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Hör mal, wer da hämmert: die Wahl des Raums

Eine eigene Werkstatt. DER Heimwerker-Traum, den auch du dir erfüllen kannst. Von der Wahl des Raumes bis zum ergonomischen Arbeiten wird in dieser Serie alles thematisiert. Los geht's mit dem leeren Raum.

Beim Öffnen der Türe riecht es gleich nach Holz. Der kleinste Luftstoss lässt Sägemehl emporsteigen und im Schein des schummrigen Lichtes tänzeln. Mein Blick schweift durch den Raum und bleibt überall an grösseren und kleineren Maschinen und Werkzeugen hängen. Ja nicht zu viele Fenster und Licht, damit sich die Zeit auch richtig schön vergessen lässt.

Das beschreibt so etwa den perfekten ersten Eindruck einer Werkstatt für mich. Einer fertig eingerichteten, in Betrieb genommenen Werkstatt. Vor den Düften, dem Staub und dem Lärm, steht erst einmal der blanke Raum.

Diesem widme ich mich im ersten Teil dieser Werkstattserie. Hierzu habe ich mich auf zu Pascal Biri gemacht. Der Do-It-Mitarbeiter hat sich seinen kleinen Traum von der eigenen Werkstatt schon erfüllt und sich bereit erklärt, mir seine Werkstatt und, wo nötig, sein Wissen zu leihen.

Nach unten orientieren

Du wirst Dreck und Lärm machen. Wo gehobelt wird, fallen nun mal Späne. Elektrowerkzeuge sind nicht dafür bekannt, leise zu arbeiten. In den eigenen vier Wänden fallen die Zimmer im Wohnbereich also weg. Es sei denn, du liebst stundenlange Diskussionen mit deiner Familie und regelmässige Putzeinheiten. Das heisst im Klartext: Runter in den Keller oder in die Garage mit dir und deiner Werkstatt. Da störst du Familie und Nachbarn am wenigsten und kannst so stundenlang deinem Hobby frönen.

Unter Strom

Die ganzen Elektrowerkzeuge, die so schön Lärm machen, müssen auch mit Saft versorgt werden. Nichts ist nerviger, als über Verlängerungskabel zu stolpern. Und schön sieht’s im Übrigen auch nicht aus. Deshalb lieber vorher schon checken, wo sich die Stromanschlüsse befinden. Dabei schlägt Qualität Quantität. Soll heissen, lieber zwei Steckdosen an einem strategisch intelligenten Ort als 20 vor der Türe. Denn Steckleisten sind schnell und günstig angebracht.

Ein bisschen Extra-Strom schadet nie.

Lichte Stellen

Ganz so schummrig, wie ich mir das Ganze vorstelle, sollte es dann schon nicht sein. Vor allem für filigrane Arbeiten ist helles Licht unabdingbar. Dabei ist Tageslicht immer angenehmer als künstliches. Und Fenster haben einen weiteren Vorteil: Die Dämpfe von Lacken steigen dir nicht in den Kopf. Wer gar nicht lüften kann, sollte denn auch solche Arbeiten lieber draussen machen.

Ein Fenster zum Hof ist zu empfehlen.

Im grossen Rahmen

Wie gross der Raum sein soll, hängt ein wenig von deinem Vorhaben und deinen Möglichkeiten ab. Grundsätzlich ist Platz aber nie verkehrt, vor allem, wenn stationäre Maschinen in die Werkstatt kommen sollen. Auch mit der Bewegungsfreiheit beim Arbeiten hält es sich in grossen Räumen meist besser, was auch wiederum das sichere Arbeiten fördert. Nicht traurig sein, wenn dir nur 12 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Mit ein bisschen Fantasie lässt sich jeder Raum in eine funktionsfähige Werkstatt umwandeln. Deine Möglichkeiten werden zwar begrenzt sein, aber auch dort wirst du wunderbare Arbeiten vollenden können. Unsere Modellwerkstatt ist, wie du auf den Bildern wahrscheinlich gesehen hast, auch nicht die Grösste.

Das gilt übrigens für alle Punkte. Ich beschreibe hier den Idealzustand und worauf du im Vorneherein achten solltest. Natürlich kannst du aus jeder Latrine irgendwas zaubern. Solange du in deiner Werkstatt nicht jedes Mal einen Tobsuchtsanfall erleidest, ist alles schon einmal nicht so schlimm.

Vorfreude ist die schönste Freude

Im nächsten Teil wird der gewählte Raum mit Leben gefüllt. Dann erfährst du, welche Werkzeuge du unbedingt brauchst und welche Einrichtung sich als sinnvoll erweisen wird. Damit du nichts verpasst, kannst du mir mit einem Klick als Autorin folgen.

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Carolin Teufelberger, Zürich

  • Junior Editor
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

7 Kommentare

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User firefox_mozilla

Ich habe neune Korrektur:

Neue Steckedosen sind nicht günstig. Möchte man in einem älteren gebäude eine Steckdose montieren kommt man gemäss Richtlinien nicht im FI-gesicherte Dosen rum. Und die Kosten. Viel.

06.11.2018
User Anonymous

Das stimmt. Wäre aber sicherlich auch am falschen Ort gespart, denn wer sich eine Werkstatt einrichtet kommt ja schnell mal auf CHF 2000-3000.- und dann schlägt eine FI-gesicherte Steckdose auch nicht mehr so arg ins Gewicht. Und man will seine teuren Maschinen ja schützen oder nicht?

06.11.2018
User firefox_mozilla

Das stimmt schon. Nur ist halt eben die Frage wie viele Steckdosen man montieren muss. Pro Dose in der Anschaffung 200.--. Wenn man sich die Montage nich selber zutraut, nochmals 200.--.
Schnell hat man nochmals 1000.-- für den Ausbau der Werkstatt ausgegeben.

06.11.2018
User Carolin Teufelberger

Dass neue Steckdosen zu setzen nicht günstig ist, stimmt. Deshalb ist es von Vorteil, wenn die Steckdosen an einer günstigen Stelle platziert sind und du sie gegebenenfalls mit Steckleisten ergänzen kannst.

07.11.2018
Antworten
User Nathanloup

Vorhandene Steckdosen können ergänzt werden. Thema Staub und Gase: Fenster sind nicht unbedingt praktisch, Staub etc. wird nur noch mehr herumgewirbelt. Kauft euch eine Dunstabzughaube und leitet das Rohr nach draussen. Ist top!

06.11.2018
User mkunreal

Sehr guter Punkt mit Staub und Gase - der häufig vernachlässigt wird, wenn in den eigenen vier Wänden ein Werkraum integriert wird. Wäre interessant zu wissen, was es diesbezüglich für Möglichkeiten gibt und was Galaxus hierfür so anbieten kann (Stichwort: Zyklonabscheider etc.)

06.11.2018
User Anonymous

hoi mkunreal,
Villeicht wäre das was :)
youtu.be/weQOy1D_8HI
der Channel hat viele interessante Projekte

07.11.2018
Antworten