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GartenKnowhow 37

Ein Haufen Gärtnerglück

Auch Stadtmenschen können ihren organischen Abfall wiederverwenden. Kompostieren ist schon längst nicht mehr den Gartenbesitzern vorbehalten. Wer’s richtig macht, wird kaum was riechen und bald nährstoffreichen Humus in den Händen halten.

Kompostieren ist eine Religion für sich. Der Komposthaufen wird gottähnlich angebetet, dauernd werden neue Opfer in Form von Küchenabfällen gebracht und Alternativen dazu gibt es sowieso keine. Okay, vielleicht habe ich auch einfach nur sehr ernsthafte Kompostfreunde kennengelernt. Durchaus möglich. Sei’s, wie’s sei, Kompost ist wirklich eine gute Sache. Du wirst deine Küchenabfälle los und gleichzeitig gedeihen deine Pflänzchen munter vor sich hin. Win-Win! Viele Hobbygärtner schwören auf das System. Aber was, wenn du keinen Garten hast? Gegenfrage: Hast du einen Balkon? Dann kannst auch du deinen Küchenabfällen ein Leben nach dem Tod bieten. Wie genau, erfährst du hier. Spoiler: Es ist keine Hexerei!

Schwarzes Gold

Beim Kompostieren wird organisches Material durch Sauerstoff und Bodenlebewesen abgebaut. Ganz am Ende des Vorgangs entsteht Humus, der wiederum deinen Pflanzen zugeführt werden kann. Durch den Einsatz von Kompost wird nicht nur das Wachstum deiner Pflanzen gefördert, sondern auch die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Aber nicht alle Abfälle dürfen zu schwarzem Gold verarbeitet werden. Fleisch und Fisch, gekochte Speisen und kranke Pflanzenteile gehören in die Bio-Tonne. Auch bei Südfrüchten ist etwas Vorsicht geboten. Sie zerfallen zwar genauso gut wie heimisches Obst, werden in den Herkunftsländern aber teilweise massiv mit Pestiziden behandelt. Also lieber in Massen (Maßen) als in Massen.

Mehr hilft nicht immer mehr

Hat sich der organische Haufen in Humus verwandelt, geht’s ans Verteilen. Lass dich aber nicht in Versuchung führen, sondern halte dich etwas zurück. Zu viel Humus überwältigt deine grünen Lieblinge nämlich. Überdüngung ist die Folge. Ein bis zwei Liter Kompost pro Quadratmeter über das Jahr verteilt reichen vollkommen aus. Aber ich greife vor. Wir sind noch lange nicht im Stadium von Humus. Wir müssen etwa 12 Monate zurück, zum Start deines Komposterlebnisses. Nachdem du ein windgeschütztes, schattiges Plätzchen für den Kompost auf deinem Balkon gefunden hast, kannst du mit dem Befüllen beginnen. Die Kompostierung auf deinem Balkon funktioniert übrigens fast gleich, wie im Garten. Einziger Unterschied: der Untergrund. Im Gegensatz zum Garten finden sich auf dem Balkon eher selten Rasen und Erde, sondern eher Steinplatten.

Rein mit deinen Küchenabfällen!

Schichtbetrieb

Hol dir einen Plastik- oder Holzbehälter, mach unten ein paar Löcher rein und stelle ihn etwas erhöht (zum Beispiel auf zwei Vierkanthölzern) in eine Ecke des Balkons. Schon 70 bis 100 Liter Fassungsvermögen reichen für einen einwandfreien Kompostierprozess aus. Die unterste Schicht solltest du mit ein paar Zweigen auskleiden, damit’s von unten luftig bleibt. Danach kannst du deine Küchenabfälle draufwerfen. Schneide deine Abfälle möglichst klein, da der Prozess dadurch beschleunigt wird. Viel Arbeit solltest du danach nicht mehr haben. Du musst lediglich darauf achten, dass der Kompost weder zu feucht, noch zu trocken ist. Ist er zu nass, gib mehr trockene Abfälle oder Laub dazu. Ist er zu trocken, gib mehr feuchte Abfälle oder Wasser dazu. Wenn der Komposthaufen den richtigen Feuchtigkeitsgrad hat, sollte er kaum stinken, nur etwas modrig riechen. Ausserdem macht es Sinn, den Haufen immer mal wieder etwas durchzumischen. So geht das nun etwa ein Jahr, danach solltest du einsatzfähigen Humus haben. Es gibt einen gewissen «Kressetest», der dir verrät, ob dein Kompost tatsächlich fertig ist. Einfach etwas Kressesamen in den Kompost geben und drei bis vier Tage warten. Spriesst die Kresse, dann ist dein Kompost perfekt.

Würmer nehmen dir die Arbeit ab

Alternativ kannst du dir einen Wurmkomposter auf den Balkon stellen. Da dein Balkon wohl kaum einen erdigen Untergrund vorweist, können von unten nicht automatisch Würmer und andere Lebewesen in deine Abfälle kriechen. Deshalb werden die Würmer von Hand hinzugefügt. Meistens besteht ein Wurmkomposter aus mehreren Ebenen, die nacheinander von den Würmern bearbeitet werden. Aber aufgepasst, die Würmer sind Vegetarier, sie mögen nur pflanzlichen Abfall. Und da sich Würmer zwischen 12 und 27 Grad Celsius am wohlsten fühlen, muss der Komposter im Winter in den Keller. Der Vorgang bleibt aber derselbe: Küchenabfälle + Zeit = Humus. Nur, dass bei dieser Variante die Variable «Zeit» kleiner ist als beim klassischen Kompost. Die Würmer geben Gas und zersetzen deine Abfälle innerhalb weniger Monate. Wurmtee kannst du sogar schon nach zwei Monaten ernten. Dieses flüssige Produkt der Kompostierung kannst du als Dünger für Kräuter und Zimmerpflanzen verwenden.

  • Wurmkomposter, hell grün
  • Wurmkomposter, hell grün
  • Wurmkomposter, hell grün
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Wurmkomposter, hell grün

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  • Wurmkomposter, hell anthrazit
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Die Würmer selbst sind im Lieferumfang nicht enthalten, diese kannst du dir beim Wurmhändler deines Vertrauens holen. Es gibt speziell für die Kompostierung gezüchtete Würmer, die sich schnell vermehren und grossen Hunger mitbringen. Normale Regenwürmer, die du dir draussen zusammensammelst, eignen sich weniger für den Wurmkompost.

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User
Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Dinge kennenzulernen und zu erlernen. Neue Erfahrungen lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

3 Kommentare

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User h.fopp

Bitte macht keine Werbung für Torf, der Verkauf von Torf sollte verboten werden.

25.06.2018
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User dude-t

Genau, es geht nämlich ein paar tausend Jahre bis es wieder neuen gibt.

25.06.2018
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User Carolin Teufelberger

Ihr habt natürlich recht. Für Torf werden Moore trockengelegt und so der Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere zerstört. Ich war zu unachtsam, ist nun korrigiert.

26.06.2018
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