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DIY-Fashion für Anfänger: eine Stofftasche nähen

In der Serie «DIY-Fashion für Anfänger» zeigen Anne und ich dir, wie du Fashion-Pieces nachnähst oder Klamotten rettest. In der heutigen Folge: Wie du aus alten Stoffen einen Jutebeutel nähst.

Ich bin nicht erst seit der Debatte um Plastiksäcke ein Fan von Stofftaschen. Nein, die Beutel fand ich schon immer praktisch, da sie in meiner Handtasche kaum Platz benötigen und ich bei einem Spontaneinkauf stets einen griffbereit habe. Mein Jutebeutel-Faible ist auch meiner Kollegin und Hobbyschneiderin Anne aufgefallen. Darum schlägt sie mir vor, selbst einen zu nähen. «Das ist ganz einfach. Wirklich», sagt sie augenzwinkernd.

Unsere Wahl fällt auf einen Batik-Wickelrock, den wir zweckentfremden. Die Tasche lässt sich stattdessen aus alten Stoffen, Vorhängen, Leintüchern oder Tischdecken fertigen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da ich momentan ein grosser Leinen-Fan bin, muss als nächstes ein altes Leinen-Leintuch herhalten.

Das brauchst du:

Die Basis

Je nach Taschengrösse schneidest du ein grosses Stück Stoff aus. Annes Schneidplatte hat die perfekten Masse (45 x 60 cm). Darum verwenden wir diese als Schnittmuster. Da unser Batik-Rock verschiedene Muster hat, suchen wir nach einer Ecke, die uns gefällt.

Zusätzlich benötigst du zwei gleich grosse Stoffstreifen für die Henkel. Wenn du die Masse gewählt hast, nimmst du die doppelte Breite plus 2 cm für die Nahtzugabe in der Breite und plus 4 cm Nahtzugabe in der Länge. Wir entscheiden uns für 66 cm lange und 2 cm breite Henkel. Nun faltest du den Streifen in der Mitte (schöne Seite auf schöne Seite respektive rechts auf rechts) und nähst sie der Länge nach zusammen.

Nachdem du den Streifen mit einem geraden Stich zusammengenäht hast, musst du das Innere der Stoff-Wulst nach aussen wenden. Dieser Part ist meiner Meinung nach das Mühsamste am ganzen Prozess, da Geduld nicht meine Stärke ist. Ein Bleistift hilft dir beim Umdrehen des Stoffes. Tipp: Je breiter der Träger, desto einfacher das Umstülpen.

Nun faltest du den Stoff der Tasche der Länge nach in der Mitte zusammen (rechts auf rechts) und markierst die vier Stellen, an denen du die Henkel befestigst. In unserem Fall wählen wir (vom Rand) den Abstand minus 10 cm (von der offenen Seite aus gesehen) und auf der anderen Seite minus 9 cm. Der Grund: Sobald wir die noch offene Seite zusammennähen, benötigen wir minus 1 cm Nahtzugabe. Anschliessend markierst du die vier Punkte mit einem Güfeli und nähst die Henkel mit der Nähmaschine an die zuvor abgesteckten Stellen.

Das Versäubern

Jetzt wird die Öffnung der Tasche versäubert. Dafür musst du die Kanten umschlagen und zwar mit einem sogenannten «Einschlag-Umschlag». Der Stoff wird hierfür zweimal auf die Innenseite der Tasche umgeklappt, damit die offene Kante nicht mehr zu sehen ist. Das Ganze wird erneut mit Güfeli befestigt und zusammengenäht.

Nun kannst du die Seite und den Boden des Beutels mit der Nähmaschine zusammenähen. Damit der Henkel beim Tragen in Position bleibt, klappst du diesen wieder um und fixierst ihn an der Tasche.

Sobald du die Träger mit der Nähmaschine abgesteppt hast, ist der Stoffbeutel einsatzbereit. Happy shopping.

In unserer nächsten Folge pimpen Anne und ich eine Jeanshose. Wenn du weitere Fashion-DIYs auf dem Schirm haben willst, folge mir mit einem Klick auf den Button bei meinem Autorenprofil.

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Vanessa Kim, Zürich

  • Editor
Wenn ich mal nicht als Open-Water-Diver unter Wasser bin, dann tauche ich in die Welt der Fashion ein. Auf den Strassen von Paris, Mailand und New York halte ich nach den neuesten Trends Ausschau und zeige dir, wie du sie fernab vom Modezirkus alltagstauglich umsetzt.

4 Kommentare

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User Anonymous

Super Beitrag! Die Tasche aus der Tischdecke sieht schick aus! Durch das Logo wird die Tasche aber erst Interessant (ich hoffe es ist nicht nur ein Abziehbild, sondern etwas Dauerhaftes). Es sieht aus wie ein goldener Schwan. Woher hast du das? Wie wurde es auf die Tasche gemacht?

05.04.2019
User Vanessa Kim

Für das Logo haben wir eine selbst gemachte Bügelfolie benutzt. Wie das geht, folgt in einem nächsten DIY... I'll keep you posted :-)

06.04.2019
Antworten