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SecurityReview 015

Eine Uhr für alle Notfälle

Schluss mit mitleidigen Blicken, weil ein roter Button auf Höhe deiner Brust baumelt. Die Uhr von Smartwatcher verspricht Diskretion und dennoch ein funktionierendes Notruf-System. Klingt perfekt, ist es aber nicht ganz.

Ich stelle mir ab und zu vor, wie es wäre schon etwas betagter zu sein. Ich wäre ständig auf Achse und würde meine Liste der bereisten Länder vervollständigen. Vielleicht gäbe ich Yoga oder meiner schlecht durchbluteten künstlerischen Ader eine Chance. Ja, meine Vorstellungen setzen einiges an Erspartem voraus und vor allem gute Gesundheit. Mit steigendem Alter kommen aber eben oft kleinere und grössere Gebrechen. Zwar bist du auch dann oft auf Achse, dein Weg führt dich aber eher ins nächste Kreisspital als an die Südsee. Mein Grossvater zum Beispiel kam ab und zu in die Bredouille, so ganz allein zu Hause. Mit einem gelähmten Bein war es für ihn beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, sich nach einem Sturz wieder selbst aufzurichten. Ihm blieb nichts anderes übrig, als zu warten, bis seine Pflegerin vorbeikam. Genau für solche Fälle gibt es nun eine Uhr: Smartwatcher.

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Smartwatcher SENSE
Leichte, moderne und diskrete 3G Notruf-Uhr
2

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Sicherheit am Handgelenk

«Das weltweit eleganteste Notrufsystem», titelt der Hersteller selbst. Die Smartwatcher Technologies AG sitzt im Nebengebäude von der Digitec Galaxus AG und schreibt sich seit 2015 die persönliche Sicherheit auf die Fahne. Dabei soll aber nicht jedermann ins Auge stechen, das die betroffene Person ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis hat. Deshalb kommt die Lösung von Smartwatcher in Form einer wahlweise sportlichen oder eleganten Uhr. Ob diese auch wirklich funktioniert, habe ich getestet.

Ich habe das Modell Sense gewählt. Dieses kommt in neutralem Weiss mit schwarzem Ziffernblatt. Daneben befinden sich im Lieferumfang eine magnetische Ladestation, ein Ladekabel und ein USB-Netzteil. Die Uhr ist hochwertig verarbeitet und schnörkellos. Auf der rechten Seite befinden sich lediglich zwei kleine Knöpfe. Der verchromte schaltet die Uhr an und aus, der rote betätigt den Alarm. Sie wiegt 53 Gramm und ist für Handgelenke zwischen 15 und 19.5 Zentimeter gedacht.

Der übersichtliche Lieferumfang.

Beim Anlegen wird klar, dass ich wahrscheinlich lieber auf ein kleineres Modell zurückgegriffen hätte. Auch im letzten Loch sitzt das Armband eher locker und das Ziffernblatt respektive LCD-Touchscreen wirkt klobig. Dennoch fühlt sie sich angenehm auf der Haut an. Beim reinen Anblick wäre ich nie darauf gekommen, dass sich hinter der schlichten Uhr ein Notruf-System verbirgt. Dieses Versprechen hält Smartwatcher schon einmal.

Die Uhr ist etwas gross für mein Handgelenk, sieht sonst aber okay aus.

Ohne Abo läuft nichts

Bevor ich die Uhr in Betrieb nehmen kann, muss ich sie erst komplett aufladen. Dazu lege ich die Rückseite der Uhr auf die magnetische Ladestation und stöpsle den Mini-USB-Anschluss ein. Nach einer guten Stunde ist das Teil geladen und kann aktiviert werden. Dazu fordert mich die Uhr auf, die Smartwatcher-Registrierungsseite zu besuchen. Dort gibt sie mir auch gleich die Serien- und Telefonnummer an, die ich für den nächsten Schritt benötige. Smartwatcher hat mir diesen Prozess freundlicherweise abgenommen und meine Daten schon erfasst und ein Abo für mich gewählt. Ja, damit die Uhr ihren Zweck erfüllen kann, musst du dich für eines von sechs verschiedenen Abonnements entscheiden. Zur Verfügung stehen: Familie und Freunde, Familie und Freunde Plus, sowie Notrufzentrale, welche jeweils ein Abo für die Schweiz und eines für Europa bieten. Ich habe mich für Familie und Freunde Plus innerhalb der Schweiz entschieden. Für 20 Franken im Monat kannst du deine Helfer per Knopfdruck anrufen und über die Website oder App geortet werden.

Platte drauf, Kabel rein: das ist keine Hexerei.

