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«Tabletop Simulator»: Wir testen digitale Brettspiele

Philipp Rüegg
Zürich, am 09.04.2020
Digitale Brettspiele sind aktuell besonders beliebt – aus naheliegenden Gründen. Darum testen wir zu viert die ultimative Brettspielsimulation «Tabletop Simulator». Als Spiel haben wir den Klassiker «Brändi Dog» ausgesucht. 14:00 startet der Livestream.

Seit fünf Jahren freut sich der «Tabletop Simulator» reger Beliebtheit. Auch auf meiner Wunschliste wartet das Spiel seit Ewigkeiten darauf, gekauft zu werden. Das habe ich nun endlich getan. Der Grund wird der gleiche wie bei vielen anderen Spielern sein. Wenn ich schon nicht meine Freunde zu mir nach Hause für einen lauschigen Brettspielabend einladen kann, dann verlege ich das ganze halt ins Internet.

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In meinem Artikel wie du am besten mit Freunden und Bekannten gemeinsam Filme schaust oder Brettspiele spielst, hat User Schnurle den «Tabletop Simulator» für PC wärmstens empfohlen. Und er hat nicht übertrieben. Mit dem «Tabletop Simulator» setzt du dich mit deinen Mitspielern in einem virtuellen Raum zusammen an einen virtuellen Tisch und spielst dort ein virtuelles Brettspiel. Bei so viel Virtualität sei auch gleich gesagt, ja, das Spiel gibt es auch für VR-Brillen.

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Die Spiele, die du in «Tabletop Simulator» spielst, kaufst du entweder in Form von DLCs, die sind dann meist etwas aufwendiger umgesetzt. Oder du wirfst einen Blick auf den Steam-Workshop. Dort haben Spieler eine gigantische Auswahl an bekannten Brettspielen nachgebaut, die du mit einem Klick dem «Tabletop Simulator» hinzufügen kannst.

Es fliegt auch mal ein Tisch durch die Gegend

Im Spiel sieht jeder Mitspieler den gleichen Tisch mit dem aufgestellten Brettspiel. Gesteuert wird mit Maus und Tastatur. Alles läuft manuell ab. Die Regeln musst du selber kennen und das Game greift auch nicht ein, wenn du Figuren falsch bewegst oder zu viele Karten vom Stapel ziehst.

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Es gäbe auch eine Hotseat-Option, wo alle Spieler vor dem gleichen Computer sitzen. Diese Funktion kannst du sogar trotz Social Distancing nutzen. Durch das Steam-Feature Remote Play kannst du nämlich deine Freunde einladen, ohne dass sie den «Tabletop Simulator» selber besitzen müssen. Weil sich dann aber alle Spieler die Maussteuerung teilen und auch alles sehen was auf dem Spielfeld passiert, eignen sich nicht alle Spiele für diesen Modus. Bei «Hero Quest» beispielsweise, wo eine Person den allwissenden Dungeon Master mimt, willst du nicht, dass die Helden wissen, welche Monster und Fallen auf sie warten.

Im Multiplayer-Modus hast du dieses Problem nicht. Dort spielt jeder für sich und sieht auch nur seine Karten – ausser du ziehst sie den Mitspielern aus den Fingern. Emotionen kannst du auch ohne Voicechat übermitteln. Zum Beispiel, in dem du den Tisch durch die Gegend schmeisst und Figuren wegschnippst. Keine Angst, dank Rückspulfunktion musst du nicht das ganze Spielfeld wieder aufstellen.

Wir probieren das ganze mit «Brändi Dog». Wie das klappt, siehst du im Video.

Damit streamen wir:

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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