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Savoir-faire Photographie1028

Zoomen verändert die Form - wähl die richtige Brennweite

Mit dem Teleobjektiv von weit weg oder mit dem Weitwinkel-Objektiv von ganz nahe: Das Motiv ist zwar in beiden Fällen gleich gross, sieht aber trotzdem ganz anders aus.

Je grösser die Brennweite, desto kleiner der Bildausschnitt. Anders gesagt, durch die Verlängerung der Brennweite zoomst du heran.

Brennweite 35 mm
Brennweite 300 mm

So weit, so klar. Doch Heranzoomen ist nicht dasselbe wie den Ausschnitt verkleinern. Wenn du ein Motiv durch Zoomen nahe heranholst, sieht es anders aus, als wenn du tatsächlich nahe dran bist. Auch wenn es auf dem Bild genau gleich gross ist.

Eine Randbemerkung: Wie gross der Bildausschnitt ist, hängt nicht nur von der Brennweite ab, sondern auch von der Grösse des Kamerasensors. Alle Angaben in diesem Beitrag beziehen sich auf die Sensorgrösse Vollformat (36 × 24 mm).

Hier ein ganz simples Beispiel. Schon daran siehst du, wie sich die Geometrie je nach Brennweite verändert. Genau genommen ist es nicht die Brennweite, sondern die Distanz, die zur Veränderung führt.

Brennweite 28 mm
Brennweite 105 mm

Das eine Bild wurde mit 28 mm Brennweite aufgenommen, das andere mit 105 mm. Dies bei einer Vollformatkamera. Das Bild mit 105 mm wirkt natürlicher, weniger verzerrt. Die Verzerrung im Bild mit 28 mm lässt die Flasche riesig erscheinen.

Auch die Anordnung im Raum erscheint je nach Brennweite anders. Hier siehst du vier Gläser (dieses Mal alkoholfrei!) von oben. Wenn diese Gläser von der Seite fotografiert werden, sehen sie je nach Brennweite völlig unterschiedlich aus.

Brennweite 24 mm
Brennweite 90 mm

Neben der Verzerrung der Gläser fällt hier folgendes auf:

Erstens: Die beiden roten Gläser, die eigentlich hintereinander stehen, wirken im Weitwinkel stark versetzt. Das ist so, weil die Kamera so weit vorne steht, dass sie die beiden Gläser aus einem unterschiedlichen Winkel sieht.

Zweitens: Die Distanzen wirken im Weitwinkel viel grösser. Das hat ebenfalls damit zu tun, dass die Kamera näher am Geschehen ist. Die Entfernungen zwischen den Gläsern sind im Verhältnis zur Entfernung der Kamera viel grösser als beim Teleobjektiv.

Spezialfall: Porträts

Bei Flaschen oder Gläsern drücken wir gerne ein Auge zu – nicht aber, wenn es ums Gesicht geht. Da reagieren wir empfindlich, besonders wenn es das eigene Gesicht ist.

Smartphones haben üblicherweise einen ungünstigen Weitwinkel, was zu verzerrten Gesichtern führt. Bei Selfies kannst du den Schaden begrenzen, indem du einen möglichst vorteilhaften Winkel wählst.

Foto-Kurztipp: So werden deine Selfies besser
Savoir-fairePhotographie

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Besser ist es aber, Gesichter gar nicht aus so kurzer Distanz zu fotografieren.

Die folgende Porträtserie zeigt, wie sich die Kopf- und Gesichtsform mit zunehmender Brennweite verändert. So ab 50 Millimeter wird es langsam akzeptabel, besser ist jedoch 85 mm und mehr. Beachte auch, wie sich der Hintergrund verändert.

24 mm
35 mm
50 mm
105 mm
300 mm

Das heisst natürlich nicht, dass du prinzipiell keine Menschen mit Weitwinkel fotografieren darfst. Nur solltest du einen gewissen Abstand halten, also nicht nur das Gesicht abbilden.

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David Lee, Zurich

  • Senior Editor
Mon intéret pour l'informatique et l'écriture m'a mené relativement tôt (2000) au journalisme technique. Comment utiliser la technologie sans se faire soi-même utiliser m'intéresse. Dans mon temps libre, j'aime faire de la musique où je compense mon talent moyen avec une passion immense.

Commentaires 10

3000 / 3000 caractères

User Arbter

Ich brauche kurz Hilfe. Ich bin nicht der Absolute Profi wens ums fotografieren geht, deswegen benötige ich eine Aufklärung hier.
Also, hier ist ganz klar, es sieht besser aus wenn ich eine höhere Brennweite habe. Klar soweit.
Aber... wieso werden dann diese Linsen empfohlen im guide: digitec.ch/de/s1/page/7-mal...


