

Dieser winzige Wecker macht meinem Smartphone Konkurrenz
Ich will mich künftig von einem gewöhnlichen Wecker aus dem Bett klingeln lassen. Mit dem «Flip Mini» von Lexon glaube ich, eine passable Wahl getroffen zu haben ...
Der Lexon «Flip Mini» ist winzig. Die digitale Wende-Weckuhr passt gerade so in meine Handfläche und beansprucht auf meinem vollgestellten Nachttisch so gut wie keinen Platz. Der grüne Klotz für knapp 30 Franken soll mich von nun an morgens wachpiepsen und so mein Smartphone in seiner Funktion als Wecker ablösen. Letzteres möchte ich nämlich schon länger aus dem Schlafzimmer verbannen.

Ich habe wenig Ansprüche – aber die Optik muss schon stimmen
Bei der Wahl meines Weckers bin ich die faule Schiene gefahren. Eine digitale Anzeige sollte er haben. Das nächste Ausschlusskriterium: Optik. Wer hätte gedacht, dass es so viele hässliche Modelle gibt?
Lexons bunte «Ziegel» sehen ganz passabel aus – und sind in vielen Farben erhältlich. Da ist schnell eine passende gefunden. Löst der Flip Mini Feuerwerke in mir aus? Gewiss nicht. Doch ich möchte pragmatisch bleiben. Schliesslich suche ich ein Mittel zum Zweck. Das Urteil von Communitymitglied Pawa65 «Super einfach und easy zu bedienen» zementiert meine Wahl zusätzlich.

Der Flip Mini im Steckbrief
- lässt sich auf zwei Seiten drehen (weiter unten mehr dazu)
- LCD-Display mit 3 Helligkeitsstufen
- Touch-Sensor
- aufladbar, kommt mit einem USB-C-Kabel (das ich bereits verlegt habe, oops!)
- 4 Stunden Ladezeit
- Akkulaufzeit von bis zu 6 Monaten
- ABS-Kunststoffgehäuse
- Masse: 8 x 4.9 x 2.3 cm, Gewicht: 68 g
Das Modell ist übrigens die kleine Reise-Version des Lexon Flip Classic und wurde mir von Galaxus zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. In der Hand fühlt es sich fragil an – fast wie ein billiges Kinderspielzeug. Die Optik täuscht darüber aber gut hinweg.
So flippt sich's mit dem Mini
Einstellen
Der Flip ist eine manuelle Digitaluhr. Das heisst Datum und Uhrzeit gebe ich selbst ein – und zwar ultraflott. Um den Wecker zu stellen, gibt es zwei Knopfreihen, die je mit einem Pfeil nach oben und einem nach unten gekennzeichnet sind. Wie bei einem Volumenregler. Welche Knopfleiste für die Stunde (H) und welche für die Minute (M) steht, lese ich oben am Wecker ab. Erst dachte ich noch: Boah, wird das mühsam, für jede Stunde und Minute einmal drücken. Ist es aber nicht.

Was hat es mit dem ON & OFF auf sich?
Irgendwie hatte ich angenommen, dass sich der Wecker ausschalten lässt, indem ich ihn wie einen Pfannkuchen wende. Stellt sich heraus, dass die jeweiligen Bezeichnungen ON und OFF auf den beiden Seiten nur aussagen, ob der Wecker gestellt ist oder nicht. Zeigt das ON nach oben, wird der Wecker zur eingestellten Zeit abgehen. Drehe ich das OFF nach oben, deaktiviere ich die Weckfunktion und kann ausschlafen.


Schlummerfunktion
Aber wie lässt sich der penetrante Standard-Piep-Piep-Piepton denn nun ausschalten? Indem ich irgendeinen beliebigen Knopf an der Rückseite drücke. Tippe ich stattdessen mit der Hand aufs ON, wechselt der Wecker in den Schlummermodus und meldet sich nach sechs Minuten erneut. Den Modus erkenne ich auch auf dem Display anhand des ZZZ-Symbols. Genug geschlummert? Dann einfach einmal flippen, sodass OFF wieder oben ist.
Weckton
Ich gewöhne mich schnell an meinen grünen Freund. Sogar mit seinem nicht veränderbaren Alarmton kann ich gut leben. Dieser wird schrittweise lauter (nur bis zu einem gewissen Grad) und schneller. Wer sich vorzugsweise von sanften Klängen in den Tag begleiten lässt, dem dürfte der Ton jedoch schnell auf den Wecker gehen.
Bildschirm
Je nachdem, aus welchem Winkel ich auf den Bildschirm gucke, zeichnet sich ein mehr oder weniger scharfes Bild. Das Titelbild oben demonstriert diesen Effekt besonders gut. Darum platziere ich meinen Wecker so, dass ich frontal darauf blicken kann.

Licht
Tippe ich den Mini nachts an, leuchtet das Display für zehn Sekunden auf. Das reicht, um die Zeit abzulesen oder meinen Nachttisch kurz zu beleuchten, wenn ich die Trinkflasche suche. Ich habe den Flip Mini sogar schon als Taschenlampe missbraucht, um zur späten Stunde durch meine dunkle Wohnung zu geistern. Aufgefallen ist mir nur: Bei einem Finger reagiert der Touchsensor selten. Ich muss schon mit mindestens zwei Fingern seinen Rücken tätscheln.
Wo ist das Smartphone geblieben?
Mein Schlafzimmer hat es noch nicht verlassen, das muss ich zugeben. Abends schaue ich mir immer noch das eine oder andere Youtube-Video an. Aber: Da es mich nicht mehr weckt, ist es auch nicht mehr das Erste, was ich in die Hand nehme. Dadurch vergesse ich ziemlich oft sogar, dass es irgendwo neben mir liegt und starte den Tag ganz ohne Blick auf den Bildschirm – so wie es sein sollte.
Fazit
Perfekt für alle, die das absolute Minimum suchen
Pro
- kompaktes, leichtes Format und somit reisetauglich
- einfache Bedienung
- lange Akku-Laufzeit
Contra
- wenig Einstellungsmöglichkeiten (für mich spezifisch ein Vorteil)
- Touch-Sensor schwächelt bei nur einem Finger
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.
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