Das sagt die Expertin zu Erdbeerbeinen

Das sagt die Expertin zu Erdbeerbeinen

Vanessa Kim
Zürich, am 01.07.2020
Sind deine Ober- und Unterschenkel nach dem Rasieren schwarz gesprenkelt? Eine Expertin verrät, warum die dunklen Punkte entstehen und wie du sie wieder loswirst.

«Es ist frustrierend. Nach der Rasur sollten meine Beine makellos sein. Das sind sie aber nicht.» Kollegin Andrea klagt mir nach dem Fitnesstraining in der Garderobe ihr Leid. Nach dem Rasieren sind ihre Ober- und Unterschenkel zwar glatt, dafür aber mit schwarzen Punkten übersät. «Schön ist anders.» Da ich noch nie von diesem Schönheitsmakel gehört habe, recherchiere ich auf dem Heimweg im Internet. Dort erfahre ich, dass viele Frauen unter diesem Phänomen leiden. Gerade im Sommer, wenn sie ihre «Erdbeerbeine» nicht unter langen Stoffen verstecken können. Ich will mehr darüber erfahren und frage deshalb bei einer Expertin nach.

Worum handelt es sich bei diesen schwarzen Punkten?
Dr. med. Myriam Wyss Fopp, Spezialärztin für Dermatologie und Allergologie: Das sind kurze Haarstoppel, die sich nach der Rasur nicht unter die Haut zurückziehen und darum als schwarze Pünktchen sichtbar sind. Experten sprechen bei diesen «Sprenkeln» von Rasurschatten. In den USA wird dieses Phänomen passenderweise als «Strawberry Legs» bezeichnet, da die dunklen Tüpfchen an die Samen auf Erdbeeren erinnern. Achtung: Hierbei handelt es sich nicht um eingewachsene Haare – auch «Pseudofollikulitis» oder «pili incarnati» genannt –, die unter der Haut weiterwachsen und Entzündungen hervorrufen können.

Gibt es Hauttypen, die stärker von Erdbeerbeinen betroffen sind?
Ja, je dicker und dunkler deine Haare sind und je stärker der Haarwuchs ist, desto stärker sind Rasurschatten sichtbar. Dieser Typ Frau neigt auch zu eingewachsenen Haaren.

Schwarze Punkte soweit das Auge reicht. Bild: Instagram @inspired_to_awe
Schwarze Punkte soweit das Auge reicht. Bild: Instagram @inspired_to_awe

Mit welchen Kosmetikprodukten können Betroffene ihre Beine behandeln?
Mit einem Peeling trägst du vor der Rasur alte und abgestorbene Hautschüppchen ab. So kannst du mit der Rasierklinge direkt auf der Hautoberfläche entlanggleiten und das Resultat wird sauberer. Für die Rasur selbst verwendest du am besten eine frische Klinge. Eine bereits gebrauchte, stumpfe schneidet nicht nur schlechter, sondern begünstigt eingewachsene Härchen und sorgt für Hautirritationen. Danach sorgt ein klärendes Gesichtstonic mit Salicylsäure dafür, dass sich die Poren zusammenziehen und weniger sichtbar sind. Das Tonic trägst du mithilfe eines Wattepads auf die Ober- und Unterschenkel auf.

Begünstigt nur die Nass- oder auch die Trockenrasur Erdbeerbeine?
Es spielt keine Rolle, ob du deine Beine nass oder trocken rasierst. Rasurschatten und eingewachsene Härchen können immer vorkommen. Letzteres ist besonders beim Wachsen oder bei Sugaring der Fall. Wenn eine Frau ihre Erdbeerbeine als störend empfindet oder mit eingewachsenen Haaren kämpft, rate ich zu einer Laserbehandlung.

Was bewirkt die Haarentfernung mit dem Laser?
Der Laser gibt seine Energie an das dunkle Haar in der Wurzel ab. Nach einer Laserepilation fallen die Haare aus und die behandelten Zonen sind für ein bis zwei Monate glatt und stoppelfrei. Ein Teil dieser Haare wächst wieder nach und kann anschliessend erneut behandelt werden. So wird die Haardichte zunehmend reduziert und das Haar dauerhaft eliminiert – so haben Erdbeerbeine und eingewachsene Härchen keine Chance.

Dr. med. Myriam Wyss Fopp, Spezialärztin FMH für Dermatologie und Allergologie, Ästhetik- und Laserzentrum Zürichsee; www.laserepilation.ch

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Vanessa Kim
Vanessa Kim
Editor, Zürich
Wenn ich mal nicht als Open-Water-Diver unter Wasser bin, dann tauche ich in die Welt der Fashion ein. Auf den Strassen von Paris, Mailand und New York halte ich nach den neuesten Trends Ausschau und zeige dir, wie du sie fernab vom Modezirkus alltagstauglich umsetzt.

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