Wie du einen Spiegel (nicht) fotografierst

Wie du einen Spiegel (nicht) fotografierst

David Lee
Zürich, am 24.06.2019
Es wäre so einfach. Aber warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?

Ich dachte, es sei nicht allzu schwierig, einen Spiegel zu fotografieren. Du nimmst eine Kamera, hältst sie in Richtung Spiegel und drückst auf den Auslöser. Wird täglich millionenfach gemacht. Ich vermute, der Spiegel ist der meistfotografierte Gegenstand der Welt.

Aber genau hier liegt wohl das Problem: Die Macht der Gewohnheit schlägt zu. Offenbar sind es die Leute so gewohnt, den Spiegel mit sich selbst zu fotografieren, dass sie nicht (mehr) wissen, wie es ohne geht. Sprich: wie sie den Spiegel ablichten sollen, ohne sich selbst zu zeigen. Zum Beispiel, um den Spiegel in einem Online-Inserat zu verkaufen.

Dabei wäre es ganz einfach: Du stellst dich nicht vor, sondern neben den Spiegel und fotografierst ihn schräg von der Seite. Wenn der Spiegel am Boden liegt und gegen die Decke gerichtet ist, verrät er wirklich gar nichts, was er nicht sollte. Auf Ricardo machen es die meisten Leute richtig.

So geht das!
So geht das!
Quelle: ricardo.ch

Aber warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? Hier ein paar Bilder von Menschen, die sich selbst beim Spiegelverkauf nicht erkenntlich machen wollen. Erstaunlich, was sie dabei für einen Aufwand betreiben und wie kreativ sie werden.

Etwas umständlich, aber hey: Ziel erreicht!

Vampire und Spider-Men sind natürlich im Vorteil.

Kann man so machen.

So hingegen nicht.

«Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht» – das hat doch schon als Kind nie funktioniert?

Noch nicht genug? Auf Reddit gibt es (wie könnte es anders sein) ein unerschöpfliches Reservoir an höchst merkwürdigen Spiegelfotos.

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David Lee
David Lee
Senior Editor, Zürich
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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