Wimpern zum Klimpern: 2 Wimpernseren im Test
Review

Wimpern zum Klimpern: 2 Wimpernseren im Test

Natalie Hemengül
Zürich, am 29.03.2018
Dass Wimpernseren wahre Wunder bewirken können, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Resultate unterscheiden sich aber von Produkt zu Produkt, genauso wie von Person zu Person, die sie benutzen. Unser Beauty-Team hat zwei Wimpernseren getestet und zieht jetzt ihr Fazit.

Mittlerweile sind Wimpernextensions genau so in der breiten Masse angekommen, wie falsche Fingernägel. Während ersteres mit verhältnismässig viel Zeit- und Geldaufwand angebracht wird, können Wimpernseren bei regelmässiger Anwendung langfristig einen ähnlich imposanten Effekt erzielen. Livia Gisler und Muska Hajradinovic aus unserem Beauty-Team haben sich kurzerhand dazu entschlossen, die Sache mit den «Wundermittelchen» etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und zwei verschiedene Marken über zwei Monate hinweg zu testen: RevitaLash und BeautyLash.

BeautyLash

Rückblende: Muska hat von Natur aus kurze, geschwungene Wimpern, die ein paar Lücken aufweisen. Sie testet das Serum der Marke BeautyLash und erhofft sich dadurch dichtere und längere Wimpern. Für sie ist es das erste Mal, dass sie eine Wimpernpflege anwendet.

Eyelash Growth Booster (Wimpernserum)
–15%
75.30statt 88.70
BeautyLash Eyelash Growth Booster (Wimpernserum)

Muskas erster Eindruck: «Das Serum ist, was den Duft anbelangt, neutral. Mit seinen vier Millilitern enthält es doppelt so viel wie das Serum von RevitaLash, kostet aber nicht wesentlich mehr. Daher bin ich sehr gespannt.»

Muska über die Anwendungsfreundlichkeit und allfällige Beschwerden: «Eigentlich super easy und bedarf keiner Erklärung. Anfangs wusste ich jedoch nicht so recht, wie viel ich genau auftragen muss. Wenn ich versehentlich zu viel Produkt aufgetragen hatte, kam es vor, dass mir das Serum in mein Auge lief. Das hat dann gebrannt. Den Dreh hat man dann aber schnell raus.»

Muskas Ergebnis und Fazit nach 2 Monaten: «Das Ergebnis kann sich sehen lassen, meine Erwartungen wurden erfüllt: Die Wimpern sind definitiv dichter geworden und auch an Länge haben sie etwas gewonnen. Bei mir hat sich der Effekt dadurch bemerkbar gemacht, dass sich immer mehr Mascararückstände an der Partie zwischen meinem Lid und der Augenbraue abgesetzt haben. Ich werde das Produkt auf jeden Fall weiterbenutzen, da ich kein Fan von Wimpernverlängerungen bin und das Serum für mich die natürlichere Alternative ist.»

Bild 1: Muskas Wimpern vor der Testphase / Bild 2: nach 2 Monaten ohne Mascara / Bild 3: nach 2 Monaten mit Mascara
Bild 1: Muskas Wimpern vor der Testphase / Bild 2: nach 2 Monaten ohne Mascara / Bild 3: nach 2 Monaten mit Mascara

RevitaLash

Rückblende: Livia wird das gehypte RevitaLash Serum testen. Auch ihre Wimpern sind kurz, jedoch fehlt es ihnen zusätzlich an Schwung. Zudem sind sie fein und sehr brüchig. Sie wünscht sich stärkere und längere Wimpern. Bisher hat sie lediglich einige Tropfen von einem pflegenden Öl vor dem Schlafengehen aufgetragen, in der Hoffnung es würde ihre Wimpern stärken.

Advanced (Wimpernserum)
89.–
RevitaLash Advanced (Wimpernserum)

Livias erster Eindruck: «Vom Duft her ist das Produkt völlig neutral. Der Inhalt reicht mit seinen zwei Millilitern locker für drei Monate. Preislich bewegt sich das Serum definitiv im höheren Segment. Vergleicht man es dann aber mit einer Wimpernverlängerung bei der Kosmetikerin, geht es völlig in Ordnung.»

Livia über die Anwendungsfreundlichkeit und allfällige Beschwerden: «Die Applikation gestaltet sich dank eyelinerähnlichem Pinsel sehr einfach. Man sollte jedoch genau wie beim BeautyLash Serum darauf achten, dass man nicht allzu viel Produkt auf dem Pinsel hat, sonst läuft es gleich ins Auge und das brennt enorm. Hat man das Produkt erst mal aufgetragen, trocknet es superschnell. Nebenwirkungen an sich habe ich keine erfahren, ich bin jedoch auch kein Allergiker-Typ.»

Livias Ergebnis und Fazit nach 2 Monaten: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Produkt und ehrlich gesagt auch überrascht, wie gut es gewirkt hat. Anfangs hatte ich zwar Mühe, das Produkt konsequent in meine Abendroutine miteinzubauen, jedoch geht die Anwendung so fix, dass das schon bald kein Thema mehr war. Erste Resultate sah ich nach etwa einem Monat. Es fing damit an, dass ich beim Abschminken, kaum noch ausgefallene Wimpern auf dem Wattepad vorfand, was bei mir sonst üblich ist. Zudem stiessen meine Wimpern immer häufiger an meine Brillengläser und auch Komplimente bekam ich. Meine Wimpern wurden im Endeffekt länger und dichter. Am fehlenden Schwung änderte sich aber nix. Besonders gut zur Geltung kommt der Unterschied übrigens nach dem Auftragen der Mascara. Empfehlen kann ich es jedem, der ein natürliches Ergebnis wünscht und sich eine regelmässige Anwendung zutraut. Ich werde es auf jeden Fall wieder kaufen, da das Produkt sehr ergiebig ist und in etwa so viel kostet, wie eine einzelne Wimpernverlängerung.»

Bild 1: Livias Wimpern vor der Testphase / Bild 2: nach 2 Monaten ohne Mascara / Bild 3: nach 2 Monaten mit Mascara
Bild 1: Livias Wimpern vor der Testphase / Bild 2: nach 2 Monaten ohne Mascara / Bild 3: nach 2 Monaten mit Mascara

Randbemerkung: Ich selbst hatte vor langer Zeit auch mal meine Erfahrungen mit RevitLlash gemacht und fast doppelt so lange Wimpern bekommen, wie ich vorher hatte. Leider ging mein grosser Wimpern-Gewinn auch mit einem kleinen Verlust einher: Meine Augenlider färbten sich genau an der Stelle, an der ich das Serum immer wieder auftrug, rötlich. Ein Nebeneffekt, der schon bei vielen RevitaLash-Testerinnen zum Vorschein kam und an ungeschminkten Tagen nach ziemlich viel Schlafmanko mit einer Prise Marihuana aussah. Livia blieb hier in dieser Hinsicht aber zum Glück verschont.

Wichtig: Personen mit Hauterkrankungen, Schwangere oder Frauen, die sich in der Stillzeit befinden, sowie Minderjährige und Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, sollten laut Herstellerangaben von einer Anwendung absehen. Generell empfehlen wir dir bei Unsicherheiten, vor der Anwendung die Empfehlung deines Hautarztes einzuholen.

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül

Editor, Zürich

Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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