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Ein einfacher Ecktisch für deinen Mini-Balkon

Stellst du dir beim Anblick deines Balkons öfter die Frage «Ein Tisch oder ich?» Folge meinem einfachen DIY und die Antwort wird bald «Beides!» lauten.

Auf meinem Balkon haben knapp ein Tisch und zwei Stühle Platz. Das istschön, wenn du Zeit zu zweit verbringst. Sobald aber eine dritte Person dazukommt, wird’s schwierig. Von geselligen Abenden mit Rauchern ganz zu schweigen. Klar, ich könnte den Tisch vom Balkon nehmen. Aber gar keine Ablagefläche für Gläser ist auch nervig. Eine platzsparende Alternative muss her.

Ab in die stille Ecke

Diese besteht im Wesentlichen aus einem hölzernen Dreieck, das in der Ecke meines Balkons mit einem Strick am Geländer befestigt wird. Das Plätzchen klassifiziert sich als Dauerbrache, sodass kein wertvolles Stück Raum für den Tisch weichen muss. Meine Variante ist schnell und mit einfachen Mitteln gemacht, sieht aber trotzdem gut aus.

Ewiges Brachland: die linke Ecke meines Balkons.

Alles, was du dafür brauchst, sind:

Gesetze der Geometrie

Überlege dir, wie lange die Seiten deines schwebenden Tisches sein sollen. Ich habe mit einem Zollstock verschiedene Längen ausprobiert und mich schliesslich für 40 cm entschieden. Da deine Ecke normalerweise rechtwinklig ist, kannst du dir nun den Satz des Pythagoras zu Nutze machen und die lange Seite (Hypotenuse) berechnen. Wer sich nicht mehr erinnert: a² +b² = c², wobei a und b die kurzen und c die lange Seite beschreiben. In meinem Fall ist c² = 3200. Jetzt ziehe ich die Wurzel daraus und lande bei etwa 56,5 Zentimeter.

Wähle die Grösse deines Tisches ganz nach deinen Bedürfnissen.

Wenn du jetzt denkst «Hä, das geht doch auch einfacher?», dann hast du recht. Den Satz des Pythagoras kannst du dir sparen, aber ein bisschen schulisches Geometrie-Wissen schadet nie ;) Alternativ misst du von der rechtwinkligen Ecke deines Holzes die gewünschte Länge auf beiden Seiten ab und verbindest diese zwei Punkte diagonal miteinander. So kommst du auch zur Hypotenuse. Nun entweder entlang der Linie von Hand sägen oder deine Tischkreissäge, falls vorhanden, auf einen Winkel von 45 Grad einstellen. Am Ende solltest du ein rechtwinkliges Dreieck in Händen halten.

Mit dem Winkel als Zusatz zur Tischkreissäge ist der Schnitt innerhalb von Sekunden gemacht.

Feinschliff

Was fehlt, sind die Löcher zum Aufhängen. Ich habe drei – in jeder Ecke eines – gebohrt. Das liegt aber ganz bei dir und deinen Stabilitätsansprüchen. Für meinen Geschmack hat das Tischchen noch etwas viele Ecken und Kanten, die abgerundet werden müssen. Schleifen kannst du entweder mit Papier, Schwamm oder mit der Maschine. Optional kommt noch eine Schicht wetterfester Lack drauf, den du 24 Stunden durchtrocknen lassen solltest.

Bohre dein Loch nicht zu gross, damit ein Knoten im Strick reicht.

Jetzt kann der Tisch nach draussen. Ich ziehe mein Kokosseil durch die Löcher und mache unten einen grossen Knoten. Das andere Ende wickle ich einmal um das Geländer und mache dann ebenfalls einen Knoten. Alles sitzt fest.Zeit, das Teil auszuprobieren. Ich hole mir ein Glas und platziere es auf dem Tisch. Er hält. Der alte, platzeinnehmende Tisch kann weg. Zumindest wenn Freunde da sind. Fürs Frühstück zu zweit taugt der Klapptisch noch immer besser.

Nach nicht einmal einer Stunde hängt das Tischchen an seinem Platz.

Du hast noch Restholz und Tatendrang übrig, aber es mangelt an Ideen? Dann folge mir und verpasse nie mehr ein DIY!

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Carolin Teufelberger, Zürich

  • Editor
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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