden. Letztere kannst du auch ausfahren, wodurch eine Art Rampe erscheint. Zudem lässt sich die Abdeckung der Ladefläche ins Innere des Fahrzeuges manuell ein- und ausfahren.

Die Heckklappe lässt sich ausfahren.
Die Heckklappe lässt sich ausfahren.

Am Cybertruck findest du auch kleine Elemente, welche die Liebe zum Detail zeigen. So steht zum Beispiel auf der Mittelkonsole im vorderen Teil des Wagens ein Kaffeebecher mit einem kleinen Tesla-Logo aufgedruckt.

Interior mit Tesla-Tasse auf der Mittelkonsole.
Interior mit Tesla-Tasse auf der Mittelkonsole.

Lego muss sich warm anziehen

Alles in allem ist der Cybertruck von Mega Construx ein äusserst gelungenes Set. Ausser, dass ich in der Bauanleitung die Farben nicht eindeutig auseinanderhalten konnte, gibt es aus meiner Sicht nichts Negatives zu diesem Modell zu sagen. Die Verpackung ist schön gestaltet, die Steine haben eine hervorragende Qualität, der Zusammenbau hat Spass gemacht und der Preis ist äusserst attraktiv. Zu einem ähnlichen Betrag kriegst du bei Lego aktuell den VW T1 Campingbus. Bei dem sind mit 1332 Teilen aber fast zwei Drittel weniger Steine enthalten.

Mit Abstand am besten gefallen hat mir der kleine Seitenhieb von Mega Construx an Tesla. Die kaputten Fensterscheiben gibt’s nicht nur als T-Shirt, sondern auch als Option beim Cybertruck-Modell. Solche Details lassen mich beim Zusammenbau schmunzeln und bleiben in Erinnerung.

Die kaputten Fenster als Seitenhieb an Tesla.
Die kaputten Fenster als Seitenhieb an Tesla.

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Ramon Schneider
Ramon Schneider

Junior Editor, Zürich

Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.

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