Ein moderner Hilfeschrei

Damit dies funktioniert, muss ich meine Helfer erst registrieren. Dafür muss ich deren Telefonnummer, Name und Beziehung zu mir angeben. Ist dies erledigt, sollten diese Personen von nun an bei einem Alarm meinerseits per Anruf kontaktiert werden. Nach Betätigen des roten Knöpfchens bleiben mir etwa fünf Sekunden, um den Alarm rückgängig zu machen, bevor ich die ganze Sippe in Aufruhr versetze. Wird diese Hürde überschritten, laufen die Telefone heiss. Das funktioniert zuverlässig bei allen eingespeicherten Nummern. Wird der Anruf nicht beantwortet, ruft die Uhr in kurzen Intervallen immer wieder an. Falls du dich irgendwann doch alleine aus der Misere befreien kannst, bietet dir die Uhr die Möglichkeit, mit einer Berührung des Bildschirms den Alarm zu beenden. Wird der Anruf angenommen, kannst du über das Mikrofon rechts unter dem LCD-Touchscreen mit deinen Helfern kommunizieren. Hat bei mir alles reibungslos funktioniert, ich konnte sogar meine Helfer in Österreich erreichen.

Die Anrufe funktionieren nicht nur auf Minimaldistanz.

Wenn ich mich in die Schuhe einer älteren Person gebe, fallen mir jedoch zwei Dinge unangenehm auf. Die Knöpfe sind doch relativ klein und fühlen sich genau gleich an. Eine Verwechslung ist schnell passiert. Ausserdem könnten die Touchscreen-Angaben klarer sein. Ich musste ein paarmal herumdrücken und ausprobieren, um die verschiedenen Befehle zu entdecken. Auch die Schrift ist teilweise sehr klein, das betrifft aber zum Glück nicht die wichtigen Funktionen wie den Notruf. Die Ortung der Smartwatcher-Uhr funktioniert aber wieder zuverlässig.

Sogar mein Smartphone hält länger

Dafür logge ich mich auf der Website des Herstellers ein und gehe in der Navigation zu «Karte». Dort kann ich die Personenortung starten. Nach einigen Sekunden erscheint die Weltkarte von Google Maps und meine Uhr beginnt zu vibrieren. Einen Moment später wird der Aufenthaltsort der Uhr auf das Haus genau angezeigt. So sollte es kein Problem sein, den Uhrträger ausfindig zu machen. So lange dieser die Uhr wirklich trägt und eingeschaltet hat. Ist sie aus, funktioniert nichts. Und das kann relativ einfach passieren, denn der Akku hält nicht wahnsinnig lange durch. Smartwatcher selbst gibt an, dass die Uhr ein bis zwei Tage im Standby-Modus hält. Ich habe die Uhr gegen Mittag in Betrieb genommen, ein paar Knöpfe ausprobiert und dreimal einen Alarm losgelassen. Am nächsten Morgen erhielt ich als erstes einen Ladehinweis. Das ist echt nicht lange, auch die knapp zwei Tage Standby überzeugen mich nicht. Sogar mein Smartphone hält da länger durch.

Richtig erkannt, ich befinde mich bei der Arbeit.

Fazit

Für ein Notruf-System sieht die Uhr echt gut aus. Aus sind die Zeiten, in denen ein leuchtender roter Knopf um den Hals hing, damit auch der Hinterletzte Bescheid wusste. Auch das System funktioniert einwandfrei: Die Anrufe kommen durch, können in Empfang genommen werden und auch die Ortung klappt problemlos. Doch perfekt ist die Smartwatcher Sense noch nicht. Die Knöpfe müssten meiner Meinung nach etwas grösser sein, die Touchscreen-Funktionen klarer, die Akkulaufzeit viel länger. Die Uhr muss jeden Tag aufgeladen werden, damit die (lebens-)wichtige Notruffunktion ihren Dienst erweisen kann. Den Preis der Uhr fände ich in Ordnung, kämen nicht monatlich 20 Franken fürs Abo drauf. Ohne dieses kannst du gerade mal die Zeit ablesen, wofür die Uhr dann wieder nicht schick genug ist.

Verlosung

Willst du das Teil selbst ausprobieren? Kennst du jemanden, der die Notruf-Uhr gut gebrauchen kann? Dann klicke unten auf «Teilnehmen» und schon bist du im Rennen um eine Smartwatcher Sense in der Farbe deiner Wahl dabei. Teilnahmeschluss ist der 18. Februar 2019. Toi, toi, toi!

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Der Wettbewerb ist inzwischen beendet!

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Carolin Teufelberger, Zürich

  • Junior Editor
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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