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Der Kampf gegen die Masern

Myrtha Brunner
22.07.2019

Masern sind hoch ansteckend. Bereits das Niesen oder Husten einer Person kann ausreichen, um an diesem Virus zu erkranken. Die Schweiz hat sich die Elimination dieser viralen Infektionskrankheit als Ziel gesetzt.

Weltweit werden immer wieder Fälle von Masern verzeichnet. Von Januar bis 16. Juli 2019 waren es schweizweit 204 Fälle. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es gerade Mal 25 Fälle. Das sind achtmal weniger als in diesem Jahr.

Gemäss dem Lagebericht Schweiz, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommuniziert hat, waren 19% der 204 gemeldeten Masernerkrankungen nur Einzelfälle. Sie sind in dreizehn Kantonen aufgetreten. Mehr als die Hälfte der Fälle (63 %) gehören zu einem Ausbruch, wobei ein solcher als «mindestens zwei epidemiologisch zusammenhängende Fälle» definiert ist, wie es im Lagebericht Schweiz heisst. Die restlichen 18 Prozent wurden noch nicht klassifiziert.

Ein Fünftel der Masernfälle war unter 10 Jahre alt, ein Viertel zwischen 10 und 19 Jahre alt und etwas mehr als die Hälfte über 20 Jahre alt. 160 Personen konnten einen Impfausweis vorweisen. Davon waren 91 Prozent nicht oder nicht ausreichend geimpft, 43 Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden – 14 hatten eine Lungenentzündung und eine Person eine Hirnentzündung. Weiterhin gab es seit Januar zwei Todesfälle aufgrund einer Maserninfektion. Weitere mögliche Folgen können Mittelohrentzündung oder Fieberkrämpfe sein.

In welchem Kanton wie viele Ausbrüche und zu welchem Zeitpunkt sie stattgefunden haben, kannst du dem Lagebericht Schweiz sowie aus den Zahlen zu Infektionskrankheiten entnehmen.

Fehlende Immunität

Was hat 2019 also wieder zu einem erneuten Anstieg an Masernfällen geführt? Die fehlende Immunität gegen Masern. Die Masern können nur dann erfolgreich eliminiert werden, wenn 95 Prozent der Bevölkerung immun dagegen ist. 17 Prozent der Masernfälle in der Schweiz wurden importiert und nochmals 10 Prozent stehen in Zusammenhang mit besagten importierten Masern. Das heisst, dass auch hier weitere Massnahmen folgen müssen, um diese Zahlen einzudämmen.

Wenn du nicht sicher bist, ob du gegen diesen Virus geimpft bist, kannst du deinen Impfausweis konsultieren oder den kostenlosen Risiko-Check des BAGs durchführen.

Krankheitsbild

An Masern erkrankte Personen durchlaufen normalerweise zwei Krankheitsstadien. Als erstes leidet die Person 7 bis 18 Tage nach der Infektion an Fieber, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Lichtscheue und Schleimhautentzündung im Mund. Daneben können Husten, Schnupfen und Halsschmerzen auftreten. Zwei bis vier Tage nach diesen Symptomen kommt der zweite Schub. Der Erkrankte hat erneutes Fieber und die Symptome verstärken sich nochmals. Daneben tritt der für die Masern typische Hautausschlag auf.

Die letzte grosse Masernepidemie in der Schweiz ereignete sich gemäss BAG von 2007 bis 2009. Eine weitere Epidemie versucht die Schweiz durch stetige Sensibilisierung und Impfempfehlung zu verhindern. Nur wer sich und sein Kind impfen lässt, unterstützt die Elimination dieser viralen Infektionskrankheit.

Weitere Informationen zu Masern sowie die Impfempfehlung findest du hier.

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Köchin. Putzfrau. Polizistin. Krankenschwester. Entertainer. Motivator. Autorin. Erzählerin. Beraterin. Organisatorin. Chauffeur. Anwältin. Richterin. .… also einfach gesagt Mami von zwei Töchtern und somit nicht nur (Content) Manager im Beruf, sondern auch im Privatleben. 


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