Glücklichsein kannst du üben

Glücklichsein kannst du üben

Natalie Hemengül
Zürich, am 13.02.2020
Happy sein ist Übungssache. Mit diesen Tricks stimme ich mich den Tag hindurch immer wieder aufs Neue positiv ein.

Dass Glücklichsein Einstellungssache ist, dürfte dir bekannt sein. Nur ist das leichter gesagt als getan. Die folgenden Tipps haben mir dabei geholfen, meine Laune bewusst positiv zu beeinflussen und in meinem Alltag mehr Platz für die Freuden des Lebens zu schaffen.

So klingt der Morgen

Wie Nutella bereits richtig festgestellt hat: Der Morgen macht den Tag. Deshalb ist es wichtig, wie du ihn startest. Für mich heisst das Finger weg von Instagram. Bilder, die vermeintlich perfekte Menschen in ihren vermeintlich traumhaften Behausungen oder Bahamasferien zeigen, sind tabu. Dafür setze ich auf eine «Guten Morgen Playlist» mit Liedern, die mich sofort fröhlich stimmen. Das Duschen und Anziehen macht mit der Musik im Hintergrund einfach mehr Spass. Auch meinen Weckton habe ich auf den Prüfstand gestellt: Sanfte, natürliche Klänge erleichtern mir das Aufstehen. Harte, aggressive hingegen wecken lediglich den Frust in mir.

Weggefährten

Auf dem Weg zur Arbeit kann sich das Gedankenkarussell schon mal in die falsche Richtung drehen. Daher habe ich beschlossen, die Zeit sinnvoll zu nutzen: Ratgeber(hör)bücher oder motivierende Podcasts sind für diese kurze Strecken genau das Richtige. Auf diese Weise verbietest du deiner nörgelnden, inneren Stimme den Mund und kommst zudem in ein positives, produktives Mindset.

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten

Mord, Missstände, Klatsch und Tratsch. Einen schlechteren Start in den Tag kann ich mir kaum vorstellen. Deshalb habe ich alle News-Apps von meinem Smartphone verbannt und lasse die Pendlerzeitungen im Zug links liegen. Etwas radikal und mit dem Nachteil verbunden, dass ich oft nicht weiss, was in der Welt grad passiert. Aber ganz ehrlich? Die wirklich wichtigen Sachen bekomme ich auch so mit, wenn auch etwas zeitverzögert.

«Installiere» Reminder

Es muss nicht immer ein prominent platziertes Tattoo von einem bedeutungsschwangeren Spruch sein, das dich daran erinnert, das Schöne im Auge zu behalten. Kleine Dinge tun’s auch: Zum Beispiel Freundschaftsarmbänder, Glücksbringer, Eheringe oder Ähnliches, die du auf oder bei dir trägst. Auch dein Smartphone lässt sich zu diesem Zweck einsetzen: Ich versehe meinen Sperrbildschirm mit bunten Wallpapers, voller positiv formulierter Botschaften. So bleibt mein Blick, immer, wenn ich die Uhrzeit checke, daran hängen. Wichtig ist nur, dass du die Bilder regelmässig austauschst, da sich dein Auge mit der Zeit daran gewöhnt. Auf Pinterest wirst du fündig.

Wenn du ein feines Näschen hast, kannst du Düfte bewusst an schöne Erlebnisse koppeln. Ich habe mir hierzu im Urlaub ein neues Parfüm ausgesucht und es für den Rest meines Aufenthalts getragen. Auf diese Weise werde ich beim Aufsprühen immer wieder an die tolle Zeit erinnert, die ich mit dem Duft verbinde. Dasselbe funktioniert auch mit ätherischen Ölen, die du dir tagsüber mehrmals aufträgst.

Wenn du viel Zeit im Büro verbringst, hängst du dort am besten Fotos auf. So sind deine glücklichsten Momente und Liebsten nur einen Blick von dir entfernt. Auch zu Hause macht sich eine – wie ich sie nenne – Wall of Happiness gut. Dort sammle ich nicht nur Bilder an einem magnetischen Gitter, sondern auch Konzert- oder Musical-Tickets als Souvenirs. Auf meinem Handy habe ich ebenfalls eine kleine Galerie angelegt, sodass ich meine Lieblingsfotos jederzeit und überall anschauen kann.

Ein Hoch auf deine Mundwinkel

Bring dich den Tag hindurch immer wieder bewusst zum Lächeln. Ich schau mir dazu «Memes» an, bei denen ich schmunzeln oder gar laut herauslachen muss. Vielleicht reicht es bei dir aber auch einfach, an etwas zu denken, für das du sehr dankbar bist. Diese kleinen Lächelpausen wirken bei mir Wunder.

Sei aufmerksam: Reminder findest du manchmal auch auf alltäglichen Gegenständen wie einem Kaffeebecher.
Sei aufmerksam: Reminder findest du manchmal auch auf alltäglichen Gegenständen wie einem Kaffeebecher.

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Editor, Zürich
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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