Kaufratgeber

Sonnen, ja. Schwimmen, nein. Diese Bademode macht ihrem Namen keine Ehre

Laura Scholz
05.09.2022

Baden und Sonnenbaden sind zwei vollkommen unterschiedliche Disziplinen. Das wird vor allem klar, wenn man sich für den Bikini oder Badeanzug aus «falschem» Material entscheidet.

Es gab ja eine Zeit, da waren Musikvideos noch relevant. Ich war damals Teenie und fasziniert von den Popkultur-Werken, die über meinen stark frequentierten TV-Bildschirm flimmerten. Unter anderem räkelte sich da Britney Spears (noch Pre-Conservatorship), sang «Don't Let Me Be The Last To Know» und trug dabei ein cremeweisses, gehäkeltes Bikinioberteil. Selbiges schien nicht nur mich, sondern auch den Rest der (Teenie-) Welt nachhaltig beeindruckt zu haben und so hingen schon kurze Zeit später verdächtig ähnliche Modelle an den Bügeln der einschlägigen Klamottenläden. Im Handumdrehen aussehen wie Britney – Beach Waves, Körper, Karriere und braungebrannter Boy würden unmittelbar folgen, da war ich mir sicher – das klang nicht nur zu schön, um wahr zu sein. Das war es auch.

Britney Spears 2000 in DEM Bikini.
Britney Spears 2000 in DEM Bikini.
Bild: Instagram @britneymoves

Wie sich herausstellte, sind Häkel-Bikinis zwar ideal geeignet, um sich damit durch den Sand vor der romantischen Strandhütte zu rollen. Wenn du allerdings tatsächlich planst, damit baden zu gehen, schaust du ziemlich schnell ziemlich blöd aus der ausgeleierten Wäsche. Nein, Gehäkeltes und Wasser sind keine ratsame Kombination. Und so verhält es sich ehrlich gesagt mit erstaunlich vielen Materialien, aus denen – komischerweise – sogenannte Bademode hergestellt wird.

Gehäkeltes

Wenn du Halt suchst, bist du hier grundsätzlich falsch. Die meisten gehäkelten Bikinis eignen sich ausschliesslich für eher kleine Brüste, die weder auf Bügel, Cups, noch breite, komfortable Träger angewiesen sind. Dazu kommt, wie gesagt, ihre Reaktion auf die Berührung mit Wasser. Was sich eben noch optisch nett um die weiblichen Kurven schmiegte, leiert jetzt unschön aus, verliert jegliche Form und braucht noch dazu anstrengend lange, um wieder zu trocknen. Für Badebekleidung doch irgendwie suboptimale Attribute. Machst du es wie Britney und stehst maximal knöcheltief im kristallklaren Wasser, um dich sonst eher an Land in Sand und Sonnenstrahlen zu aalen, ist dieser Look nach wie vor so ikonisch wie im Jahr 2000. Finde ich zumindest. Möchtest du dich zwischendurch aber tiefer in die Wellen stürzen: Hände weg von Häkel-Modellen, die zu 100 % aus Baumwolle bestehen.

Frottee

In der Theorie klingt ein Bikini aus Frottee kuschelig und praktisch, ein Handtuch zum Anziehen quasi. Natürlich hat es aber gute Gründe, dass dein Handtuch bisher immer erst nach dem Baden zum Einsatz gekommen ist. Der Stoff ist relativ dick und vor allem saugfähig. Ähnlich wie Häkel-Bikinis, verlieren auch die aus Frottee schnell ihre Form und hängen nass unvorteilhaft an dir herunter. Und wie lange sie brauchen, um zu trocknen, davon fang ich gar nicht erst an. Drum: Wenn es an die Beach Bar geht, oder einfach nur darum, ein wenig Sonne zu tanken, Team Frottee. Zum tatsächlichen Baden im Wasser würde ich aber immer ein zweites, anderes Modell mit in die Tasche werfen.

Bikinis aus Frottee sehen zwar hübsch aus, haben aber viele Nachteile.
Bikinis aus Frottee sehen zwar hübsch aus, haben aber viele Nachteile.
Bild: Instagram @frankiesbikinis

Crinkle

Weiss ich schon im Voraus, dass ich von meinem Badetag neben einem sonnengeküssten Teint auch eine Blasenentzündung mit nach Hause nehmen werde, stehen alle Zeichen auf Abbruch. Nein, danke. Leider kann man bei Bikinis und Badeanzügen aus dem legendären Crinkle-Stoff, aus dem schon Julia Roberts’ Minikleid in «Pretty Woman» geschneidert war, fast mit 100-prozentiger Sicherheit damit rechnen. Denn genau wie ihre Verwandten aus Frottee, werden auch die Crinkle-Teile ewig nicht trocken. Sie sehen cool aus, keine Frage, und sind wegen ihres (angeblichen) One-Size-Konzepts bei der breiten Masse beliebt. Nichts ist aber unangenehmer, als nach dem Schwimmen noch stundenlang in klitschnassen, kalten Stoffen zu sitzen.

Bild: @hunza.g
Bild: @hunza.g

Das war jetzt viel «Nein, so nicht». Aber was ist denn bitte das perfekte Material, das auch ausgiebigen Schwimm-Einheiten und schäumenden Wellen standhält? Für diese Frage schüttle ich gerne diesen praktischen Guide aus dem Ärmel, der dir Antworten liefern wird.

  • Kaufratgeber

    Bademoden-Guide: Welcher Stoff passt zu dir?

    von Vanessa Kim

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