Ratgeber

6 Schlafmöglichkeiten für dein Kind, wenn ihr Zuhause seid

Myrtha Brunner
15.10.2019

In den ersten Wochen nach der Geburt benötigt dein Baby viel Nähe, Geborgenheit und Schlaf. Umso wichtiger ist es, wo und wie du es hinlegst. Nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Hier sind sechs Varianten, um dein Kind daheim schlafen zu legen.

Nähe, Geborgenheit und Schlaf sind wichtige Faktoren, die ein Baby in den ersten Lebensmonaten braucht, um sich gut zu entwickeln. Die einen Eltern bevorzugen das Familienbett, wo alle im selben Bett nächtigen. Es stört sie nicht, dass das Kind ihnen plötzlich einen Arm ins Gesicht schlägt oder einen Fuss in die Rippe quetscht. Dem gegenüber gibt es Eltern, die das Kind zwar nah, aber im eigenen Bettchen schlafen lassen. Für Letztere stelle ich sechs potenzielle Schlafmöglichkeiten für Zuhause vor.

1. Beistellbett – Nächtliches Stillen ohne aufzustehen

Mit einem Beistellbett schaffst du nachts eine räumliche Nähe zu deinem Baby. Das Bettchen stellst du, wie es der Name schon sagt, direkt an dein Bett oder montierst es daran. Die Betterweiterung hilft dir, die Beziehung zum Baby zu stärken und ihm Geborgenheit und Sicherheit zu bieten. In der Nacht stillst oder beruhigst du dein Baby mit dieser Schlaflösung, ohne aufzustehen. Der zusätzlich geschaffene Platz verringert zudem das Risiko, das Kind in der Nacht unter sich zu erdrücken.

Denk dran: Es passen nicht alle Beistellbetten an jedes Elternbett. Miss daher die Höhe deines Bettes sowie den Bettrand aus. Bei manchen Beistellbetten kannst du die offene Seitenwand praktischerweise schliessen und es so tagsüber als Stubenwagen verwenden.

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2. Stubenwagen – Grösstmögliche Flexibilität durch Räder

Ein klassischer Stubenwagen hat vier Räder, ist geflochten und verfügt über einen Himmelvorhang sowie ein Nestchen. Der Stubenwagen ist praktisch, weil du ihn von Raum zu Raum fahren kannst. Da die Grenze zur Wiege langsam verfliesst, können manche Stubenwagen zusätzlich schaukeln.

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3. Babywiege – Beruhigen durch Schaukeln

Das Schaukeln beruhigt dein Kind und wiegt es sanft in den Schlaf. Die Schaukelwiege ist teilweise arretierbar, damit kein Seemannsfeeling aufkommt. Einige Modelle verfügen mittlerweile über Räder und lassen sich wie ein Stubenwagen hin und her schieben. Für mich persönlich eine der tollsten und flexibelsten Lösung für die ersten Babymonate.

Alternativ kann dein Kind auch in der schaukelnden Babywippe ein kurzes Nickerchen halten. Aber für den Dauereinsatz oder den Mittagsschlaf sind Wippen aufgrund der fixierten Körperhaltung und der mangelnden Bewegungsfreiheit nicht geeignet.

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4. Babybett – Die ersten eigenen vier Wände

Früher oder später stellen die meisten Eltern auf das Babybett um. Ob es im Elternzimmer oder bereits im eigentlichen Kinderzimmer steht, müsst ihr für euch entscheiden.

Standardgrössen beim Babybett sind 60 x 120 cm oder 70 x 140 cm. Ich würde dir ein Bett empfehlen, bei dem du den Lattenrost in der Höhe verstellen und einige Sprossen entfernen kannst. So liegt dein Baby in den ersten Monaten höher und du nimmst es leichter aus dem Bett. Sobald es sich bewegt oder aufsteht, setzt du den Lattenrost tiefer. Sobald es läuft, nimmst du die Sprossen raus und es klettert selbstständig rein und raus. Nachts setzt du die Sprossen als Sicherheit am besten wieder rein, damit dein Kind nicht herausfällt. Mit einem optionalen Kit kannst du gewisse Babybetten zu einem Kinderbett umbauen.

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5. Kinderbett – Ausgesorgt bis ins Teenageralter

Irgendwann kommt der Tag, an dem all die oben genannten Schlafmöglichkeiten zu klein sind und du für dein Kind ein grösseres Bett brauchst. Die Liegefläche eines Kinderbettes liegt normalerweise bei 70 x 140 cm oder 90 x 200 cm. Bei der ersten Variante handelt es sich oft um ein umgebautes Babybett. Es ist somit nur eine Übergangslösung. Aus diesem Grund empfehle ich dir, direkt ein grösseres Modell zu wählen. Diese sind meist etwas teurer, dafür halten sie bis ins Teenageralter. Falls du dich beim Einschlafen des Kindes öfters dazu legst, ist eine Breite von mindestens 120 cm optimal. Bettschutzgitter schützen vor dem Runterpurzeln.

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6. Laufgitter – Ideal für das Nickerchen tagsüber

Kein Bett, aber durchaus eine Zwischenlösung für tagsüber. Gerade, wenn du duschen, kochen, putzen und waschen musst oder wenn du kurz den Raum verlässt, ist ein Laufgitter Gold wert. Durch seine Gitterstäbe ist es ein sicherer Ort zum Spielen oder Nickerchen halten. Es fällt nichts runter, das Baby verletzt sich nicht an einer Kante oder Tischecke und es gerät nicht an eine Steckdose, scharfe Gegenstände oder giftige Pflanzen. Viele Modelle sind höhenverstellbar wie ein Babybett, haben Räder, bewegliche Türen oder Schlupfsprossen. Sie passen sich flexibel an deine Bedürfnisse an.

Zu allen Laufgittern

Zubehör – Accessoires zum Wohlfühlen

Grenzen bedeuten beim Schlafen Geborgenheit. Sei es durch ein Stillkissen, Nestchen, Schlafsack, Bettschutzgitter, ZEWI-Decke, Laufgittereinlage oder Himmelsvorhänge. So fühlt sich der kleine Körper im grossen Bett(chen) weniger verloren. Herzige und kuschelige Gadgets wie Bettwäsche, Nachtlicht, Schmusetier oder Spieluhr lassen die Träume noch süsser werden und geben dem Kind etwas Vertrautes.

Tipp: Prüfe, ob bei der gewählten Schlafmöglichkeit eine Matratze inklusive ist.

Schlafmöglichkeiten für unterwegs

Dein Kind schläft viel und überall: ob im Auto, zu Gast bei Freunden oder im Kinderwagen. Wie es das Kleine auch unterwegs immer bequem und gemütlich hat, erfährst du im nächsten Beitrag. Folge meinem Autorenprofil und du erhältst ihn persönlich zugestellt.

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Köchin. Putzfrau. Polizistin. Krankenschwester. Entertainer. Motivator. Autorin. Erzählerin. Beraterin. Organisatorin. Chauffeur. Anwältin. Richterin. .… also einfach gesagt Mami von zwei Töchtern und somit nicht nur (Content) Manager im Beruf, sondern auch im Privatleben. 


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