Die haben ja munzige brennweiten... warum sind denn die jetzt plötzlich wieder gut?
Grosse Brennweite mit zoom oder kleine Brennweite im weitwinkel? Was nun?

28.05.2019
User David Lee

Am Ende des Beitrags hab ich es kurz erwähnt: Entscheidend ist die Distanz. Die Fotos, die so richtig doof aussehen, werden aus extrem kurzer Entfernung (unter 30 cm) geschossen. Wenn du mit einer kurzen Brennweite genügend weit weg gehst, sieht das Gesicht okay aus. Aber dann ist es halt nur noch sehr klein auf dem Bild.

28.05.2019
Répondre
User Michelle.C

Der Titel dieses Beitrags finde ich ist einfach nicht so super für das behandelte Thema gewählt.

27.05.2019
User Urs_Sigrist

Durch zoomen wird (meines Wissens) nichts herangeholt sondern lediglich der Bildausschnitt kleiner.
Der Unterschied ist die Perspektive, welche durch die verschiedenen Distanzen und Standorte entsteht.
Und dann spielt natürlich auch die Qualität der Objektive eine grosse Rolle.

27.05.2019
User srzdme17

Nur bei 'digitalem zoomen' wird der Bildausschnitt verkleinert. Normales Zoomen - mit einem Objektiv - holt natürlich die Dinge näher und dadurch ändert sich auch die Perspektive

27.05.2019
User grafvonwollerau

@Urs_Sigrist: du hast eigentlich schon recht. Die Formulierung ist ein wenig unglücklich...
Die Brennweite bestimmt nicht die Perspektive, sondern die Entfernung zum Objekt!
Die Perspektive ändert sich z.B. bei der Flasche, weil ich mit dem 300mm viel weiter weglaufen muss als beim 28mm!
Die Brennweite Bestimmt den Bildausschnitt welchen ich aufnehmen kann, nicht die Perspektive an sich.
Ich kann mit dem 300mm auch 100 Bilder der Reihe nach aufnehmen und zu einem Weitwinkelbild zusammensetzten, welches die gleiche Perspektive hat wie das mit 28mm.
Ich hoffe mein Text klärt mehr als er Fragen aufwirft :-)

27.05.2019
User Urs_Sigrist

@Srzdme: Das Objekt bleibt bei gleichem Abstand zum Objektiv in jedem Fall gleich weit entfernt.
Somit kann man nichts näher holen. Durch Verschieben der Linsen fällt das Bild vergrössert auf den Sensor. Bei einem 100-400 sieht man bei 100mm den maximal möglichen Bildausschnitt bei diesem Objektiv. Wenn du 400mm einstellst ist der Bildausschnitt kleiner aber das daraufzusehende grösser, die Distanz ist aber dieselbe. Die Perspektive bleibt gleich sofern die Position der Kamera nicht verändert wird

27.05.2019
User srzdme17

@Urs_Sigrist: Naja, Da hast du schon Recht irgendwie. Aber nicht ganz. Natürlich bleibt beim Zoomen mit Objektiv (nicht digitaler Zoom, wo einfach ein kleinerer Bildausschnitt genommen wird) die Distanz zwischen Kamera und deinem 'Ziel' gleich. Aber der Winkel ändert sich. Bei einem Weitwinkel 'guckt' das Objektiv quasi recht stark nach links und rechts. Wenn Du sehr nahe vor einem Gesicht bist, kannst Du so z.B. unter Umständen nicht mal mehr die Ohren sehen. Während Du bei grosser Entfernung (und grossem Zoom) das Ziel wieder gleich gross hinkriegst... aber Du (bzw. das Objektiv) guckt in einem viel schmaleren Winkel auf das 'Ziel'. Und dadurch verändert sich das Bild im Ergebnis. Das war es, was ich mit veränderter Perspektive meine. Nicht geändert durch anderen Standort oder so... aber durch den Fakt, dass die Kamera recht 'gebündelt' guckt und nicht weit gefächert wie bei einer kleinen Brennweite... Darum wirkt der Kopf in einem Portrait irgendwie 'breit' wenn man zu Nahe dran ist...

27.05.2019
User Urs_Sigrist

@Srzdme17: Da sind wir uns einig. Der Beitrag hat einfach nichts mit zoomen zu tun, sondern mit der richtigen Wahl der Brennweite und dem dazugehörenden Abstand. Kannst dir gerne auch mal diesen Beitrag anschauen. karsten-kettermann.com/blog.... Nicht 100% das Thema aber ich finde ihn gut.

28.05.2019
Répondre